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2:15:14 – Pfeil verliert Olympia aus den Augen

Der große Traum, mit einer Olympia-Teilnahme den Höhepunkt seiner Karriere zu feiern, ist für Valentin Pfeil (LAC Amateure Steyr) mit dem gestrigen Marathon auf dem Flugfeld Ampugnano nahe Siena ein riesiges Stück in die Ferne gerückt, wenn nicht sogar endgültig…

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Valentin Pfeil bei den Halbmarathon-Staatsmeisterschaften 2020 in Salzburg. © Jedermannlauf / Alexander Schwarz
Der große Traum, mit einer Olympia-Teilnahme den Höhepunkt seiner Karriere zu feiern, ist für Valentin Pfeil (LAC Amateure Steyr) mit dem gestrigen Marathon auf dem Flugfeld Ampugnano nahe Siena ein riesiges Stück in die Ferne gerückt, wenn nicht sogar endgültig zum Unerreichbaren geworden. Drei Wochen nach seinem Sturz in Dresden hätte dieser Wettkampf in der Toskana der ultimative Anlauf auf die Erbringung der Qualifikationsvoraussetzung, nämlich eine Zeit unter 2:11:30 Stunden – oder aus persönlicher Perspektive eine persönliche Bestleistung von mindestens eineinhalb Minuten – sein sollen. Erneut fand der Oberösterreicher nicht die idealen Bedingungen vor, erneut geriet das Olympia-Limit vor der entscheidenden Marathonphase aus dem Blickfeld. Am Ende steht eine Zeit von 2:15:14 Stunden. Ganz hat Pfeil die Tür zu einer neuerlich letzten Chance bei einem Marathon innerhalb des bis Ende Mai laufenden Qualifikationszeitraums noch nicht zugeschlagen. Vielleicht Ende Mai bei einem Marathon im Süden Österreichs. „Die mentalen Voraussetzungen für einen neuen letzten Versuch sind auf jeden Fall noch da. Die Frage wird sein, wie ich körperlich nun regeneriere“, so der 32-Jährige. Sinn mache es nur, wenn nun eine Blitzregeneration gelinge. „Ich habe im letzten Renndrittel gestern ein bisschen taktiert, um mich nicht voll zu verausgaben. Als ich bemerkte, dass sich 2:11:30 nicht ausgehen, war es für mich egal, ob ich 2:13 oder 2:15 laufe. Wichtig war mir nur, den Marathon zu Ende zu laufen, nachdem ich zuletzt zweimal aufgeben musste.“
 
 
Der RunAustria-Bericht über den Tuscany Camp Marathon: Tanui erstaunt, Ringer überzeugt
 
 

Suboptimale Voraussetzungen in Siena

Am Tag nach dem Einladungsrennen in Siena nahm Valentin Pfeil die Enttäuschung über das Verpassen des Limits mit Fassung. Besonders dafür, dass die Olympia-Teilnahme sein letzter großer sportlicher Wunsch an seine Marathon-Laufbahn war. „Es waren gestern weniger Emotionen dabei. Eine etwas trostlose Veranstaltung durch die Wetterbedingungen, keine Zuschauer, keine Stimmung. Und auch kein Heim-Auftritt, beim VCM hätte ich mich natürlich bis zum letzten Meter voll hineingekniet.“ Dabei war er überrascht, wie gut es lange Zeit im Wettkampf lief – drei Wochen, nachdem seine Marathon-Vorbereitung für Dresden abgeschlossen war.
Auch in Siena waren die Wetterbedingungen kein Muntermacher. Der Wind störte, der leichte Regen und die Temperaturen weniger. In der Anfangsphase suchte Pfeil händeringend nach der Gruppe, die auf das Olympia-Limit anlaufen sollte (Halbmarathon in 1:05:45), die sich aber nicht bilden wollte. Dafür lief er in einer anfänglich riesigen Gruppe, die den Halbmarathon in einer Zeit von 1:05:10 Stunden anlief. „Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt gut gefühlt, auch nachdem ich bei einer Getränkestation bei Kilometer sieben fast den Anschluss verloren hätte“, erzählt der Oberösterreicher. Doch als die Gruppe nach einigen Initiativen, unter anderem vom Deutschen Richard Ringer, kurz nach dem Halbmarathon schneller wurde, konnte und wollte der Österreicher die Gruppe nicht halten und befand sich im Alleingang gegen die tickende Zeit. Und da fehlte die Substanz, bei diesen Bedingungen als Solist das Tempo so hochhalten zu können, um das große Ziel zu realisieren.
 

Den perfekten Tag nicht erwischt

Weil Pfeil nur bis zum Ende des aktuellen Olympischen Zyklus’ denkt – womit ein baldiges Ende seiner spitzensportlichen Karriere präsent im Raum steht, ist nach diesem Rennen der Zeitpunkt für ein (Zwischen-)Fazit gekommen. „Mir war immer bewusst, dass eine Zeit von 2:11:30 Stunden für mich nur an einem perfekten Tag eventuell möglich sein würde“, gab er zu. „Mit hat letztendlich das Glück gefehlt, einen Marathon zu erwischen, an dem Tag, Wetter und Form optimal zusammenpassten.“ Als damals unerfahrener Marathonläufer hat er das Olympia-Limit für Rio 2016 (damals 2:14) verpasst, ein Jahr später beim WM-Marathon in London mit Rang 23 gelang ihm ein echtes Ausrufezeichen. „Hätte man mich nach London gefragt, hätte ich geantwortet: Klar führt mich mein Weg zu Olympia 2020“, erinnert sich Pfeil zurück. Doch dann nahm einerseits die internationale Marathonszene eine ungeahnte Entwicklung, was zu einer Verschärfung des Olympia-Limits für den Marathon um zweieinhalb Minuten führte, und andererseits hatte Pfeil seit dem Winter 2017 mit großen Problemen bei der Ferse zu kämpfen. Das Zwischenhoch mit der persönlichen Bestleistung in Wien 2019 (2:12:55) führte ihn, auch wegen der Pandemie, zur Operation. „Nach der OP habe ich mich wesentlich besser gefühlt. Davor hatte ich Phasen, wo ich mich Tag für Tag zum Training überwinden musste. Aber durch diese hohe Anforderung konnte ich mich von der Zahl 2:11:30 nicht lösen, womit kein freies, ungezwungenes Laufen möglich war. Ich bin genau in diesem Leistungsbereich zwischen 2:11:30 und 2:14 drinnen.“ Weswegen diese Zahl 2:11:30 Uhr ständig auch eine risikofreudige Herangehensweise im Alltag erforderte.

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