Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter


Ein Dreiviertel Jahrhundert organisierte Leichtathletik in der Bundeshauptstadt. Das war Grund genug, um am vergangenen Freitag die am 19. Jänner 1949 erfolgte Gründung des Wiener Leichtathletik-Verbandes (WLV) im Beisein etlicher historischer und gegenwärtiger Persönlichkeiten zu feiern. Organisiert haben diesen Abend im VIP-Club des Ernst-Happel-Stadions der WLV und die VCM Group in Zusammenarbeit.
Historische Rückblicke, Videoaufzeichnungen und Erinnerungen aus authentischen Erzählungen – der emotionale Blick zurück auf die vergangenen 75 Jahre der Wiener Leichtathletik erinnerte an so manche historische Sportleistung: die Weltrekorde von Speerwerferin Herma Bauma in den Nachkriegsjahren, jene von Hochspringerin Ilona Gusenbauer im Ernst-Happel-Stadion und des kenianischen 10.000m-Läufers Henry Rono am „Cricket-Platz“ in den 70er Jahren. „Das 75-Jahr-Jubiläum ist der richtige Anlass, um die Bedeutung der Leichtathletik in Wien aufzuzeigen und in die Zukunft zu starten. Wir machen das Fest für die Jugend“, betonte WLV-Präsident Roland Gusenbauer. „Die jungen Athletinnen und Athleten sollen die Persönlichkeiten, die den Sport geprägt haben, kennenlernen und Inspiration davon mitnehmen.“
Als erfolgreicher Trainer seiner Ehefrau Ilona, langjähriger Generalsekretär des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes (ÖLV) sowie als prägende Figur in der Organisation internationaler Events wie die Hallen-EM 1970 in der Wiener Stadthalle sowie die Hallen-EM 1979 im Ferry-Dusika-Stadion verdiente sich Gusenbauer die von ÖLV-Präsidentin Sonja Spendelhofer überreichte Auszeichnung.
Zahlreiche Persönlichkeiten aus dem Sport wie Rudolf Klaban, dreifacher Olympia-Teilnehmer in den 60er Jahren auf den Mittelstrecken, der ehemalige Hindernislauf-Weltklassemann und langjährige VCM-Veranstalter Wolfgang Konrad, der 51-fache Staatsmeister Andreas Vojta oder Julia Mayer, Olympia-Teilnehmerin im Marathon von Paris 2024, wohnten dem Abend bei. Genauso wie die potenziellen Stars der Zukunft, unter ihnen auch EM-Teilnehmer Timo Hinterndorfer.
Auch politische Prominenz fehlte nicht. Peter Hacker, Wiens Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport, gratulierte dem WLV zum Jubiläum und zum „großartigen Engagement für den Sport“: „Die Geschichte von 75 Jahren Leichtathletik ist auch die Geschichte der Stadt Wien. Ich danke allen, die an der Geschichte der Leichtathletik in Wien mitgeschrieben haben und freue mich auf eine gute Zukunft.“
An der Entwicklung des Laufbooms war der WLV in der Bundeshauptstadt maßgeblich beteiligt. Die Durchführung des Zweibrückenlaufs Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts mit mehreren Tausenden Teilnehmer*innen war in der damaligen Zeit einzigartig in Österreich und hatte ebenso Pioniercharakter wie die Gründung des Wiener Frühlingsmarathon im Jahr 1984. Aus diesem ist heute mit dem Vienna City Marathon eine internationale Großveranstaltung geworden, die Jahr für Jahr über 40.000 Aktive in die Bundeshauptstadt lockt.
„Als Veranstalter von Laufevents ist es unser Anspruch, ganzjährig einen sportlich, wirtschaftlich und gesundheitlich positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Heimischen Nachwuchs- und Spitzenläufer*innen kommt dabei eine große Bedeutung zu. Wir bieten ihnen das organisatorische und mediale Umfeld, damit sie besondere Leistungen bringen können, die wiederum viele zur Sportausübung begeistern“, betonte Kathrin Widu, Geschäftsführerin der VCM Group, die enge Verknüpfung von Österreichs größter Laufveranstaltung mit dem Wiener Leichtathletik-Verband.
Autor: RunUp.eu
Bild: © VCM / Jenia Symonds