Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
Adam Kszczot hat es endlich geschafft: Nach drei Silbermedaillen auf globalen Niveau – zwei bei Weltmeisterschaften im Freien, eine bei Hallen-Weltmeisterschaften – hat sich der 28-Jährige bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham seinen ersten großen Titel gesichert. In einer Zeit von…


Adam Kszczot hat es endlich geschafft: Nach drei Silbermedaillen auf globalen Niveau – zwei bei Weltmeisterschaften im Freien, eine bei Hallen-Weltmeisterschaften – hat sich der 28-Jährige bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham seinen ersten großen Titel gesichert. In einer Zeit von 1:47,47 Minuten gewann er Gold vor dem US-Amerikaner Drew Windle und dem Spanier Saul Ordonez, der sensationell die Bronzemedaille holte.

Adam Kszczot startete mit der Favoritenstellung ins Rennen, nachdem seine größten Konkurrenten Emmanuel Korir (Probleme mit dem Visum) und Donavan Brazier (Disqualifikation im Vorlauf) gar nicht an der Startlinie standen. Und der 28-jährige Pole, der bereits dreimal die Europameisterschaften in der Halle und zweimal im Freien gewinnen konnte, erledigte die Aufgabe mit beeindruckender Souveränität. Als der Spanier Saul Odonez offenbar mit aller Macht als Führender in die zweite Rennhälfte gehen wollte, schnappte sich Kszczot unscheinbar die Optimalposition und übernahm 250 Meter vor dem Ziel die Führung. Der Rest war ein Triumphlauf zu einer Zeit von 1:47,47 Minuten. „Es mag einfach ausgesehen haben, aber es war hart. Vor allem mental. Aber ich habe gewusst, was auf mich zukommt. Ich arbeite seit Jahren mit einem berühmten Sportpsychologen zusammen. Das hilft in solchen Situationen extrem“, so der Sieger. Gewonnen hat übrigens der Richtige: Laut „Let’s Run“ hat Kszczot 18 seiner letzten 19 Hallen-Rennen gewonnen!
Spannung gab es im 800m-Lauf hinter dem überlegenen Sieger. Der US-Amerikaner Drew Windle absolvierte dabei eine denkwürdige Schlussrunde. 200 Meter vor dem Ziel noch auf Rang sechs liegend, öffnete sich in der letzten Kurve innen urplötzlich eine Lücke, die der junge Marokkaner Mostafa Smaili anbot. Der US-Boy bedankte sich, schlüpfte durch, überholte auf diesem Weg neben Smaili auch noch den außen laufenden und insgesamt recht enttäuschenden Spanier Alvaro de Arriba. Dann wechselte Windle anfangs der Zielgeraden schnell auf die Außenbahn und spurtete an Lokalmatador Elliot Giles und Saul Odonez vorbei.
Doch amtlich war das Resultat noch lange nicht, denn Windle wurde kurzerhand disqualifiziert. Der US-Amerikaner soll zu Rennmitte kurz am Trikot von Giles gezerrt haben. Angesichts der TV-Bilder war jedoch kein Disqualifikationsgrund ersichtlich, wodurch die Rehabilitierung Windles nach dem Gegenprotest der Amerikaner keine große Überraschung war. Giles, der 2016 bei der EM in Amsterdam eine Medaille gewonnen hatte, blieb somit ohne Edelmetall. Die Sensation des Rennens war der Spanier Saul Odonez, der den größten Erfolg seiner noch jungen Laufbahn erzielte.
Gold: Adam Kszczot (Polen) 1:47,47 Minuten
Silber: Drew Windle (USA) 1:47,99 Minuten
Bronze: Saul Ordonez (Spanien) 1:48,01 Minuten
4. Elliot Giles (Großbritannien) 1:48,22 Minuten
5. Alvaro de Arriba (Spanien) 1:48,51 Minuten
6. Mostafa Smaili (Marokko) 1:48,75 Minuten
Hallen-Weltmeisterschaften 2018 in Birmingham