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Haven Hailu aus Äthiopien hat am vergangenen Sonntag den Osaka Marathon, eine Veranstaltung, die mit dem Platin Label von World Athletics ausgezeichnet ist, gewonnen. Die früher unter dem Titel Osaka Women’s Marathon bekannte Veranstaltung, die erstmals im Rahmen eines Massenevents…


Haven Hailu aus Äthiopien hat am vergangenen Sonntag den Osaka Marathon, eine Veranstaltung, die mit dem Platin Label von World Athletics ausgezeichnet ist, gewonnen. Die früher unter dem Titel Osaka Women’s Marathon bekannte Veranstaltung, die erstmals im Rahmen eines Massenevents über die Bühne ging, wobei der Marathonlauf für die Frauen exklusiv blieb und die Hobbyläuferinnen und Hobbyläufer gemeinsam mit einer Elite über die Halbmarathon-Distanz an den Start gingen, bekam damit erst zum zweiten Mal binnen der letzten acht Jahre einen äthiopischen Sieg. Die 24-Jährige erzielte die zweitschnellste Marathonzeit ihrer Karriere von 2:21:13 Stunden und feierte neben dem Sieg beim Rotterdam Marathon 2022 ihren größten Erfolg.
Von Beginn an nahm eine siebenköpfige Spitzengruppe mit den vier besten Japanerinnen sowie den drei ostafrikanischen Eliteläuferinnen Schwung auf. Nach wenigen Kilometern kam Sayaka Sato, Neunte beim Berlin Marathon 2022, nach einem Kontakt mit ihrer Landsfrau Reia Iwade zu Sturz und verlor an Boden, ehe sie noch vor Halbzeit des Rennens von ihrem Coach mit blutverschmierten Knien aus dem Rennen zitiert wurde. Auch Iwade, die den Sturz ausgelöst hatte, musste zu Boden. Vorne erreichte die Spitzengruppe, aus der auch Mao Uesugi mittlerweile zurückgefallen war, mit der letzten Tempomacherin an der Spitze die Halbmarathon-Zwischenzeit in einer Zeit von 1:09:45 Minuten. Nachdem auch Maurine Chepkemoi das Tempo nicht mehr halten konnte und wenig später ausstieg und die letzte Tempomacherin nach rund 30 Kilometern ihren Dienst beendete, musste ein Dreikampf um den Sieg entscheiden. 1:39:34 Stunden Rennzeit waren nach exakt 30 Kilometer auf der Uhr.
Hailu verlor keine Zeit und attackierte. Ihre Landsfrau Sisay Gola ging mit, die letzte verbliebene Japanerin Yuka Ando konnte nur mehr auf ihren eigenen Rhythmus setzen. Wenige Kilometer später war Hailus Tempodiktat auch für Gola zu hoch. Die 24-jährige Siegerin finishte in einer Zeit von 2:21:13 Stunden, womit sie im Schnitt der letzten drei Siegerzeiten bei diesem Event von den japanischen Topläuferinnen Mizuki Matsuda (zweimal) und Mao Ichiyama, die heuer beide den Tokio Marathon bestreiten werden (siehe RunAustria-Bericht), lag. Gola folgte knapp eine Minute später, Ando erreichte das Stockerl in 2:22:59 Stunden und damit auch noch in einer guten Zeit.
Ganz vergleichbar mit der Vergangenheit sind die Zeiten jedoch nicht, denn durch die Umstrukturierung des Events wurde auf einer neuen Strecke mit Start und Ziel im zentral in Hafennähe gelegenen Osaka Castle Park, der zweitgrößten Grünfläche der Millionenmetropole, ausgetragen. Der Kurs weist einige enge 180°-Kurven auf und beeinhaltet ab Kilometer 25 mehrere hügelige Passagen.
Neben Ando und der viertplatzierten Uesugi hatten auch die Marathon-Debütantinnen Yumi Yoshikawa (5.) und Yuna Daito (8.) sowie die beiden dazwischen klassierten Sairi Maeda, die laut Japan Running News nach rund 30 Kilometern fast durch ein unvorsichtiges Kameramotorrad zu Sturz gerissen wurde, und Chiharu Ikeda Grund zur Freude. Ihre Laufleistungen waren gut genug, so dass das Quartett geschlossen die Qualifikation für die Marathon Grand Championship, das japanische Olympia-Ausscheidungsrennen im Oktober schaffte. Ando und Uesugi hatten den Startplatz dafür bereits vor dem Rennen in der Tasche.
Die Siege in den Halbmarathonläufen gingen an Yohei Ikeda (1:01:29) und Rinka Hida (1:10:10), beide aus Japan.
Marathon der Frauen
Halbmarathon der Männer
Halbmarathon der Frauen
* Marathon-Debüt
** neue persönliche Bestleistung