Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
Wenige Tage vor den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin gehen im nigerianischen Asaba die 21. Leichtathletik-Afrikameisterschaften über die Bühne. Die rund 400.000 Einwohner-Stadt, Hauptstadt des Bundesstaates Delta, liegt im Süden des Landes, direkt am Niger und ist für seine Ölvorkommen bekannt. Die…

Da 2018 keine Leichtathletik-Weltmeisterschaften und keine Olympischen Spiele ausgetragen werden, stellen die Afrikameisterschaften für viele Laufstars neben der IAAF Diamond League ein Haupt-Saisonziel dar. Zahlreiche Stars haben ihr Antreten bereits angekündigt, eine endgültige Entry List ist eineinhalb Tage vor der Eröffnung weder auf der Veranstaltungswebsite noch auf der Website des Afrikanischen Leichtathletik-Verbandes verfügbar. Dass die Qualität bei Afrikameisterschaften insbesondere in den Laufentscheidungen hoch ist, zeigen auch die geforderten Qualifikationslimits. Die Limits waren bei allen fünf Laufentscheidungen der Männer niedrig als jene für die Europameisterschaften in Berlin. Gänzlich anders ist dies bei den fünf Laufentscheidungen bei den Frauen, wo es in Afrika nach wie vor an Leistungsdichte fehlt bzw. der Leistungsunterschied zwischen Athletinnen der führenden Nationen und der weiteren sehr groß ist: Es war wesentlich leichter, sich für die Afrikameisterschaften zu qualifizieren als für die EM.
Großer Star bei den Läuferinnen ist 800m-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Caster Semenya, die vor zwei Jahren bei ihrem Heimspiel in Durban die Goldmedaillen im 800m-Lauf und 1.500m-Lauf abräumte. Abgesehen von Semenyas Dominanz wird auch in den kommenden Tagen das ewig-junge Prestigeduell zwischen Kenia und Äthiopien die Schlagzeilen bestimmen. Im 1.500m-Lauf der Männer kommt es zum mit Spannung erwarteten Duell zwischen Weltmeister Elijah Manangoi und Saison-Dominator Timothy Cheruiyot. Hindernislauf-Olympiasieger und -Weltmeister Conseslus Kipruto versprühte im Vorfeld trotz zuletzt schwächelnden Vorstellungen Optimismus. „Ich bin bereit und werde alles geben“, versprach er vor der Abreise. Der Titel bei den Afrikameisterschaften ist der einzige, der dem 23-Jährigen in seiner internationalen Sammlung noch fehlt. Ebenfalls ihren ersten Kontinentaltitel strebt Weltmeisterin Hellen Obiri im 5.000m-Lauf der Frauen an. Äthiopiens Aufgebot wird angeführt von Superstar Genzebe Dibaba. Die Weltrekordhalterin ist Top-Favoritin im 1.500m-Lauf der Frauen.
Für Kenias Nationalmannschaft begann das Abenteuer Afrikameisterschaften 2018 nicht ideal. Die Athleten konnten den geplanten Anschlussflug in Lagos nicht nehmen und mussten die Nacht in der Millionen-Metropole verbringen, ehe sie sich tags darauf auf den rund 500 Kilometer langen Weg Richtung Asaba machen konnten.
Mittwoch, 1. August um 19 Uhr MEZ: 10.000m-Finale der Männer
Donnerstag, 2. August um 20 Uhr MEZ: 5.000m-Finale der Frauen
Freitag, 3. August um 19 Uhr MEZ: 800m-Finale der Männer
Freitag, 3. August um 19:20 Uhr MEZ: 3.000m-Hindernisfinale der Männer
Freitag, 3. August um 19:55 MEZ: 1.500m-Finale der Frauen
Samstag, 4. August um 20:30 Uhr MEZ: 10.000m-Finale der Frauen
Sonntag, 5. August um 18 Uhr MEZ: 3.000m-Hindernisfinale der Frauen
Sonntag, 5. August um 19:15 Uhr MEZ: 800m-Finale der Frauen
Sonntag, 5. August um 19:30 Uhr MEZ: 5.000m-Finale der Männer
Sonntag, 5. August um 19:55 Uhr MEZ: 1.500m-Finale der Männer
Afrikameisterschaften 2018 in Asaba