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Bei Lauffest am Wörthersee: Erfolge für Vojta und Wutti

Andreas Vojta und Eva Wutti haben beim Wörthersee Marathon die Halbdistanz mit guten sportlichen Leistungen gewonnen. Kärnten feierte eine eindrucksvolle Premiere.
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Der Wörthersee Marathon feierte am vergangenen Sonntag eine stimmungsvolle Premiere: Bei herrlichem Spätsommerwetter verschmolz die Herausforderung der Laufdistanz mit dem Landschaftserlebnis Wörthersee. Das lockere Gefühl des Laufgenusses stand im Vordergrund, der Veranstalter betonte gezielt den Erlebniswert und das Urlaubsfeeling. Im Halbmarathon zeigten Andreas Vojta und Eva Wutti ihre Klasse.

Mit einem abwechslungsreichen Eventprogramm über drei Tage, einer innovativen Ausrichtung des neuen Laufevents und einem ereignisreichen sportlichen Höhepunkt am Sonntag ist dem Wörthersee Marathon eine großartige Premiere gelungen. Rund 8.500 angemeldete Läufer:innen sorgten gleich bei der Erstaustragung dafür, dass die neue Veranstaltung sich in der heimischen Laufszene festgekrallt hat. „Heute ist ein Traum wahr geworden“, strahlte Mario Theissl, Geschäftsführer des Wörthersee Marathon. „Die Idee, einen Marathon rund um den Wörthersee zu begründen, hat mich seit Jahren begleitet.“

Wörthersee Marathon 2026

„Guter Schritt zu einem guten Marathon“

Im Halbmarathon legten Andreas Vojta (team2012.at) und Thomas Messner (KLC) ihre sportlichen Generalproben für den Frankfurt Marathon in vier Wochen ab. Der EM-Teilnehmer von Birmingham, der den Wild Beauty 21K in 1:04:55 Stunden absolvierte, zog ein zufriedenstellendes Fazit: „Der Wettkampf hat genau gepasst. Es sollten am Ende leichte Reserven da sein und es sollte trotzdem ein Tempo sein, das schneller ist als das Marathon-Tempo. Wenn man die etwas wellige Strecke einkalkuliert, ist das exakt nach Plan gelungen – ein guter Kompromiss!“

Auch die Auswertung der Herzfrequenz sowie das Ziel, gegen Wettkampfende etwas zu beschleunigen, brachten positive Erkenntnisse: „Der Wörthersee Marathon war eine Reise Wert – nicht nur aus sportlicher Sicht, sondern auch als Erlebnis. Es war eine wunderschöne Veranstaltung“, so Vojta.

Der 37-jährige Gerasdorfer begibt sich jetzt in den Schlussteil seiner Marathon-Vorbereitung, die zwischen klassischen Intervallen und Tempoläufen für den Umfang konstante Abwechslung bringen wird. Am kommenden Wochenende ist die Teilnahme an den Österreichischen Meisterschaften im 10km-Lauf in Kombination mit einem Trainingslauf geplant.

© Wörthersee Marathon / Jakob Gutschi

Endlich beschwerdefrei

Ein ähnliches Ziel hatte sich Thomas Messner für vergangenen Sonntag gesetzt. Bevor er an die Startlinie zum Halbmarathon trat, hatte er bereits einen Trainingslauf von elf Kilometern in den Beinen, um die Umfänge für seinen Trainingsplan hinsichtlich der Vorbereitung auf den Frankfurt Marathon aufrecht zu erhalten. Die Wettkampfkilometer stimmten den Lokalmatador zuversichtlich, ihm sei genau das gelungen, was er sich vorgenommen hatte: ein kontrollierter, guter Halbmarathon.

Dieser endete nach 1:08:30 Stunden in Velden auf Platz zwei. „Das wichtigste für mich ist, dass ich keine Beschwerden habe, keine Überlastung spüre und den Halbmarathon gut überstanden habe. Dass ich schmerzfrei bin, gibt mir Vertrauen in mich und meinen Körper“, blickt Messner auf seine lange Verletzungspause zurück, aus der er nun einen Ausweg gefunden hat.

© Wörthersee Marathon / Jakob Gutschi

Wörthersee Marathon

Auf Anhieb schaffte es der Wörthersee Marathon zum zweitgrößten Marathon Österreichs hinter dem Vienna City Marathon. Der Veranstalter äußerte sich rundum zufrieden, der Wörthersee Marathon sei mit seiner Premiere zu einem neuen Fixpunkt in der heimischen Marathonszene geworden. „Uns ist ein starker Einstieg gelungen, über den wir uns sehr freuen. Wir haben den Wörthersee Marathon in Österreich und darüber hinaus erfolgreich als außergewöhnliches Straßenlaufevent mit Landschaftserlebnis positioniert. Der Erfolg motiviert uns und unterstreicht gleichzeitig das Potenzial, das in der Veranstaltung liegt“, sagt Kathrin Widu, Geschäftsführerin des Wörthersee Marathon, und Geschäftsführerin des Vienna City Marathon.

Positives Gefühl bei Wutti

Sehr zufrieden mit ihrem ersten Wettkampf nach dem EM-Marathon war auch Eva Wutti (Club RunAustria), die bei ihrem Heimrennen nach 1:15:34 Stunden ins Ziel kam – nur drei Sekunden hinter dem drittplatzierten Paul Plommer in der Männerwertung. Die Kärntnerin absolvierte die Strecke im Tandem gemeinsam mit dem späteren Marathonsieger Leon Fian: „Wir haben uns gut ergänzt, harmonisch abgewechselt und uns gegenseitig motiviert.“

Ähnlich wie Vojta empfand sie die Höhenmeter entlang des Südufers des Wörthersees als nicht so hart wie befürchtet. „Ich bin von Anfang bis Ende sehr konstant durchgelaufen und hatte ein positives Laufgefühl. Aufgrund des Streckenprofils würde ich daher sagen, dass das sicher einer meiner besten Halbmarathons war.“ Die 37-Jährige betonte auch die „sehr schöne Strecke“ und die Stimmung: „Es war keinen einzigen Meter lang langweilig.“ Hinter ihr belegten Theresa Birglechner (TGW Zehnkampf Union, 1:22:04) und Marlies Feichtenhofer (BSG, 1:24:44) die weiteren Plätze.

© Wörthersee Marathon / Jakob Gutschi

Kärntner Siege im Marathon

Die Marathon-Distanz war beim Wörthersee Marathon der teilnahmestärkste Bewerb, ein Unikum in der österreichischen Laufszene. Bei seinem Marathon-Debüt gelang Leon Fian (SV Penk) der Sieg in 2:34:39 Stunden. „Bei meinem ersten Marathon zu gewinnen, und das zuhause, ist unglaublich. Unvergesslich!“, jubelte Fian. Der Physiotherapeut aus Klagenfurt verwies seine Kärntner Laufkollegen Jürgen Kropf (Abenteuer Alpen), Lebensgefährte der Marathon-Siegerin, und Mario Poinsitt (LG St. Paul) auf die weiteren Plätze.

© Wörthersee Marathon / Christopher Ganzi
© Wörthersee Marathon / Christopher Ganzi

Bei den Frauen siegte mit Barbara Bischof (team2012.at) ebenfalls eine Lokalmatadorin in einer Zeit von 2:54:21 Stunden. „Ich könnte weinen vor Glück. Ich bin überwältigt“, freute sich die erfahrene Läuferin. Luca Gazsity aus Ungarn und Vanessa Setz (Vst Laas) blieben als Zweite und Dritte ebenfalls unter drei Stunden. 2.916 Marathonläufer:innen erreichten nach einer Runde um den Wörthersee das Ziel im Klagenfurter Strandbad. Mehr Marathon-Finisher hat auf österreichischem Boden nur der Vienna City Marathon.

Weitere wichtige Straßenlauf-Ergebnisse

🇵🇱 Nur sechs Wochen nach ihrer Sensationsmedaille im EM-Marathon von Birmingham hat Lili Anna Vindics Toth am Sonntag ihr nächstes Husarenstück im Marathon geliefert. Bei der 48. Auflage des Warschau Marathon sicherte sich die 28-jährige Ungarin im Duell mit der Äthiopierin Gelane Senbete den Sieg in einer Zeit von 2:24:48 Stunden und unterbot dabei sowohl den Streckenrekord in der polnischen Hauptstadt als auch den ungarischen Landesrekord von Nora Szabo um über eine Minute. Nie zuvor wurde auf polnischem Territorium ein schnellerer Marathon erzielt. Beim Halbmarathon in Danzig verbesserte die 32-jährige Elzbieta Glinka den fünf Jahre alten polnischen Halbmarathonrekord auf eine Zeit von 1:08:48 Stunden.

🇦🇹 Am vergangenen Sonntag feierte der Neusiedlersee Marathon seine Premiere. Rund 850 Läufer:innen hatten sich den Event angemeldet, 131 finishten die 42,195 Kilometer mit Start und Ziel in Illmitz. Der Deutsche Oliver Sebrantke (2:55:51) und Annika Wanger (3:24:22) erzielten die schnellsten Marathonzeiten. Stargast der Veranstaltung war Julia Mayer (DSG Wien), die einen lockeren Halbmarathon-Trainingslauf machte und eine Freundin zu einer Halbmarathonzeit unter zwei Stunden begleitete. In zwei Wochen hat die ÖLV-Rekordhalterin wieder eigene sportliche Ambitionen: beim Halbmarathon im Rahmen des Graz Marathon.

🇨🇭 Bei den Schweizer Halbmarathonmeisterschaften, die im Rahmen der Laufveranstaltung StraLugano ausgetragen wurden, gingen die Titel an Jonathan Hofer und Fabienne Vonlanthen. Für Hofer, der eine starke Zeit von 1:04:05 Stunden erzielte, war es der erste nationale Meistertitel. Vonlanthen verteidigte ihren Titel in einer Zeit von 1:14:15 Stunden. Die 19-jährige, drittplatzierte Anina Hirzel verbesserte den Schweizer U20-Rekord auf eine Zeit von 1:15:50 Stunden. Die Gesamtsiege gingen an die Kenianer Stephen Njeri (1:03:12) und Hilda Jelagat (1:11:00).

🇮🇹 Italiens mehrfacher Europameister auf unterschiedlichen Distanzen, Yemaneberhan Crippa, hat zum zweiten Mal in Folge den Klassiker Giro al Sas gewonnen. Der 10km-Lauf auf dem engen Rundkurs durch die Altstadt von Trento ist Crippas Heimrennen und fand bereits zum 79. Mal statt. Der Lokalmatador, vor einer Woche guter Siebter bei der Halbmarathon-WM, erzielte eine Zeit von 28:09 Minuten und war deutlich stärker als der Kenianer Brian Kipmwetich und der Äthiopier Telahun Bekele. Es war Crippas letzter Wettkampf vor seinem Start beim New York City Marathon am 2. November.

🇬🇧 Zum bereits vierten Mal hat Eilish McColgan den Vitality London 10,000 gewonnen. Nur zwei Wochen, nachdem die Schottin den Great North Run wegen Blasen auf den Füßen aufgeben musste, siegte sie auf dem 10km-Straßenlaufkurs durch die britische Hauptstadt in einer Zeit von 31:50 Minuten. Der Sieg bei den Männern ging an Kadar Omar Abdullahi in einer Zeit von 29:20 Minuten. Der 30-Jährige ist in Äthiopien geboren und erreichte Großbritannien im Jugendalter als Immigrant.

Autor: Thomas Kofler
Bilder: © Wörthersee Marathon / Jakob Gutschi, Christopher Ganzi

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