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So viele Laufbegeisterte wie nie zuvor haben im Jahr 2025 einen Marathonlauf auf österreichischem Boden bestritten. Dieser Meilenstein ist nur die vorläufige Spitze eines rasant steigenden Interesses an Laufveranstaltungen in den letzten Jahren – mit deutlicher Verjüngung und immer mehr Läuferinnen im Feld.
Vorzeitig geschlossene Anmeldeperioden, Teilnahmerekorde Land auf Land ab. Die Schlagzeilen aus dem Laufjahr 2025 hatten oft mit Zahlen in nie da gewesener Höhe zu tun. Die österreichische Plattform HDSports hat zu Jahresbeginn einen statistischen Überblick geliefert. 15.876 Laufbegeisterte haben im vergangenen Jahr bei einer heimischen Veranstaltung einen Marathon gefinisht, mehr als jemals zuvor. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2002 wurde gleich um rund 2.500 Marathon-Zielankünfte überboten. In die Wertung der HDSports-Studie fielen nur die größten Marathonläufe des Landes in Wien, am Bodensee, Salzburg, Linz, Graz und in der Wachau.
Historisch waren die rund 9.300 Finisher beim Vienna City Marathon, knapp 100 mehr als beim lange währenden Allzeithoch aus dem Jahr 2001. Damals gab es die meisten anderen Marathon-Veranstaltungen in den weiteren Landeshauptstädten noch nicht oder sie steckten in den Kinderschuhen. Einen historischen Veranstaltungsmeilenstein erreichte der Sparkasse 3-Länder-Marathon im Oktober mit erstmals über 2.000 Marathon-Finishern im Fußballstadion von Bregenz.
Der Oberbank Linz Donau Marathon verbuchte erstmals seit Jahren wieder über 1.000 Marathon-Finisher und das insgesamt zweitbeste Resultat der Veranstaltungshistorie, der Kleine Zeitung Graz Marathon übertraf diese Marke zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt. Eine besondere Steigerung von über 60% verzeichnete der PUMA Salzburg Marathon mit dem größten Marathonlauf der 22-jährigen Veranstaltungsgeschichte.
Nicht nur die Finisherzahlen erreichten neue Dimensionen. Gemäß eines weiteren Trends, der international zu beobachten ist, steigt der Frauen-Anteil sukzessive. Erstmals war bei österreichischen Marathons jeder vierte Finisher weiblich (beim 3-Länder-Marathon 30%), im Halbmarathon fast vier von zehn (in Salzburg 45%). Auch die Halbmarathon-Distanz erfreute sich einem Höhenflug: Über 35.000 Halbmarathon-Finisher waren es bei den genannten Events.
Diese Laufbegeisterung gibt es nicht nur in Österreich. In der Addition der 15 größten deutschen Marathonläufe errechnete die HDSports-Studie 107.624 Marathon-Finisher und damit so viele wie seit exakt zwei Jahrzehnten nicht mehr. 13 der 15 Veranstaltungen legten deutlich zu, der BMW Berlin Marathon nahm eine Ausnahmestellung ein. Der größte deutsche Marathonlauf hatte nämlich zum Jubiläum der 50. Austragung im Jahr 2024 den globalen Finisherrekord für Marathonläufe attackiert, der im Folgejahr nicht zu erreichen war.
Dafür stellte der World Marathon Major in der Hauptstadt mit einem Frauen-Anteil von 36% eine deutsche Marathon-Bestmarke auf (7% über dem nationalen Durchschnitt). Beim Mainova Frankfurt Marathon und beim Haspa Hamburg Marathon liefen so viele Marathonläufer:innen wie seit 14 bzw. acht Jahren nicht mehr, der ADAC Hannover Marathon und der Dresden Marathon feierten Teilnahmerekorde bei der Königsdisziplin, dem Uniper Düsseldorf Marathon gelang ein eindrucksvolles Comeback, dem Generali Köln Marathon eine außergewöhnliche Steigerung.
Swiss Running schätzte zu Jahresende rund 550.000 Zieleinläufe bei Schweizer Laufevents und damit eine Steigerung von rund 10% gegenüber dem Vorjahr. Dieser Trend soll auch 2026 weitergehen, so die Beobachtungen. Das größte Schweizer Laufevent war die Course de l’Escalade in Genf Anfang Dezember mit einem neuen Bestwert von über 59.000 Anmeldungen.
Autor: RunUp.eu
Quelle: HDSports.at
Bild: © VCM / Michael Gruber