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Laufen hat ein großartiges Nutzen-Schaden-Verhältnis. Es eignet sich hervorragend zur Reduktion des Risikos, langfristig an zahlreichen schweren Erkrankungen zu leiden, inklusive natürlich jener Erkrankungen wie Schwächen im Herzkreislauf-System oder Diabetes, die direkt mit Bewegungsmangel in Verbindung gebracht werden. Außerdem steigert…


Laufen hat ein großartiges Nutzen-Schaden-Verhältnis. Es eignet sich hervorragend zur Reduktion des Risikos, langfristig an zahlreichen schweren Erkrankungen zu leiden, inklusive natürlich jener Erkrankungen wie Schwächen im Herzkreislauf-System oder Diabetes, die direkt mit Bewegungsmangel in Verbindung gebracht werden. Außerdem steigert das regelmäßige Laufen die allgemeine Lebensqualität und die Lebenserwartung, führt zu einem bewussteren und meist gesünderen Lebensstil mit größerer Selbstzufriedenheit, besseren Wohlbefinden und Schlaf, hält den Bewegungsapparat in Schuss, den Körper jung und länger auf allen Ebenen leistungsfähig (auch geistig) und ist mittlerweile sogar eine flächendeckende Therapiemaßnahme in zahlreichen Krankheitsfällen. Der Einsatz dafür ist ein verhältnismäßig geringer: Laufen ist zeitlich und räumlich effizient umsetzbar, erfordert abseits von Laufschuhen und adäquater Kleidung keinen finanziellen Aufwand und das Risiko durch Laufsport, zum Beispiel Verletzungen oder langfristige körperliche Abnutzung, ist gering, im Verhältnis zum oben genannten Benefit sogar verschwindend gering. In einer Epoche, in der sich der gesellschaftlich durchschnittliche Lebensstil hin zur Bewegungsarmut bewegt und daher schwere Erkrankungen als flächendeckende Volkskrankheiten auftreten, ein mehr als überzeugendes Angebot.

Im tagtäglichen Läuferleben sind die unmittelbaren positiven Auswirkungen des Laufens auf das Immunsystem kurzfristig oft bedeutender als den langfristige gesundheitliche Benefit. Überhaupt in der kalten Jahreszeit. Studien zeigen, dass insbesondere in Städten Menschen heutzutage im Herbst und Winter häufiger an Erkältungen leiden als noch vor zehn Jahren. Sportlich aktive Menschen sind erwiesenermaßen seltener krank und weniger anfällig für Grippen, Erkältungen und andere gesundheitliche Stolpersteine, die typisch für den Winter sind. Denn regelmäßige sportliche Bewegung, besonders im Freien, stärkt die Immunabwehr des Körpers nachhaltig. Der Nachteil durch das so genannte „Open Window“, das Sportler während und kurz nach der körperlichen Betätigung anfälliger für Krankheitserreger macht, steht nicht im Verhältnis zum Benefit. Insbesondere deshalb, da dieses offene Fenster durch die gezielte Einnahme von Nährstoffen (Vitamine, Mineralien), aber auch eine ausreichende Menge an Kohlenhydraten und Flüssigkeit eingeengt werden kann. Neben der richtigen Ernährung garantiert auch eine adäquate Kleidung beste Unterstützung für das Immunsystem.
Viele Laufbegeisterte stehen, sofern ein viraler oder bakterieller Angriff auf den Körper dennoch gelingt, vor der wichtigen Frage: Laufpause oder trotzdem Laufen? Handelt es sich um eine leichte Erkältung mit Schnupfen und/oder Halsweh, spricht prinzipiell nichts gegen eine Fortführung der Laufaktivitäten. Reduzierte Intensität oder reduzierter Umfang schützt vor dem geringen Restrisiko. Studien zeigen aber, dass ein Schnupfen die Leistungsfähigkeit nicht einschränkt. Bei einer Grippe, begleitet von Fieber, Schüttelfrost, starkem Husten, Erschöpfung oder Gliederschmerzen, ist dagegen ein Lauf-Stopp ein absolutes Muss. Jegliche Anstrengung würde den erfolgreich verlaufenden Kampf des Körpers gegen die Krankheitserreger schwächen. Im schlimmsten Fall könnte eine Schwächung des Herzes eine dramatische und im Extremfall lebensgefährliche Folge sein, wenn trotz eines Infektes höchste sportliche Leistungen abgerufen werden. Besonders gefährlich ist der Einsatz von Medikamenten als „Legitimation“ für Laufen trotz Erkrankung – im Krankheitsfall ist nur eine Laufpause sinnvoll und risikoarm, gefolgt von einem sachten Wiedereinstieg nach vollständiger Erholung, für die der Körper mit etwas Geduld alleine sorgt.
Die kalten Temperaturen spielen übrigens keinen Einfluss auf eine erhöhte Erkrankungsgefahr. Denn entgegen eines verbreiteten Volksglaubens hassen Viren und Krankheitserreger die Kälte. Bis zu Temperaturen von -10°C ist Laufen im Freien unbedenklich. Ist die Luft noch kälter, würde die Luft bei der Atmung die Bronchien reizen, weil die Vorwärm- und Befeuchtungsfunktion in der Nase nicht effektiv genug arbeiten kann. Wichtig ist, den Körper vor den Temperaturen mit wärmender Kleidung zu schützen, auf den guten Halt durch die Laufschuhe bei rutschiger Straße und die Sichtbarkeit im Dunkeln zu achten.