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Der RunAustria-Bericht über den 1.500m-Lauf der Männer: Hattrick für Lewandowski nach Ingebrigtsen-Disqualifikation
„Ich war super nervös, schließlich ist das meine erste große internationale Meisterschaft bei den Erwachsenen. Ich war bis hinter der Ziellinie unentspannt, aber jetzt bin ich überglücklich“, kommentierte die Siegerin. Ihr Gesichtsausdruck bei der Siegerehrung wechselte zwischen Schüchternheit und breitem Grinsen. Es war ein guter Tag für den britischen Laufsport. Denn mit Verity Ockenden, ebenfalls persönliche Bestleistung von 8:46,60 Minuten, lief eine weitere Britin als Dritte auf das Podest. „Danke an Amy, ohne ihre Tempoarbeit wäre ich nicht am Stockerl“, sagte die 29-Jährige über ihren größten sportlichen Erfolg bisher, den sie nach einer gelungenen Hallensaison feiert. In den Jahren 2017 und 2019 hatten die Britinnen Eilish McColgan und Melissa Courtney-Bryant für die Bronzemedaillen bei den Muir-Siegen gesorgt. Zwischen die beiden drängte sich die Französin Alice Finot, die sich auch über eine persönliche Bestleistung von 8:46,54 Minuten freute, um sechseinhalb Sekunden. „Ich bin super schnell gelaufen. Ich habe von dieser Medaille geträumt, sie visualisiert, sie vorbereitet. Ich verspüre gerade eine Explosion der Gefühle“, jubelte die Französin. Das Erstaunliche: Die 30-Jährige wäre gestern im Vorlauf fast rausgeflogen und qualifizierte sich als Letzte (vor den beiden Disqualifikationen) gerade so über die Zeitregel für den Finallauf, den sie mit einer Silbermedaille um den Hals beendete. Eine französische Medaille hat es beim seit 1982 ausgetragenen 3.000m-Lauf der Frauen in Rahmen von Hallen-Europameisterschaften noch nie gegeben.
Die Qualität des Starterfeldes ließ nicht unbedingt ein superschnelles Rennen erwarten, aber die Israelin Selamawit Bayoulgn spannte sich in die Rolle der Tempomacherinnen und sorgte für ein konstant hohes Tempo mit Rundenzeiten knapp über 35 Sekunden. Das führte zur für Meisterschaftsrennen untypischen Charakteristik, dass es fast keine Positionskämpfe gab. Amelia Quirk und Maureen Koster spannten sich in den Windschatten der Führenden, Finot und Ockenden folgten. Erst 500 Meter vor dem Ziel kam mit einer Bewegung ins Feld, als Maureen Koster die Initiative zu übernehmen versuchte. Als eine Runde später sich die Britinnen geschlossen an die Spitze orientierte und die Holländerin in ihrem bereits Anstrengung verratenden Gesichtsausdruck offenbarte, in diesem Moment möglicherweise zu erkennen, dass sie an diesem Abend die erhoffte Goldmedaille nicht gewinnen konnte, folgte ein Moment der Unaufmerksamkeit. Die 28-Jährige kam ins Stoplern, versuchte sich zu retten, was nicht gelang. Sie kam zu Sturz, neigte sich aber nach rechts, womit sie der schwedischen Medaillenanwärterin Meraf Bahta das Rennen kaputt machte. Die gebürtige Eritreerin verlor den Anschluss an die Top-Drei und musste sich am Ende mit Rang vier zufrieden geben. Genau wie vor vier Jahren in Belgrad über 1.500m.
In der stabil aufgereihten Kette lag Deutschlands einzige Finalistin Elena Burkard das gesamte Rennen über auf Rang acht oder neun. Sie konnte das hohe Tempo des Feldes gut mitgehen und finishte in einer Zeit von 8:51,09 Minuten auf dem siebten Platz – fünfeinhalb Sekunden schneller als im Vorlauf, in dem sie bereits eine persönliche Bestleistung aufgestellt hatte. Ein aus individueller Sicht gelungener Ausflug nach Torun für die Hindernislauf-Spezialistin. „Es hat Spaß gemacht“, wird sie auf der Website des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zitiert.
Der RunAustria-Bericht über den 1.500m-Lauf der Männer: Hattrick für Lewandowski nach Ingebrigtsen-Disqualifikation
Gold: Amy-Eloise Markovc (Großbritannien) 8:46,43 Minuten *
Silber: Alice Finot (Frankreich) 8:46,54 Minuten *
Bronze: Verity Ockenden (Großbritannien) 8:46,60 Minuten *
4. Meraf Bahta (Schweden) 8:48,78 Minuten **
5. Amelia Quirk (Großbritannien) 8;48,82 Minuten *
6. Selamawit Bayoulgn (Israel) 8:49,13 Minuten
7. Elena Burkard (Deutschland) 8:51,09 Minuten *
8. Lucia Rodriguez (Spanien) 8:53,90 Minuten *
9. Nataliya Strebkova (Ukraine) 8:54,18 Minuten *
10. Viktoria Wagner-Gyürkes (Ungarn) 9:02,81 Minuten
11. Mariana Machado (Portugal) 9:19,61 Minuten
DNF Maureen Koster (Niederlande)
*neue persönliche Bestleistung
*Saisonbestleistung
Hallen-EM 2021 in Torun
European Athletics