Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
Vier Tage nach einem guten Wiedereinstieg beim Diamond-League-Meeting in Zürich nach einer Erkrankung hat Selina Büchel bei der Gala dei Castelli in Bellinzona ihr großes Saisonziel, das WM-Limit von Doha (2:00,60) deutlich verpasst und damit in einer bis dato alles…



Büchels Traum vom Limit geriet bereits in der ersten Rennhälfte in den Bereich der Unmöglichkeit. Zwar lief die lokale Pacemakerin wie gewünscht schnell an, doch an der Spitze des Feldes wollte keine Läuferin das Tempo mitgehen, womit die Gruppe erst nach rund 59 Sekunden auf die zweite Runde ging. Büchel klebte wie immer bei ihren Saisonauftritten 2019 auf der Innenbahn und war relativ handlungsunfähig. In der letzten Kurve verlor sie einige Positionen gegenüber außen vorbeiziehenden Konkurrentinnen, aus einer grottenschlechten Position war im Endspurt nichts mehr zu reparieren. Stand jetzt kann sich die zweifache Hallen-Europameisterin noch Hoffnungen machen, über eine IAAF-Einladung im Rahmen des Auffüllens der Starterfelder noch ins WM-Feld zu rutschen, da verhältnismäßig wenige Läuferinnen bisher das WM-Limit geknackt haben. Hoffmann, die vor der Kurve noch hinter Büchel lag, obwohl sie entlang der Gegengerade versuchte auf der Außenbahn aktiv nach vorne zu laufen, machte es besser, fand eine Lücke und holte sich auf der Innenbahn den vierten Platz – immerhin zwei Positionen besser als die amtierende Hallen-Europameisterin Shelayna Oskan-Clarke, die an diesem Abend enttäuschte. Die dritte Schweizerin, Delia Sclabas kam als Elfte und Letzte ins Ziel – der 18-Jährigen ist die lange Wettkampfsaison mit den Junioren-Europameisterschaften als Höhepunkt anzumerken.
An der Spitze setzte sich Eunice Sum frühzeitig in der zweiten Runde von der Konkurrenz ab und verteidigte die Spitzenposition bis zur Ziellinie ohne Probleme. Die Kenianerin, die auch am Donnerstag in Zürich voranlag, verwies in einer Zeit von 2:00,94 Minuten die US-Amerikanerin Ce’Aira Brown (2:01,57), die erst ihr zweites internationales Rennen 2019 bestritt, und Malika Akkaoui aus Marokko (2:01,85) auf die weiteren Plätze.
Die zweite Laufentscheidung des Abends auf der neuen Bahn im Stadio Communale war eine unharmonische. Tempomacher Elhassane Moujahid aus Marokko riss das Feld in der ersten Runde deutlich auseinander, nach langsameren zweiten und dritten Runden stauchte sich das Feld wieder zusammen und es kam nach 1.500 Metern zum Endspurt auf breiter Front. Der US-Amerikaner Sam Prakel, Sechster der diesjährigen Trials, hatte in einer Zeit von 3:37,59 Minuten das beste Ende für sich und verwies die Marokkaner Soufiyan Bouqantar und Fouad El Kaam auf die weiteren Plätze. Die US-Amerikaner Joahn Gregorek und Ben Blankenship erzielten die Plätze vier und sieben, der britische Sensationsmeister Neil Gourley wurde in einer Zeit von 3:37,98 Minuten Fünfter. Bester Europäer war der Tscheche Filip Sasinek auf Rang sechs.
Ausgezahlt hat sich das Rennen auch für die Schweizer Jonas Raess (3:40,52) und Luca Noti (3:43,28), die beide persönliche Bestleistungen erzielten.
Gala dei Castelli