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Caroline Bredlinger beendete ihren Vorlauf, den ersten von sechs in der chronologischen Reihenfolge, heute Mittag in der WM-Arena von Torun in einer Zeit von 2:01,73 Minuten auf dem vierten Platz. Bis zum letzten Vorlauf durfte sie sich Resthoffnungen auf eine Halbfinalqualifikation über die Zeitregel machen, letztendlich reichte ihre Zeit aber nicht für den Aufstieg.
„Natürlich bin ich jetzt im ersten Moment ziemlich enttäuscht, weil ich mir schon etwas mehr erhofft hatte“, sagte Caroline Bredlinger (LT Bgld Eisenstadt) in ihre ersten Reaktion. Als positives Zeichen nehme sie mit, nach einem schwierigen Winter doch noch in guter Form eine ansprechende Leistung beim Saison-Höhepunkt gezeigt zu haben. „Carolines Lauf war nicht ganz optimal, sie war leider zu viel auf Bahn zwei unterwegs“, analysierte ihre Trainerin und Mutter Ursula streng. „Vielleicht war sie etwas zu vorsichtig und hätte zwischendurch einmal versuchen sollen, nach vorne zu gehen.“
Die Österreicherin startete gleich im ersten Vorlauf, der von der haushohen Favoriten auf die Goldmedaille, Keely Hodgkinson, angeführt wurde. Die Engländerin schlug jedoch nicht das von den anderen erhoffte, hohe Tempo an, um einen potenziellen Vorteil für die Finalqualifikation über die Zeitregel zu bekommen. Anstatt dessen zeigte die Olympiasiegerin nach der Durchgangszwischenzeit von 1:00,06 Minuten eine gleichmäßige Leistung in beiden Rennhälften und gewann den Vorlauf in moderaten 2:00,32 Minuten – freilich souverän.
„Keely war leider etwas langsamer als wir alle erwartet hatten. Aber sie zu attackieren, macht halt auch keinen Sinn. Erstens lässt sie sich sowieso nicht überholen und zweitens hätte man dafür später bezahlt“, so Bredlinger.
Die Burgenländerin hielt sich das gesamte Rennen an dritter Stelle, direkt im Rücken von Valentina Rosamilia. Aus einer, nach einer etwas unrunden, weil von Erkältungen unterbrochenen Wintersaison, Außenseiterrolle heraus befand sich die Österreicherin vor der Schlussphase in einer aussichtsreichen Position für ein Duell um den zweiten Platz, der zum Direktaufstieg ins Halbfinale gereicht hätte. Doch die 24-Jährige konnte den Schritt der Schweizerin auf den letzten 100 Metern nicht halten und verlor überdies noch den Zweikampf gegen Nina Vukovic um den dritten Platz.
Mit der Kroatin hatte die Burgenländerin zuletzt in deren Heimatland trainiert. Auch für Vukovic reichte es mit einer Zeit von 2:01,53 Minuten letztlich nicht fürs Hablfinale. Sieben Hundertstelsekunden fehlten ihr, nachdem die Vorläufe fünf und sechs wenig überraschend mit schneller Tempogestaltung über die Bühne gingen.
Zwei Läuferinnen schafften heute Mittag eine Zeit unter zwei Minuten: die Italienerin Eloisa Coiro als Siegerin des letzten und die Schweizerin Audrey Werro als Siegerin des fünften Vorlaufs. Die polnischen Hoffnungen lagern auf den Schultern von Anna Wielgosz, die die viertschnellste Zeit in der Summe erreichte. Hodgkinson stieg als Gesamt-Sechste in das Halbfinale auf, welches morgen Mittag über die Bühne geht.
Überraschungen lieferten die Norwegerin Pernille Karlsen Antonsen mit einem nationalen Hallenrekord von 2:00,77 Minuten sowie die Australierin Hayley Kitching. Nicht mehr im Rennen sind neben Bredlinger auch beide Kenianerinnen, Gladys Chepngetich und Rosemary Longisa.
Autor: Thomas Kofler
Bilder: © ÖLV / @amri.sports