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CAS bestätigt Russlands Sperre, halbiert sie aber

Russlands Berufung gegen die vierjährige Sperre von allen globalen Sportereignissen beim Obersten Internationalen Sportgerichtshof (CAS) hat einen kleinen Teilerfolg gebracht. Die Richter in der Schweiz bestätigten die von der Welt Anti Doping Agentur (WADA) ausgesprochene Sperre als Sanktion gegen den…

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Russlands Berufung gegen die vierjährige Sperre von allen globalen Sportereignissen beim Obersten Internationalen Sportgerichtshof (CAS) hat einen kleinen Teilerfolg gebracht. Die Richter in der Schweiz bestätigten die von der Welt Anti Doping Agentur (WADA) ausgesprochene Sperre als Sanktion gegen den Datenmanipulationsversuch aus dem Moskauer Anti-Doping-Labor in den Aufklärungsermittlungen gegen den russischen Dopingskandal, verkürzten die Lauflänge aber um die Hälfte. Bei der WADA zeigte man sich dennoch nicht unzufrieden: „Dieses Urteil ist ein wichtiger Moment für den sauberen Sport und die Athleten in aller Welt“, sagt WADA-Präsident Witold Banka, der die Entscheidung der Verkürzung akzeptierte, eine Sperre über vier Jahre allerdings nach wie vor als „angemessen und vernünftig“ erachtet.
Die Sperre trat mit dem gestrigen Datum des Urteils in Kraft, weswegen die russische Sportnation die Olympischen Spiele 2021 und 2022, die Leichtathletik-Europameisterschaften 2022 sowie die Europameisterschaften 2021 und Weltmeisterschaften 2022 unter dem Hallendach verpassen wird. Auch bei der Fußball-WM 2022 dürfte Russland selbst im Qualifikationsfalle nicht startberechtigt sein, zumindest nicht im intendierten Sinne als russische Nationalmannschaft. Sportlerinnen und Sportler, die nachweisen können, unbelastet zu sein und weitere Bedingungen erfüllen, dürfen in diesem Zeitraum unter neutraler Flagge an den Start gehen. Im genannten Zeitraum in Russland geplante internationale Großereignisse benötigen einen Ersatzort.
Der Leichtathletik-Weltverband (World Athletics) bemerkte, dass das Urteil der konsequenten Haltung von World Athletics seit dem Jahr 2016 folgt. Unterschiedliche Reaktionen kamen aus Russland. Während der neue Chef der russischen Anti-Doping-Agentur (RUSADA), Mikhail Bukhanov von einem „Sieg für Russland“ sprach, nannte Stanislav Pozdnyakov, Präsident des russischen Olympischen Komitees (ROC), den Ausschluss von russischen Funktionären inklusive des russischen Präsidenten Vladimir Putin von den Olympischen Spielen als „inakzeptabel“. Die RUSADA muss eine Strafe in Höhe von 82.000 Euro an die WADA zahlen, weniger als 10% der Sanktion in der Anklage. Diverse Präsidenten der Nationalverbände sprachen davon, dass das Urteil schlimmer hätte ausfallen können.

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