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Der US-Amerikaner Cass Elliott, seit drei Jahren in Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft, strebt nach einer Startberechtigung für Österreich bei internationalen Meisterschaften. Der entsprechende Antrag auf einen Nationenwechsel liegt beim Leichtathletik-Weltverband.
Bei der Track Night Vienna am 20. Juni werden viele von Österreichs Spitzenläuferinnen und Spitzenläufer ihr Stelldichein geben, nicht nur wegen des Heimspiels, sondern auch, weil die Staatsmeisterschaften im 5.000m- und 3.000m-Hindernislauf in das World Athletics Continental Tour Meeting (Challenger) eingegliedert sind. Die heimische Aufmerksamkeit könnte aber erstmals auch einen 26-jährigen US-Amerikaner mit österreichischem Pass erreichen: Cass Elliott, der im 800m-Lauf an den Start geht.
Nach Abschluss eines Soziologiestudiums an der University of Washington zog es Elliott Ende letzten Jahres nach Europa. Er dockte im M11 Track Club unter Cheftrainer Trevor Painter im englischen Manchester an, jene Gruppe, in der auch Olympiasiegerin Keely Hodgkinson trainiert. Ende Mai lief Elliott bei der Langen Laufnacht in Karlsruhe in einer Zeit von 1:46,17 Minuten ins Ziel, seine Saisonbestleistung. Davor war er bereits bei einem Meeting in Brüssel dabei, im Winter bestritt er Wettkämpfe in Belgien und Frankreich.
Karlsruhe war das fünfte Mal, dass der möglicherweise Zukunftsösterreicher unter dem ÖLV-Rekord von Michael Wildner (1:46,21) geblieben ist. Denn viermal hat der 26-Jährige in den Jahren 2024 und 2025 die 1:46 Minuten bereits geknackt.
Cass Elliott ist bereits seit drei Jahren in Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft. Seine Großeltern stammen aus Österreich und sind nach Tacoma in der Nähe von Seattle in den Nordwesten der USA ausgewandert. Der Athlet hat sich nun dazu entschieden, zukünftig für rot-weiß-rot an den Start gehen zu wollen.
Ein Ansuchen des Österreichischen Leichtathletik-Verband (ÖLV) auf einen Nationenwechsel bei World Athletics liegt vor, wie Olaf Brockmann berichtet. Wie lange ein Nationentransfer dauern wird, steht in den Sternen – denn Elliott hat als Junior einmal die USA bei Panamerikanischen U20-Spielen vertreten.
Autor: Thomas Kofler
Quelle: Olaf Brockmann
Bild: © Jan Figueroa