Enter your email address below and subscribe to our newsletter

Cordula Lassacher überzeugt beim VCM-Winterlauf

Mit Spitzenleistungen haben Cordula Lassacher und Larissa Matz beim Vienna Calling Halbmarathon aufgezeigt. Bei den Männern lief Andreas Vojta souverän zum Sieg.
Weiterlesen

Share your love

Optimale äußere Laufbedingungen, eine bekannt schnelle Strecke entlang der Prater Hauptallee mit Start auf der Reichsbrücke und motivierte heimische Läuferinnen: Mit diesen perfekten Zutaten schrieben Cordula Lassacher und Larissa Matz die ÖLV-Bestenliste im Halbmarathon um – beide erzielten deutliche persönliche Bestleistungen. Bei den Männern gelang Andreas Vojta ein solider Testlauf auf dem Weg zum Vienna City Marathon am 19. April.

Groß war der Jubel in den Sekunden der Zielüberquerung bei Cordula Lassacher (Atus Knittelfeld). Um sage und schreibe vier Minuten pulverisierte sie ihre persönliche Halbmarathon-Bestleistung, aufgestellt an gleicher Stelle vor einem Jahr bei allerdings ungleich schwierigeren Bedingungen. „Ich habe gewusst, dass ich in guter Form bin. Das Rennen war echt schnell. Ich bin sehr froh, dass alles so aufgegangen ist.“ Mit einer Zeit von 1:12:15 Stunden belegte sie Platz zwei beim Vienna Calling Halbmarathon, den viele gestern als Generalprobe für den Vienna City Marathon absolviert haben.

Vienna Calling Halbmarathon 2026


Ihr Quantensprung ist auch durch ihre starke Entwicklung im letzten Jahr und ihr noch junges Alter von 22 Jahren erklärbar, mit einer ÖLV-Bestleistung im 15km-Lauf beim 2. VCM Winterlauf vor sechs Wochen hatte die Steirerin ihr Potenzial bereits angedeutet. Nun liegt sie auf Position drei der ewigen ÖLV-Bestenliste, gerade einmal eine gute Minute hinter dem österreichischen Rekord von Julia Mayer. Nach einem gelungenen Saisonaufbau und einem ersten großen Highlight will sich Lassacher nun aber wieder den kürzeren Distanzen widmen. Auch beim Vienna City Marathon, wo sie beim Vienna 5K an den Start gehen möchte.

© VCM / Roman Pfeiffer

Zwei Österreicherinnen in den Top-Drei

Die 22-jährige Lassacher setzte mit ihrer auf einem konstanten Tempo über die Gesamtdistanz aufgebauten Leistung auch ein Statement in der österreichischen Laufszene. In Abwesenheit von Rekordhalterin Mayer, die sich gegenwärtig auf den Linz Marathon vorbereitet (siehe RunUp.eu-Bericht), war sie die schnellste Österreicherin des Tages noch vor Larissa Matz (ULC Riverside Mödling). Die Universiade-Teilnehmerin im vergangenen Sommer startete hochmotiviert ins Rennen und lag lange Zeit vor Lassacher. Zum Schluss wurden die Beine schwer, mit einer Zeit von 1:12:41 Stunden gab es immer noch eine persönliche Bestleistung um deutlich mehr als eine Minute. „Am Ende war es hart, aber insgesamt kann ich zufrieden sein“, so die nun in der ÖLV-Bestenliste Fünftplatzierte.

Die ewige ÖLV-Bestenliste im Halbmarathon

  • 1:11:09 Stunden – Julia Mayer (Barcelona 2024)
  • 1:11:34 Stunden – Andrea Mayr (Linz 2015)
  • 1:12:15 Stunden – Cordula Lassacher (Wien 2026)
  • 1:12:33 Stunden – Susanne Pumper (Wien 2007)
  • 1:12:41 Stunden – Larissa Matz (Wien 2026)
  • 1:13:23 Stunden – Anita Baierl (Berlin 2015)
  • 1:13:25 Stunden – Eva-Maria Gradwohl (Wien 2003)
  • 1:13:42 Stunden – Anna Haderer (Wels 1996)
  • 1:14:15 Stunden – Sandrina Illes (Linz 2022)
  • 1:14:24 Stunden – Kate Allen (Wien 2006)

Auch Siegerin Fabienne Vonlanthen war nach dem Rennen überglücklich. Eine Woche nach ihrer persönlichen Bestleistung über 10 Kilometer, aufgestellt in Payerne, verbesserte sie in Wien ihre Halbmarathon-Bestzeit auf eine Zeit von 1:10:48 Stunden und sprang auf Position sechs der ewigen Schweizer Bestenliste. „Die Bedingungen, die Strecke, die Stimmung – alles war perfekt heute“, so die 32-Jährige, die mit dieser Leistung wichtige Weltranglistenpunkte für ihr Ziel, im Sommer den EM-Marathon in Birmingham zu bestreiten, sammelte.

© VCM / Roman Pfeiffer

Formtest für Vojta

Bei den Männern legte Andreas Vojta (team2012.at) vom ersten bis zum letzten Schritt alleine an der Spitze laufend einen Tempolauf wie nach Plan hin. Der Routinier hielt das Tempo von drei Minuten pro Kilometer bis zum Schluss und finishte in 1:03:31 Stunden als Sieger. „Es war eine sehr gute Standordbestimmung. Die Form stimmt und bis zum Marathon soll es noch vorwärts gehen“, so der 35-Jährige, der in Vorbereitung des diesjährigen Vienna City Marathon die höchsten Umfänge seiner bisherigen Karriere trainiert – viele fordernde Kilometer davon bei einem Trainingslager in Kenia.

© VCM / Roman Pfeiffer

Der Osttiroler Simon Wieser (LSV 1990 Kitzbühel) überraschte mit Platz zwei in 1:06:38 Stunden vor Mario Bauernfeind (Proteam Vienna), der sich in 1:07:10 Stunden den Wiener Landesmeistertitel im Halbmarathon holte. Der 34-Jährige war nicht in Top-Verfassung, nachdem ihn zuletzt eine Erkrankung zurückgeworfen hat.

3. VCM Winterlauf

Neben dem Halbmarathon standen im Rahmen des dritten und letzten VCM Winterlaufs noch ein 10km-Lauf, ein 5km-Lauf und eine Meile für Kinder und Jugendliche auf dem Programm. Über 10 Kilometer gewann Thomas Messner (KLC) in 30:11 Minuten vor Felix Geieregger (Run2gether, 30:45 Minuten). Für den Kärntner war es das Comeback nach einer längeren Zeit mit physischen Problemen. Bei den Frauen verwies Nicole Bauer (ULC Riverside Mödöling) in einer deutlichen persönlichen Bestzeit von 34:28 Minuten ihre Vereinskollegin Lena Millonig um über eine Minute auf den zweiten Platz.

© VCM / Roman Pfeiffer

Mit 2.339 Läufer*innen im Ziel, davon 1.317 beim Vienna Calling Halbmarathon, feierte der Vienna City Marathon einen neuen, ewigen Winterlauf-Teilnahmerekord. Die Winterlaufserie wird seit 2009 durchgeführt.

Autor: Thomas Kofler
Bilder: © VCM / Roman Pfeiffer

Share your love