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Der 25-jährige italienischer Rekordhalter auf diversen Laufdistanzen hatte die Attacke auf den Europarekord von Jimmy Gressier (13:18) im Vorfeld angekündigt und seinen Worten Taten folgen lassen. In einer Zeit von 13:14 Minuten blieb er um vier Sekunden unter der alten Rekordmarke und sechs Sekunden unter der eigenen Bestleistung, die er zu Silvester 2020 bei der Sonderausgabe des BOclassic in seiner Heimatregion gelaufen ist. Für Yemaneberhan Crippa war die Leistung in Herzogenaurach die zweite bemerkenswerte des Jahres nach dem italienischen Halbmarathonrekord in Neapel, als er sich mit einer Zeit von 59:26 Minuten auf Rang zwei der ewigen europäischen Bestenliste geschoben hat. „Es ist etwas Besonderes für mich, logisch, schließlich ist es mein erster Europarekord. Das Rennen lief ungefähr so, wie ich es erwartet hatte“, wird er auf der Website des Italienischen Leichtathletik-Verband (FIDAL) zitiert. Dort verwies Crippa darauf, dass das Resultat Folge eines gelungenen Trainingslagers in Marokko mit vielen qualitativ hochwertigen Trainingseinheiten sei. „Ich gebe zu, ich bin auf den Geschmack gekommen, auf der Straße zu laufen. Aber ab jetzt konzentriere ich mich voll auf die Bahn.“ Crippa plant einen Doppelstart auf den langen Distanzen bei den Europameisterschaften von München.
Bemerkenswert an Crippas Leistung war auch, dass er Top-Leute wie den Kenianer Jacob Krop oder den zweifachen 5.000m-Weltmeister Muktar Edris hinter sich ließ. Als Siebter finishte er mitten in der Verfolgergruppe, an der Spitze wurden Weltklasseleistungen abgeliefert. Yomif Kejelcha markierte in einer Zeit von 12:53 Minuten die viertschnellste je auf dieser Distanz erzielte und liegt nun hinter Weltrekordhalter Berihu Aregawi und 5.000m-Olympiasieger Joshua Cheptegei auf Rang drei der ewigen Weltbestenliste von World Athletics. Mit einem neuen kenianischen Landesrekord ist Nicholas Kimeli dort Vierter. In einer Zeit von 12:55 Minuten blieb er als Zweiter in Herzogenaurach fünf Sekunden unter der alten Bestmarke von Sammy Kipketer, die fast 20 Jahre als schnellster 5km-Lauf der Welt gegolten hat.
Nicht ganz in die Regionen der schnellsten 5km-Zeiten der Historie konnte Senbere Teferi vorstoßen. Die Äthiopierin lief in einer Zeit von 14:37 Minuten im Alleingang zum Sieg, blieb damit um acht Sekunden über ihrer Vorjahreszeit, die zwischenzeitlich als Weltrekord galt (noch immer nicht von World Athletics ratifiziert, wie der DLV vermerkt). Zweite wurde ihre international noch unbekannte Landsfrau Medina Eisa, die gerade einmal 17 Jahre alt ist. Ihr folgte der kenianische Routinier Mercy Cherono über die Ziellinie.
Einen erwarteten italienischen Landesrekord markierte Nadia Battocletti als Sechste. In einer Zeit von 15:13 Minuten blieb sie 32 Sekunden unter der bisherigen Bestmarke der früh verstorbenen, ehemaligen Langzeit-Streckenrekordhalterin beim Vienna City Marathon, Maura Viceconte. Als Viceconte ihre beiden Läufe in einer Zeit von 15:45 Minuten kurz nach der Jahrtausendwende schaffte, war Battocletti gerade auf der Welt. Die beiden deutschen Teilnehmerinnen Miriam Dattke und Rabea Schöneborn liefen persönliche Bestleistungen von 15:47 bzw. 15:55 Minuten.
Eine der Topleistungen des Samstagvormittags am Unternehmensstandort von adidas erzielte der ehemalige Halbmarathon-Weltrekordhalter Kibiwott Kandie aus Kenia. Der 25-Jährige gewann den 10km-Lauf in einer Zeit von 26:50 Minuten und liegt nun auf Rang vier der ewigen Bestenliste im 10km-Straßenlauf. Hinter ihm kamen Sebastian Kimaru (26:54) und Rodrigue Kwizera (26:56) ins Ziel, die nun auf den Positionen fünf und sechs der ewigen Bestenliste rangierten. Weltrekordhalter Rhonex Kipruto musste sich in 26:58 Minuten mit Rang vier zufrieden geben. Nie zuvor waren in einem 10km-Rennen fünf Läufer unter 27 Minuten geblieben, im Vorjahr in Herzogenaurach waren es zwei.
Bei den Frauen siegte Fantaye Belayneh, frisch gebackene äthiopische Meisterin im 5.000m-Lauf, in einer Zeit von 30:24 Minuten. Hinter der 21-Jährigen, die zuvor noch nie einen 10km-Lauf absolviert hat, kamen die Kenianerinnen Joyce Tele und Sheila Chepkirui, die als Favoritin ins Rennen gegangen war, ins Ziel. Die Türkin Yasmin Can verpasste als 14. ihre persönliche 10km-Bestzeit um drei Sekunden.
Die Siege in den Halbmarathonläufen gingen an Mathew Kimeli aus Kenia, der in einer Zeit von 59:30 Minuten einen kenianischen Vierfachsieg anführte, und die ehemalige Mittelstreckenläuferin Tigist Assefa aus Äthiopien, die sich in 1:07:28 Stunden vor der Kenianerin Rosemary Wanjiru und ihrer Landsfrau Ftaw Zeray durchsetzte.
5km-Lauf der Männer
5km-Lauf der Frauen
10km-Lauf der Männer
10km-Lauf der Frauen
Halbmarathon der Männer
Halbmarathon der Frauen
* neue persönliche Bestleistung
** neuer kenianischer Landesrekord
*** neuer Europarekord
**** neuer italienischer Landesrekord