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Nachdem ihm im vergangenen Jahr der Durchbruch in die Weltspitze gelungen ist und er zu Jahresbeginn einige gute Straßenlauf-Ergebnisse verzeichnen konnte, rollte die neue Freiluft-Bahnsaison für Dominic Lobalu etwas beschwerlich an. Nach dem siebten Platz bei der Vienna Track Night über 5.000m Mitte Juni hat der seit einigen Jahren in der Schweiz lebende Flüchtling aus dem Südsudan am gestrigen Donnerstagabend bei Spitzen Leichtathletik in Luzern, ein Meeting der World Athletics Continental Tour (Silber), seinen ersten Sieg in dieser Saison eingefahren. In einer Zeit von 7:37,98 Minuten setzte er sich in einem gutklassigen 3.000m-Lauf, angetrieben vom lautstarken Publikum, nicht nur knapp gegen den starke US-Amerikaner Olin Hacker (7:38,10) durch, sondern verbesserte auch den acht Jahre alten Meetingrekord von Lopez Lomong aus den USA um mehr als vier Sekunden. Ein starkes Resultat erzielte auch der Deutsche Mohamed Abdilaahi als Dritter in einer persönlichen Bestleistung von 7:38,98 Minuten, womit sich der 24-Jährige, der bisher wahrlich nicht seine beste Saison erlebt, auf Platz drei der ewigen deutschen Bestenliste hinter Dieter Baumann und Arne Gabius steigerte. Hinter dem Südafrikaner Adriaan Wildschutt erreichte Henrik Ingebrigtsen das Ziel als Fünfte, dann folgte der junge Ugander Oscar Chelimo.
Für die Schweizer Mittelstreckenläuferinnen und -läufer war das Heimspiel in Luzern von Erfolg gekrönt. Tom Elmer lief im 1.500m-Lauf auf den zweiten Platz hinter dem spanischen Sieger Adel Mechaal, der in einer Zeit von 3:37,36 Minuten eine Sekunde hinter dem Meetingrekord des Amerikaners Yared Nuguse zurückblieb. Für den Olympia-Fünften von Tokio 2021 und WM-Vierten von 2017 war der Erfolg in Luzern ein Favoritensieg, wenngleich Mechaal in diesem Jahr sich bisher eher den längeren Distanzen gewidmet hat. Elmer war zuletzt bei einem Meeting in Bilbao ebenfalls Zweiter. Der Italiener Ossama Meslek komplettierte die Top-Drei. Der 18-jährige Nicholas Griggs, der letzte Woche einen irischen Juniorenrekord über die Meile aufgestellt hatte, kam als Achter ins Ziel.
Im 800m-Lauf der Frauen lief Lore Hoffmann in 2:00,48 Minuten die schnellste Zeit ihrer bisherigen Saison und belegte hinter den beiden Kenianerinnen Peninah Muthoni und Vivian Kiprotich den dritten Platz. Hinter Allie Wilson aus den USA überquerte Rachel Pellaud das Ziel mit einer persönlichen Bestleistung von 2:00,95 Minuten, für sie ein wichtiges Ergebnis nicht nur auf auf dem Weg zu den Europameisterschaften von Rom 2024, sondern auch auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften von Budapest, wo sie gegenwärtig einen Startplatz über die Weltrangliste hätte. Das gilt auch für die Deutsche Christina Hering, die im vergangenen Jahr das Direktlimit erzielt hat, in der Saison 2023 kommt die Münchnerin noch nicht auf Touren und musste sich in Luzern mit Position sieben zufrieden geben.
Siegerin Muthoni ist erst 19 Jahre alt und überraschte vor knapp zwei Wochen mit dem Sieg bei den Kenya Trials, in Abwesenheit von Mary Moraa versteht sich. Die dort erzielte persönliche Bestleistung steigerte sie in der Schweiz noch einmal deutlich auf eine Zeit von 1:58,76 Minuten. Dies reichte knapp nicht, um den aus dem Jahr 1998 stammenden Meetingrekord der US-Amerikanerin Suzy Favor-Hamilton zu unterbieten. Die zweite Kenianerin, Vivian Kiprotich blieb zum dritten Mal in ihrer Karriere unter zwei Minuten und ist als Zweite der Kenya Trials ebenfalls in der Vorbereitung auf die WM.
800m-Lauf der Frauen
1.500m-Lauf der Männer
3.000m-Lauf der Männer
* neue persönliche Bestleistung
** neuer Meetingrekord