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Drei Jahre Sperre für Ruth Chepngetich

Marathon-Weltrekordhalterin Ruth Chepngetich ist von der Athletics Integrity Unit (AIU) für drei Jahre gesperrt worden. Seit März ist sie provisorisch suspendiert.
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„Niemand steht über den Regeln!“ So kommentiert David Howman, Vorsitzender der Athletics Integrity Unit (AIU), einen der spektakulärsten Dopingfälle der Leichtathletik-Geschichte. Für den Neuseeländer ist er ein Zeichen dafür, dass die Integrität des Sports Priorität hat.

Der prestigeträchtigste Dopingfall im Laufsport seit vielen Jahren hat nun ein Ausmaß. Drei Jahre Sperre, so lautet die Sanktion, die die AIU gegenüber Ruth Chepngetich ausgesprochen hat. Die Athletin hat die Sperre bereits akzeptiert. Ihr Weltrekordlauf beim Chicago Marathon 2024 in einer Zeit von 2:09:56 Stunden bleibt jedoch bestehen, da er nicht in einen direkten Zusammenhang mit dem Verstoß gegen den Anti Doping Code der Welt Anti Doping Agentur gesetzt werden konnte.

Ein besonderer Dopingfall

Die 31-jährige Weltmeisterin von 2019 wurde am 14. März 2025 positiv auf ein verbotenes Diuretikum getestet, welches zur Maskierung anderer verbotenen Substanzen eingesetzt werden kann. Laut WADA-Regeln wäre eine provisorische Suspendierung damals bei der Substanz Hydrochlorothiazid rechtlich gar nicht möglich gewesen, die kenianische Läuferin stimmte ihrerseits aber bereitwillig einer solchen zu (siehe RunUp.eu-Bericht). Auch, weil die Ermittlungen von Seiten der AIU schon weit fortgeschritten waren.

Dennoch plädierte die Athletin erst auf unschuldig. Drei Monate später jedoch schilderte sie in der Kommunikation mit der AIU eine Erkrankung unmittelbar vor dem Test (und damit unmittelbar nach einem Wettkampf-Auftritt in Lissabon) und einer folglich medikamentösen Therapie mit Hausmitteln zur beschleunigten Genesung. Sie habe dies in der ersten Aussage vergessen, so steht es im AIU-Bericht. Die AIU bezeichnete diese Version als „kaum glaubwürdig“ und sah daher von einer kürzeren Sperre ab. Von der üblichen vierjährigen Sperre wurde jedoch ein Jahr abgezogen, da Chepngetich sowohl ursprünglich der provisorischen Suspendierung als auch nun der Sanktion zugestimmt hat.

Howman bedankte sich bei allen Parteien, die im Kampf gegen Doping im Straßenlauf aktiv sind oder diesen tatkräftig fordern und bezog dabei neben den großen Laufevents auch vier große Sportartikelhersteller mit ein. AIU-Chef Brett Clothier betonte, dass weiter Ermittlungen gegen Chepngetich laufen.

Autor: RunUp.eu
Bild: © Getty Images for IAAF / Alexander Hassenstein. Ruth Chepngetich bei ihrem WM-Titel 2019 in Doha.

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