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EM-Limits für mehrere deutsche Läufer*innen

Mehrere deutsche Läufer*innen haben in den letzten Tagen bei diversen Meetings die Qualifikationsanforderungen für die EM in Rom geschafft.
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Die Qualifikation für die Europameisterschaften vom 7. bis 12. Juni in Rom stand in den letzten Wochen nicht nur im Fokus der heimischen Leichtathlet*innen. Auch einige der beste Läufer*innen Deutschlands orientierten sich bei diversen Meetings an den Vorgaben des Europäischen Leichtathletik-Verbandes für die EM und des Weltverbandes bezüglich der Olympia-Limits. Einige positive Resultate der letzten Tage lassen das deutsche EM-Team auch auf den Laufdistanzen wachsen.

Los Angeles: Starkes Hindernislauf-Comeback von Meyer

Hindernislauf-EM-Silbermedaillengewinnerin Lea Meyer hat in ihrem ersten Saisonrennen auf ihrer Spezialdistanz in Los Angeles das Olympia-Limit von 9:23,00 Minuten um eine halbe Sekunde unterboten. Im Wettkampf, der angeführt wurde von der kanadischen Überraschungssiegerin Ceili McCabe, die in 9:20,58 Minuten einen neuen Landesrekord markierte, belegte die 26-Jährige den vierten Platz. Damit ist Meyer nach Olivia Gürth (WM 2023) und Gesa Krause, die das Limit beim Diamond-League-Meeting in Suzhou deutlich unterbot, die dritte deutsche Hindernisläuferin, die für die Olympischen Spiele und die Europameisterschaften gleichermaßen qualifiziert ist. Die Weltmeisterschaften von Budapest verpasste Meyer im Vorjahr verletzungsbedingt.

Chorzow: Bestleistung für Bebendorf

Deutschlands Nummer eins im 3.000m-Hindernislauf der Männer, Karl Bebendorf knackte beim Meeting im polnischen Chorzow am vergangenen Wochenende das EM-Limit für Rom als dritter deutscher Läufer nach Frederik Ruppert und Niklas Buchholz. Dabei gelang dem 28-Jährigen eine neue persönliche Bestleistung von 8:16,84 Minuten, womit er bis auf knapp zwei Sekunden an das Olympia-Limit herangelaufen ist. Gegenwärtig liegt das Trio auf den Weltranglistenpositionen innerhalb der Qualifikationsliste für Paris 2024.

London: Tolles 10.000m-Debüt für Merkel

Lisa Merkel schaffte das EM-Limit im 10.000m-Lauf im Rahmen der „Night of the 10,000 PBs“ in London. Bei ihrem Debüt über diese Distanz schaffte sie eine Zeit von 31:58,55 Minuten und ist die fünfte deutsche Läuferin mit dem EM-Limit in der Tasche. Da der 10.000m-Europacup dieses Mal in die Europameisterschaften integriert ist und es im 10.000m-Lauf einen B-Lauf gibt, sind theoretisch mehr als drei Nominierungen pro Nation möglich. Diese Möglichkeit nutzt der Deutsche Leichtathletik-Verband und nominierte fünf Läuferinnen, darunter auch 5.000m-Europameisterin Konstanze Klosterhalfen, die nicht unter den nationalen Top-Drei im Qualifikationszeitraum liegt.

Nils Voigt, aktuell Deutschlands Nummer eins im Qualifikationszyklus für Rom, erzielte in London in 27:41,92 Minuten die zweitschnellste 10.000m-Zeit seiner Karriere. Die Siege bei der „Night of the 10,000 PB’s“ gingen an die Schottin Megan Keith, die in einer Zeit von 31:03,02 Minuten das Duell mit der US-amerikanischen Marathon-Trials-Siegerin Fiona O’Keefe gewann, und Mohamed Ismael aus Dschibuti (27:22,38), der sich gegen Patrick Dever aus Großbritannien und Felix Bour aus Frankreich durchsetzte.

Weitere wichtige internationale Ergebnisse der vergangenen Woche:

🇨🇭Heimsiege beim Grand Prix Bern: Dominic Lobalu und Fabienne Schlumpf haben die 42. Ausgabe der „schönsten 10 Meilen der Welt“ in der Schweizer Hauptstadt gewonnen. Matthias Kyburz, Schweizer Olympia-Starter im Marathon, überholte kurz vor Schluss Marathon-Weltmeister Victor Kiplangat aus Uganda und wurde Zweiter. Für Schlumpf war es der erste Antritt bei diesem Traditionsrennen und damit auch ihr erster Sieg. Lobalu, der ab sofort international für die Schweiz an den Start gehen darf, hatte bereits im Vorjahr gewonnen. Fast 30.000 Laufbegeisterte waren für den GP Bern gemeldet.

🔝 1:57,26 Minuten: Das ist die neue 800m-Weltjahresbestleistung durch Prudence Sekgodiso (Südafrika), gelaufen in Marrakech. Es war der Premierensieg der 22-Jährigen in der Diamond League. Im Gespräch mit Olympics.com zeigte sie sich im Vorfeld bereits selbstbewusst: „Die Welt hat mich noch nicht kennengelernt!“

🇦🇺 14:41,65 Minuten: So lautet der neue australische 5.000m-Rekord von Rose Davies, aufgestellt beim World Athletics Continental Tour Meeting der Stufe Gold in Tokio. Die 24-Jährige verpasste den Ozeanienrekord der Neuseeländerin Kimberley Smith nur um knapp zwei Sekunden, toppte aber die Bestleistung ihrer Landsfrau Jessica Hull aus dem Jahr 2020.

Autor: Thomas Kofler
Bild: Unsplash / Steven Lelham

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