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Julia Mayer, Eva Wutti, Andreas Vojta und Mario Bauernfeind werden den österreichischen Laufsport bei den Marathonläufen im Rahmen der Europameisterschaften in Birmingham am 16. August mit Start um 7:30 Uhr (Frauen) und 8:10 Uhr (Männer) Ortszeit vertreten. Ein Quartett, vier Besonderheiten.
Zum bereits achten Mal wird Andreas Vojta (team2012.at) bei Europameisterschaften an den Start gehen. Nach seiner EM-Premiere als 21-Jähriger im 1.500m-Lauf in Barcelona 2010 folgten drei weitere Teilnahmen über die Mittelstrecke sowie je ein EM-Start im 5.000m-, 10.000m-Lauf und im Halbmarathon. Acht EM-Teilnahmen hat noch niemand geschafft und wären Rekord in der europäischen Leichtathletik – allerdings könnten einige Kollegen Vojtas den Schritt zur achten EM-Teilnahme gleichtun.

Für Julia Mayer (DSG Wien) ist die Teilnahme in Birmingham die dritte bei Leichtathletik-Europameisterschaften in der dritten Disziplin. Nach dem Start im 10.000m-Lauf in München 2022 und dem Antreten im Halbmarathon in Rom 2024 ist es der erste EM-Start im Marathon. Erfahrung bei internationalen Großereignissen hat sie auf der Traditionsdistanz jedoch bereits reichlich gesammelt: bei den Weltmeisterschaften 2023 in Budapest und 2025 in Tokio sowie bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris.

Die bisherige Saison lief für die 33-jährige Niederösterreicherin ohne Sternstunde, aber mit guten Resultaten. Einem Halbmarathon in Wien in 1:12:22 Stunden ließ sie ihren drittschnellsten Karrieremarathon folgen: In Linz wurde sie Staatsmeisterin und Gesamt-Dritte in einer Zeit von 2:29:48 Stunden. Ihre Wettkampfpause im Anschluss endet am kommenden Sonntag beim Österreichischen Frauenlauf, wo sie einen 10km-Lauf bestreiten wird.

Für die ehemalige Profi-Triathletin und vormals heimische Marathon-Co-Rekordhalterin Eva Wutti (Club RunAustria) wird der EM-Marathon in Birmingham ein besonderer Moment. Die 37-Jährige feiert nämlich ihre Premiere im Dress des österreichischen Leichtathletik-Verbandes. Ihre Leistungen beim Vienna City Marathon und beim Salzburg Marathon 2025 hatten sie in eine gute Position gebracht, die sie durch ihren neuerlichen Sieg beim Salzburg Marathon vor zwei Wochen in einer Zeit von 2:36:22 Stunden noch optimiert hat.

Ebenfalls erstmals bei einem EM-Marathon wird Mario Bauernfeind (Pro Team Vienna) an den Start gehen – aktuell noch unter leichtem Vorbehalt. Startberechtigt ist er nur, wenn er auch zum Qualifikationsende am 26. Juli noch unter den Top-60 der Road to Birmingham liegt, was angesichts des Endes der Frühlingsmarathonsaison und einiger erwartbarer Absagen besser Platzierter freilich wahrscheinlich ist. Der dreifache Marathon-Staatsmeister war vor zwei Jahren EM-Starter im Halbmarathon. Vor vier Wochen holte er sich im Rahmen des Prag Marathon zum zweiten Mal den Polizei-EM-Titel.
Der ÖLV hatte im Vorfeld angekündigt, alle am Stichtag 27. Mai 2026 in den Top-60 der „Road to Birmingham“ liegenden Marathonläuferinnen und Marathonläufer vorab zu nominieren, um eine entsprechende Marathon-Vorbereitung mit Planungssicherheit zu ermöglichen. Auf weitere Nominierungen für die Teamwertung verzichtete der Verband auf Basis der internen Kriterien, die kein anderer Athlet bzw. keine andere Athletin erreichen konnte. Freiwillig auf ein Antreten verzichtet Aaron Gruen (Pro Team Vienna), der mit seinen ÖLV-Rekordläufen im Halbmarathon und im Marathon über die Europarangliste qualifiziert wäre (siehe RunUp.eu-Bericht).
Julia Mayer hat sich mit ihrem ÖLV-Rekord von 2:26:08 Stunden in Valencia 2025 direkt für die Europameisterschaften qualifiziert, das Limit im Marathon der Frauen lag bei 2:27:00 Stunden – 28 der 60 Startplätze, also ca. die gewünschten 50%, gingen über das Direktlimit weg. Eva Wutti verbesserte sich mit ihrem Sieg beim Salzburg Marathon noch um eine Position und liegt nun auf Position 51 in der bereinigten Liste (sprich, maximal drei Athletinnen pro Nation). Mario Bauernfeind schaffte den Cut als 60. von der Position her knapp, gegenwärtig liegt er mit seinen Punkten aber deutlich vor dem nächsten Anwärter, Georgios Stamoulis. Andreas Vojta liegt wie Wutti auf Position 51, Aaron Gruen als bester Österreicher auf Position 40.
Autor: Thomas Kofler
Bilder: © Salzburg Marathon / Alexander Schwarz / Christian Köhler, © SIP / Johannes Langer