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Die nordamerikanische Laufelite hat in der vom Coronavirus verursachten Wettkampfpause hervorragend trainiert und kehrt flächendeckend in gewaltiger physischer Verfassung zurück auf die Laufbahn. Diese Aussage hat ein weiteres elitäres Leichtathletik-Meeting am Freitagabend in Portland unter Beweis gestellt. Dieses Mal brillierten…



Unterstützt von einer leistungsstarken Gruppe von Tempomachern, darunter Hindernislauf-Star Evan Jager, lief Ahmed ein hohes Tempo, bis er in einem grandiosen Finale brillierte. Laut Let’sRun.com absolvierte er die letzten vier Runden (fast eine Meile) in einer Zeit von 3:58,59 Minuten. Nur neun Läufer sind in der Leichtathletik-Geschichte jemals eine schnellere Zeit über 5.000m gelaufen als der Kanadier: Sieben Äthiopier, darunter Weltrekordhalter Kenenisa Bekele (12:37,35) und Haile Gebrselassie, sowie zwei Kenianer, darunter der nationale Rekordhalter Daniel Komen. Ahmed blieb in Portland zweieinhalb Sekunden unter dem Europarekord des Belgiers Mohammed Mourhit.
Der in diesem Rennen zweitplatzierte Lopez Lomong, der als einziger einigermaßen Kontakt zu Ahmed halten konnte, ist dank einer Zeit von 12:58,78 Minuten der neunte US-Amerikaner aller Zeiten, der einen 5.000m-Lauf in einer Zeit unter 13 Minuten absolviert hat. Der 35-Jährige hat nun einen besseren „Hausrekord“ über diese Distanz als Galen Rupp.
Für den zweiten nordamerikanischen Kontinentalrekord sorgte wenige Minuten zuvor Shelby Houlihan im 5.000m-Lauf der Frauen. Die 27-Jährige, die sich gemeinsam mit ihrer um drei Jahre jüngeren Landsfrau Karissa Schweizer den US-Rekord als Ziel vorgenommen hatten, wurde dabei von den Hindernislauf-Spezialistinnen Courtney Frerichs und Colleeen Quigley sowie Elise Cranny als Tempomacherinnen unterstützt. Nach einem starken Finish und einer Zeit von 61,46 Sekunden für die letzte Runde (laut Let’sRun.com) blieb die Uhr bei einer Zeit von 14:23,92 Minuten stehen. Damit unterbot die WM-Vierte im 1.500m-Lauf ihren eigenen nordamerikanischen Rekord im 5.000m-Lauf, aufgestellt vor zwei Jahren in Heusden, um satte 10,5 Sekunden. Auch Schweizer blieb in einer Zeit von 14:26,34 Minuten um acht Sekunden darunter.
Houlihan, die auch den Nordamerikarekord im 1.500m-Lauf hält, und ihre Trainingspartnerin Schweizer liegen nun auf den Rängen zwölf und 14 der ewigen Bestenliste des Leichtathletik-Weltverbandes (World Athletics). Mit der in den großen russischen Dopingskandal verwickelten Liliya Shobukhova liegt nur eine nicht aus Afrika stammende Läuferin in den Rekordlisten vor ihnen.
Die beiden Rennen wurden vom US-amerikanischen Leichtathletik-Verband (USATF) über deren Social Media Kanäle live übertragen.