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Der 1.500m-Lauf gilt in diesem Jahr als die in der Breite am besten besetzte Laufdisziplin der Damen bei den Weltmeisterschaften in London und der Auftakt bestätigte diesen Eindruck. Bereits in den Vorläufen wurde ein flottes Tempo angeschlagen, das auch die…

Alle Läuferinnen, die sich am kommenden Montag im Finale Hoffnungen auf Medaillen machen, hielten sich schadlos und erreichten die Halbfinalläufe, die exakt 24 Stunden später auf dem Programm stehen, geschlossen problemlos. Titelverteidigerin Genzebe Dibaba kontrollierte den ersten Vorlauf, der von einer beeindruckenden Tempoarbeit der Britin Jessica Judd lebte, nach Belieben und schnappte sich in einer Zeit von 4:02,67 Minuten den Vorlaufsieg knapp vor Caster Semenya, die defensiv lief. Olympiasiegerin Faith Kipyegon ließ sich im dritten Vorlauf von einem abrupten Tempovorstoß der jungen Deutschen Kostanze Klosterhalfen nicht überraschen und siegte in einer ebenfalls starken Zeit von 4:03,09 Minuten. Locker-lässig agierte Sifan Hassan im mittleren und mit Abstand langsamsten Vorlauf: 1.100m verbrachte sie am Ende des Feldes und machte ohne zu große Anstrengung Boden wett, um am Ende sogar noch als Schnellste vor Jennifer Simpson und Gudaf Tsegay die Ziellinie zu überqueren (4:08,89 Minuten).
Für das Halbfinale qualifiziert haben sich auch die beiden Deutschen Konstanze Klosterhalfen und Hanna Klein, allerdings waren beide Auftritte im Finale durchaus eine enge Angelegenheit. Nach ihrer Tempoverschärfung zu Rennmitte schien dem 20-jährigen Riesentalent auf der Zielgerade etwas die Kraft auszugehen, Rang sechs war aber genau das, was Klosterhalfen für einen Fixplatz benötigte. Position sechs erzielte auch Landsfrau Hanna Klein im zweiten Halbfinale. Dort hielt sie sich auf der Gegengerade der letzten Runde allerdings zu weit hinten auf und steckte beinahe „im Stau“. Als Klein auf der Außenbahn die Zielgerade entlang alles gab, hatte sie auch etwas Glück, dass der Norwegerin Karoline Grövdal, eine Spezialistin für längere Distanzen, auf der Zielgeraden die Kraft ausging.
Sichere Halbfinalplätze besorgten sich die Schwedin Meraf Bahta, das polnische Duo Angelika Cichocka und Sofia Ennaoui sowie die beiden Marokannerinnen Rababe Arafi und Malika Annaoui. Eine starken Eindruck hinterließ auch die zweite Kenianerin, Winny Chebet, die im ersten Vorlauf hinter Dibaba und Semenya ins Ziel kam. Geschlossen gut in Schuss zeigten sich die Britinnen, die vom Publikum im ausverkauften Olympiastadion von London tatkräftig unterstützt wurden. Medaillenhoffnung Laura Muir kontrollierte ihr Rennen, Laura Weightman belegte im dritten Vorlauf den vierten Platz und Sarah McDonald sprang in einer persönlichen Bestzeit von 4:05,48 Minuten als Letzte über die Zeitregel auf den Halbfinalzug auf. Die eindrucksvollste Leistung lieferte aber Jessica Judd im ersten Vorlauf ab, die unter dem Jubel des Publikums von vorne in Eigenregie zu einer persönlichen Bestleistung von 4:03,73 Minuten „stiefelte“ und damit den sechsten Platz erzielte.
Neben den beiden Britinnen erreichten auch die Kanadierin Gabriela Stafford und die US-Amerikanerin Sara Vaugh dank persönlichen Bestleistungen das Halbfinale über die Zeitregel. Dagegen sind mit Fantu Worku bereits eine Äthiopierin und mit Judith Kiyeng eine Kenianerin draußen, auch die irische EM-Medaillengewinnerin Ciara Mageean hatte keine Chance.
Ein Vergleich soll die außergewöhnlichen sportlichen Höchstleistungen dieser Vorausscheidungen betonen: Die bisher schnellste Vorlaufzeit bei allen Weltmeisterschaften seit der Einführung der Vorläufe in dieser Disziplin im Jahr 1995 war nur mit einer Ausnahme (Genzebe Dibaba im Vorlauf 2015) langsamer (!) als die Zeit, die in London für die Halbfinalqualifikation benötigt wurde.
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