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Gebremster Neustart in Osaka

Es gibt etwas Neues im Laufsport in der drittgrößten Metropole Japans: Der Osaka Marathon ist vom November in den Februar gewandert und hat die Lizenz des Lake Biwa Mainichi Marathon übernommen. Obwohl das traditionsreiche Eliterennen am Lake Biwa damit der…

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Es gibt etwas Neues im Laufsport in der drittgrößten Metropole Japans: Der Osaka Marathon ist vom November in den Februar gewandert und hat die Lizenz des Lake Biwa Mainichi Marathon übernommen. Obwohl das traditionsreiche Eliterennen am Lake Biwa damit der Geschichte angehört, wird es im Namen mitgetragen. Am Sonntag findet der „Combined 10th Osaka Marathon and 77th Lake Biwa Mainichi Marathon“ statt.

Ein bisschen Wehmut klingt also mit mit dem Osaka Marathon, der damit erstmals ein leistungsstarkes Elitefeld für sich verbuchen kann, auch weil er als Qualifikationsmöglichkeit für die Olympia-Ausscheidung 2023 sowie als WM-Bewerbungsmöglichkeit klassifiziert ist. Und die Vorfreude schien vier Wochen nach dem Osaka Women’s Marathon, dem letzten verbliebenen der Eliteläufe in Japan, groß: Bis zu 20.000 Läuferinnen und Läufer wollte der Gouverneur Hirofumi Yoshimura zulassen, doch Mitte Februar die Ernüchterung. Nur 300 Eliteathleten dürfen starten, Yoshimura bat die Freizeitläufer öffentlich um Entschuldigung und um Verstäntnis aufgrund der Pandemiezahlen. Damit fällt der Schritt, den Lake Biwa Mainichi Marathon umzusiedeln, um ihn in ein Massenevent einzugliedern, für dieses Jahr erst einmal flach.

Ein Elitefeld mit Vorsicht, aber mit Qualität

Das Elitefeld, da Japan erst ab März die Pforten nach außen wieder etwas öffnet japanisch geprägt, kann sich durchaus sehen lassen. Angeführt wird es von Yuya Yoshida, Gewinner des Fukuoka Marathon im Jahr 2020. Allerdings steht Yoshida auch auf der Startliste des Tokio Marathon eine Woche später und wird laut Japan Running News dort laufen. Es gibt viele Doppelmeldungen mit Tokio oder dem bereits erfolgten Marathon in Oita, aufgrund der Unsicherheiten, ob die Events stattfinden. Zwei der bekanntesten Läufer im Feld sind auch der ehemalige japanische Rekordläufer Yuta Shitara, bei dem es seit einigen Jahren nicht mehr so rund lief wie noch 2018 oder in der ersten Jahreshälfte 2019. Zuletzt musste er in Fukuoka im Dezember und beim Beppu-Oita Marathon jeweils aufgeben. Und natürlich Yuki Kawauchi, der diese Gelegenheit nicht auslässt. Insgesamt umfasst die Liste der männlichen Athleten nicht weniger als 22 Läufer mit Bestleistungen unter 2:10 Stunden, darunter auch eine Gruppe in Japan lebender Kenianer, zum Beispiel James Rungaru, Zweiter des Fukuoka Marathon 2021, oder der in Japan lebende Rekordhalter der Mongolei, Ser-Od Bat-Ochir.

Duell der Routiniers

Wesentlich kleiner ist das Elitefeld der Frauen, welches von Misato Horie angeführt wird, die 2017 in dieser Stadt ihre persönliche Bestleistung von 2:25:44 Stunden gelaufen ist. Ihren letzten Marathon ist die 34-Jährige allerdings vor drei Jahren gelaufen, dazwischen konzentrierte sich die Siegerin des Gold Coast Marathon 2016 auf die Langstrecken auf der Bahn. Zweitschnellste der Meldeliste ist Mai Ito, WM-Siebte von Peking 2015, die im Alter von 37 allerdings nicht mehr so leistungsstark ist wie früher.

Osaka Marathon

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