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Gesunder Wettstreit als Motivation

Dank der Beliebtheit sozialer Medien und der direkten Verbindung von Trainingscomputern zu sozialen Netzwerken kann man heute die Trainingsaktivitäten von oft mehr Läufern nachvollziehen als einem lieb ist – ob guter Freund oder nicht, eine freundschaftliche Verbindung in der virtuellen…

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Dank der Beliebtheit sozialer Medien und der direkten Verbindung von Trainingscomputern zu sozialen Netzwerken kann man heute die Trainingsaktivitäten von oft mehr Läufern nachvollziehen als einem lieb ist – ob guter Freund oder nicht, eine freundschaftliche Verbindung in der virtuellen Welt oder eine Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist ausreichend. Von verbissenem Übermut über gesunden Ansporn bis hin zu einer deprimierenden Wirkung ist die Bandbreite der Effekte dieser offener Kommunikation groß. Wissenschaftler der University of Pennsylvania in Philadelphia kommen zur Erkenntnis, dass gesunder Wettkampf durch soziale Medien durchaus ein brauchbares Mittel der Motivationssteigerung sein kann.
 

© Salzburger Frauenlauf
© Salzburger Frauenlauf
Sportler in kompetitiven Gruppen motivierter

800 Studenten mussten zu Forschungszwecken ein elfwöchiges Training absolvieren. Um die Motivation zu steigern wurden Preise für die fleißigsten Probanden ausgelobt. Die 800 Sportler wurden in vier Gruppen eingeteilt: individueller Wettbewerb, Team-Unterstützung, Team-Wettbewerb via sozialer Medien und schließlich eine Kontrollgruppe, die keine sozialen Medien verwendete. Die Besuchsrate der einzelnen Fitnesskurse war bei den beiden Wettbewerbsgruppen um 90% höher als bei der Kontrollgruppe. Noch geringer war der Trainingsbesuch in der Team-Unterstützungsgruppe.
Studienautor Damon Centola erklärte den Vorteil von kompetitiven Gruppen – egal ob physisch oder virtuell – dadurch, dass die Mitglieder ihre Beziehungen auf die aktivsten Mitglieder aufbauen. Diese Beziehungen sind eine Motivationshilfe, weil sie die Erwartungshaltung für die eigene Leistungsfähigkeit erhöhen. „Bei richtiger Verwendung der sozialen Medien kann die Fitness der Menschen dramatisch verbessert werden“, ist Centola überzeugt. Eine aktive Bereitschaft ist natürlich die Grundvoraussetzung. „Es ist immer schwer, seine Lebensgewohnheiten zu ändern. Aber wenn man den Leuten die richtigen sozialen Werkzeuge mitgibt, die dabei helfen können, gibt es viel Gutes, das zu relativ geringen Kosten realisiert werden kann“, kennt der US-Wissenschaftler die Macht sozialer Medien, die weit über Motivation zu einem aktiveren Lebensstil hinausgehen.
Anzumerken gilt es, dass aktive Menschen all die genannten Vorteile nicht nur in sozialen Netzwerken, sondern auch im reelen Leben durch Zugehörigkeit zu einer aktiven Gruppe wie etwa einem Laufverein genießen können.

Auch negative Folgen

Allerdings warnt Centola auch davor, dass zu den motivierenden Vorteilen auch negative Wirkungen erzielt werden. „Unterstützer von Fitness-Vorhaben können auch negative Reaktionen auslösen, weil sie die Aufmerksamkeit auf die Unterstützer lenken, die weniger aktiv sind und somit eine Abwärtsspirale in Gang setzen“, erklärt Centola. Auf diesem Wege werden weniger aktive Menschen durch die in den Vordergrund gedrängte Kommunikation der aktiveren Menschen in eine deprimierende Defensive gedrängt, weil sich durch die ständigen nicht erwünschten Vergleichsmöglichkeiten Druck aufbaut.
Quelle: pressetext.com

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