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Großglockner Mountain Run – so schön kann Berg sein

Bei besten Bedingungen bestimmten die Ostafrikaner das spitzensportliche Geschehen beim Großglockner Mountain Run. Die phänomenale Kulisse genossen alle.
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Perfekte äußere Bedingungen machten am vergangenen Sonntag den Lauf von Heiligenblut auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe beinahe zum Vergnügen. Sofern das bei einem Berglauf eben möglich ist. Und egal in welcher Zeit die Strecke bewältigt wurde, die Leistungen der Finisher verdienten Respekt – von der Weltelite bis zu den Hobbyläufer:innen. Die großen Gewinnerinnen und Gewinner waren wieder einmal die Läuferinnen und Läufer aus Afrika.

Das Wetter meinte es heuer gut mit dem Grossglockner Mountain Run, welcher heuer wieder im Rahmen des WMRA Valsir Berglauf Weltcup ausgetragen wurde. Bei strahlendem Sonnenschein erfolgte in der Früh der Startschuss in Heiligenblut. 1.200 Teilnehmer:innen, was neuen Anmelderekord bedeutete, machten sich auf die Strecke durch den Nationalpark Hohe Tauern in Richtung Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, oberhalb der Pasterze und am Fuße des höchsten Bergs Österreichs, dem Großglockner.

© GGMR­ / MJK / Gleiss

run2gether unschlagbar bei den Männern …

Am schnellsten absolvierten, wie auch letztes Jahr, die Berggämsen aus Kenia die 13,3 Kilometer und 1.300 Höhenmeter. Als Erster kam Berglauf-Vizeweltmeister Richard Atuya vom run2gether-Team mit einer Zeit von 1:10:20 Stunden ins Ziel. Gefolgt vom Vorjahressieger Ephantus Njeri mit einer Zeit von 1:12:33 und Elija Kariuki (1:14:26).

Gut haben sich inmitten der Weltklasse-Bergläufer auch die Österreicher geschlagen: Als Siebenter und bester heimischer Läufer kam der Osttiroler Josef Bodner (U. Raika Lienz) mit starken 1:15:47 ins Ziel. Damit bestätigte er seine Topleistung aus dem Vorjahr. Zweitbester ÖLV-Athlet wurde Christof Hochenwarter (SC Hermagor) als Elfter in 1:17:50. Schade nur, dass Manuel Innerhofer (LC Oberpinzgau) verletzungsbedingt nicht am Start war. Dem Achten der Berglauf-Europameisterschaft wäre sicher ein absoluter Spitzenplatz zuzutrauen gewesen.

Großglockner Mountain Run 2026

… und bei den Frauen

Bei den Frauen siegte mit der Kenianerin Ruth Mwihaki Gitonga (1:22:29) ebenfalls die Berglauf-Vizeweltmeisterin. Zweite wurde ihre Landsfrau Jedidah Sang (1:23:26). Gloria Chebet kompletierte in 1:24:34 Stunden auch beiden Damen einen Dreifacherfolg des run2gether-Teams.

Beeindruckend auch unsere Nachbarn aus Italien: Fünf Läuferinnen in den Top-11 dokumentierten ein starkes Abschneiden. Beste Österreicherin auf Rang 14 wurde Isabell Speer (LAC Salzburg) in guten 1:37:32. Leider war auch im Frauenrennen die aussichtsreichste Österreicherin nicht am Start: Die Oberösterreicherin Amelie Muss (LCAV Jodl Packaging) war nach einem Trainingssturz außer Gefecht.

© GGMR­ / MJK / Gleiss
© GGMR­ / MJK / Gleiss

Auch viele prominente Läuferinnen und Läufer mischten sich in das internationale Starterfeld. Darunter der ehemalige Skispringer Martin Koch und Snowboarder Alex Payer. Auch Roland Pfeiffenberger von SUZUKI, der nicht nur werbend mit der Suzuki-Autoflotte die Veranstaltung unterstützte, war auch laufend mit dabei.

Auf den höchsten Berg Österreichs

Der Großglockner Mountain Run ist der bekannteste Berglauf Österreichs. Rund 1.200 Anmeldungen gingen für die diesjährige Ausgabe ein. Die gut 13 Kilometer lange Strecke führt von Heiligenblut hinauf zur Kaiser Franz Josefs Höhe, inklusive der berüchtigten 522 Stufen im Finale. Bei angenehmen und für den Sommer kühlen Lauftemperaturen kamen die Läufer:innen bei aller Anstrengung die herrliche Kulisse der Bergmassivs mit spektakulären Perspektiven.

Spaß bei den Kleinen, Staunen bei den Großen

Natürlich hatten auch die Kinder und Jugendlichen wieder ihren großen Auftritt im Rahmen des Grossglockner Mountain Run. Am Samstag Nachmittag beeindruckten sie mit ihrem Enthusiasmus und ihrer Freude an der Bewegung. Freude an der Bewegung hatten am Samstag auch die Teilnehmer:innen an der Volkswanderung. Geführt von Nationalpark-Rangern bewältigten sie die Originalstrecke hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Besonders die finalen 522 Stufen sorgten bei den meisten im wahrsten Sinn für atemloses Staunen.

Eine zufriedene Bilanz zog Veranstalter Michi Kummerer von MJK Sportmarketing: „Gratulation an alle Athletinnen und Athleten und ein großer Dank an Jonathan Wyatt (Berglauflegende, Anm.), der die Einbindung in den Berglauf-Weltcup wieder ermöglichte. Dadurch ist eine weltweite Medienpräsenz garantiert und ermöglicht eine touristische Wertschöpfung von über drei Millionen Euro für die Region. Großer Dank auch an die Crew. Nur durch Teamarbeit ist so ein Erfolg möglich!“

Weitere Berglauf-Ergebnisse des Wochenendes

🇦🇹 Im hochalpinen Gelände rund um das Stubaital fand am vergangenen Wochenende der Stubai Ultratrail statt. Lokalmatador Christian Stern zeichnete sich als Sieger des neuen STUBAI 100. Nach 11:58:59 Stunden Wettkampfzeit lief er ins Ziel in Neustift. „Die Strecke, die Stimmung, die Fans: Das war heute etwas ganz Besonderes“, sagte er im Ziel. Bei den Frauen siegte Manuela Kastner aus Deutschland in 16:41:35 Stunden. Rund 1.800 Ultraläufer:innen hatten sich für die fünf Bewerbe, darunter auch deutlich kürzere Distanzen, angemeldet.

🇦🇹 Als fünftägiges Trailrunning-Festival lockte das Terra Raetica Trails Tour Festival rund 370 Läufer:innen aus 18 Nationen in die Reschensee-Region. Sie stellten sich dem Etappenrennen und absolvierten insgesamt rund 100 Kilometer und knapp 7.000 Höhenmeter im herrlichen Panorama des hochalpinen Geländes im Dreiländereck Österreich, Schweiz, Italien.

🇮🇹 Ein Halbmarathon mit 600 Höhenmetern – das war die Herausforderung für rund 1.000 Angemeldete beim Seiser Alm Halbmarathon in Südtirol. Am schnellsten absolvierten der Österreicher Sven Koch in einer Zeit von 1:18:23 Stunden vor Vorjahressieger Daniele Felicetti sowie die Südtirolerin Greta Haselrieder in einer Zeit von 1:28:11 Stunden den Wettkampf. Haselrieder verbesserte bei ihrem dritten Erfolg bei diesem Event den Streckenrekord deutlich.

Autor: Claus Funovits
Bilder: © GGMR­ / MJK / Gleiss

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