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Gudaf Tsegay – schwanger in die Dopingsperre

Die Athletics Integrity Unit hat die schwangere Gudaf Tsegay aufgrund einer positiven Dopingprobe auf eine fruchtbarkeitsfördernde Substanz für vier Monate gesperrt.
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Es ist kein Scherz, sondern ernst. Ein fehlendes TUE wurde Gudaf Tsegay zum Verhängnis, also eine fehlende medizinische Ausnahmegenehmigung durch ein ärztliches Zertifikat. Das hätte die Äthiopierin gebraucht, um eine sichere Erklärung für eine positive Dopingprobe auf das Metabolit Letrozol, eine Substanz, die die Östrogenbildung hemmt und daher als Begleitsubstanz zu anabolen Steroiden einen Effekt hat, zu haben. Frauen nehmen dieses Supplement, um ihre Fruchtbarkeit zu steigern. Tsegay hatte zu diesem Zeitpunkt keines – verzichtet aber aufgrund ihrer Schwangerschaft ohnehin auf die Saison 2026.

Die kuriosen Umstände münden in der unüblich kurzen Sperre von vier Monaten – eine für die Galerie. Genauso wie die Disqualifikationsperiode ihrer Resultate von Dezember bis jetzt: Tsegay hat in diesem Zeitraum keinen einzigen Wettkampf bestritten. Die Athletin reagierte auf die Aussendung der Athletics Integrity Unit (AIU) am vergangenen Freitag mit einem Statement in sozialen Netzwerken. Das Medikament habe ihr ihr Arzt verschrieben mit dem einzigen Ziel, ihre Fruchtbarkeit zu erhöhen und ihren Kinderwunsch zu stillen.

Die Äthiopierin ist mittlerweile tatsächlich längst in fortgeschrittenem Stadium schwanger. „Es läuft alles perfekt und ich hoffe, bald nach der Geburt meines Babys in den Spitzensport zurückzukehren.“ Für die AIU hatte die Äthiopierin lobende Worte übrig und bedankte sich für Verständnis und Unterstützung.

Einer der Topstars

Gudaf Tsegay ist nicht der erste große Name des internationalen Laufsports auf der temporären „Strafbank“ der AIU. Die 29-Jährige hat 2022 den WM-Titel im 5.000m-Lauf, 2023 jenen im 10.000m-Lauf gewonnen und hat 2021 auch bereits eine Olympische Medaille gewonnen. 2023 lief sie im 5.000m-Lauf einen Weltrekord, der fast zwei Jahre hielt, und sie ist die drittschnellste Läuferin aller Zeiten im 1.500m-Lauf und im 10.000m-Lauf.

Überdies gilt Tsegay als ausgewiesene Hallenspezialistin: Sie hält seit 2021 den Hallen-Weltrekord im 1.500m-Lauf und ist auf der Indoor-Meile und im 3.000m-Hallenlauf jeweils die historische Nummer zwei hinter ihrer Landsfrau Genzebe Dibaba. Mit der Geschichte, während einer Schwangerschaft eine viermonatige Dopingsperre absetzen zu müssen, hat sie ebenfalls eine Ausnahmestellung eingenommen.

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