Enter your email address below and subscribe to our newsletter

Streckenrekord in der Wachau im Halbmarathon

Die Kenianerin Christine Njoki brauchte für die 21,0975 Kilometer entlang der Donau mit Ziel in Krems eine Zeit von 1:08:17 Stunden und knackte den Streckenrekord.
Weiterlesen

Share your love

Mit einem neuen Streckenrekord sorgte Christine Njoki aus Kenia für den sportlichen Höhepunkt beim diesjährigen WACHAUmarathon am gestrigen Sonntag. Sie gewann den Halbmarathon von Spitz nach Krems in einer Zeit von 1:08:17 Stunden und verbesserte damit den im letzten Jahr aufgestellten Streckenrekord.

Christine Njoki verwies bei ihrem Sieg ihre Landsfrau Chesaria Selly um 16 Sekunden auf den zweiten Platz. „Ich habe den Lauf sehr genossen. So viele Leute haben mich angefeuert und für mich geklatscht. Das hat mir sehr geholfen, meine Ziele zu erreichen“, sagte die Siegerin im Interview mit dem ORF. Als Drittplatzierte erreichte bereits die beste Österreicherin das Ziel: Elena Stockinger verzeichnete eine Zeit von 1:24:21 Stunden.

WACHAUmarathon by Brooks 2026

Bei den Männern lieferten sich die Kenianer Nathan Kipkeoch und Mkulia Kipandie ein Duell um den Sieg. Kipkoech hatte in einer Zeit von 1:00:41 Stunden das um 49 Sekunden bessere Ende für sich, nachdem Vorjahressieger Kipkandie von Beginn an auf das Tempo gedrückt und zwischenzeitlich deutlich geführt hatte. Dritter wurde mit Shadrack Kenduiywo ebenfalls ein Läufer aus Kenia (1:03:02). Bester Österreicher wurde Gerald Lahmer in einer Zeit von 1:10:23 Stunden auf Rang sieben.

© WACHAUmarathon / Matthias Heschl

Price und Zauner Marathon-Sieger

Die Siege über die Marathondistanz gingen an James Price aus Großbritannien in 2:45:30 Stunden sowie Kathrin Zauner in 3:05:29 Stunden, die bereits im vergangenen Jahr Siegerin war. „Ich laufe, weil es mir Spaß macht. Ich höre einfach auf meinen Körper, anstatt mir von einem Gerät etwas sagen zu lassen. Das funktioniert prima so“, erklärte die Österreicherin der Kronenzeitung, warum sie nicht einmal einen Pulsmesser beim Laufen verwendet, geschweige denn eine Sportuhr.

Laufen im Weltkultuerbe

Rund 8.200 Anmeldungen gingen für die 26. Ausgabe des WACHAUmarathon, die erstmals live auf ORF1 übertragen wurde, ein. Die Teilnehmer:innen genossen angenehme Lauftemperaturen und die bezaubernde Kulisse des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Strecken führten je nach Distanz von Emmersdorf (Raiffeisen Marathon), Spitz (Wiener Städtische Halbmarathon) und Achleiten (Sportland NÖ Viertelmarathon) entlang der Donau ins gemeinsame Ziel nach Krems.

© WACHAUmarathon / Bernd Gruber

Durch die Sperre der Mauterner Brücke gab es heuer eine leicht veränderte Streckenführung im Stadtgebiet von Krems, wodurch etwa die traditionelle Schleife durch die Altstadt zugunsten einer Alternativroute entfiel. Am Samstag fand in Krems der WachauJUNIORmarathon statt.

Neuer Hauptsponsor

Mit der Running Marke Brooks hat die größte Laufveranstaltung Niederösterreichs einen neuen Hauptsponsor an seiner Seite. Veranstalter Michael Buchleitner zog ein positives Fazit: „Der 26. WACHAUmarathon by Brooks war wieder ein Lauffest mit Spitzenleistungen auf allen Distanzen. Ich freue mich über den neuen Streckenrekord bei den Frauen bei perfekten Laufbedingungen am heutigen Tag und den neuen Haupt- und Namenssponsor Brooks.“

Anmerkung: Alle in diesem Artikel genannten Zeiten sind die vom Zeitnehmer angebotenen Nettozeiten, nach denen die Ergebnislisten gereiht sind.

Weitere Straßenlauf-Ergebnisse

🇨🇿 Carina Reicht (OMNi-BiOTiC POWERTEAM) hat beim Birell 10K Night Race in Prag am 5. September den ÖLV-Rekord im 10km-Straßenlauf auf eine Zeit von 31:56 Minuten verbessert. Damit ist die 25-Jährige die erste Österreicherin, die diese Distanz in einer Zeit von unter 32 Minuten absolviert hat. Mit dieser Leistung belegte die Österreicherin Platz neun und war sieben Sekunden hinter der Deutschen Konstanze Klosterhalfen die zweitschnellste Europäerin im Wettkampf. Der Sieg ging an Chaltu Diba aus Äthiopien in einer Zeit von 30:04 Minuten. Bei den Männern siegte Rodrigue Kwizera aus Burundi in einer Zeit von 27:15 Minuten.

🇩🇪 Einen weiteren österreichischen Rekord schaffte Katharina Pesendorfer (SVS Leichtathletik) – und zwar bei der Kö Meile in Düsseldorf. Die Salzburgerin verbesserte die nationale Bestleistung über die Straßenmeile auf eine Zeit von 4:47,59 Minuten. Der Wettkampfsieg ging an die Schottin Jemma Reekie in einer Zeit von 4:23,25 Minuten. Bei den Männern siegte der US-Amerikaner Marco Langon in 3:52,83 Minuten.

🇦🇺 Peres Jepchirchir hat den Sydney Marathon 2026 dominiert. Die 32-jährige Kenianerin setzte sich in der heißen Rennphase von ihren Kontrahentinnen ab und erreichte eine angesichts des selektiven Kurses in der Olympiastadt von 2000 starke Siegerzeit von 2:18:31 Stunden. Es ist die viertschnellste Marathonzeit in der Karriere der amtierenden Weltmeisterin, die bereits in London, New York und Boston gewonnen hat. Mit fast vier Minuten Rückstand wurde ihre Landsfrau Irine Cheptai Zweite, mit fast genau vier Minuten Rückstand die Äthiopierin Shure Demise Dritte.
Bei den Männern entwickelte sich ein spannender Wettkampf um den Sieg: Addisu Gobena aus Äthiopien verbesserte in einer Zeit von 2:04:42 Stunden den Streckenrekord und setzte sich vier Sekunden vor seinem Landsmann Chimdessa Debele durch. Für den 21-jährigen Gobena ist das der größte Erfolg seiner Karriere. Drei weitere Läufer schafften den Sprung unter die Marke von 2:05 Stunden: Tebello Ramakongoana aus Lesotho, der favorisierte Weltmeister Alphonce Felix Simbu aus Tansania und Jemal Mekonen aus Äthiopien. Bester Kenianer war Vincent Ngetich auf Rang sieben, der australische Topläufer Andrew Buchanan wurde in 2:10:14 Stunden nur 16. Hagos Gebrhiwet lief bei seinem mit Spannung erwarteten Marathon-Debüt nach 2:10:56 Stunden ins Ziel.
Rund 40.000 Laufbegeisterte sorgten für einen neuen Teilnahmerekord bei Australiens bedeutendster Laufveranstaltung. Die Marathonstrecke führte an etlichen Sehenswürdigkeiten der Metropole vorbei. Gleich nach dem Start überquerte das Feld die berühmte Harbour Bridge, die Ziellinie ist in der Nähe des weltberühmten Opernhauses angesiedelt.

🇦🇹 Bereits zum 25. Mal fand der Wien Energie Business Run statt. Rund 31.500 Läufer:innen und mehr als 1.000 Unternehmen beteiligten sich beim Event auf der Donauinsel. „Ein Jubiläum, wie wir es uns schöner nicht hätten vorstellen können“, sagte Veranstalter Gerhard Wehr. Unter anderem war auch Staatssekretärin Michaela Schmidt am Start.

Autor: Thomas Kofler
Bilder: © WACHAUmarathon / Matthias Heschl / Bernd Gruber

Share your love