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Harter Wettkampf und gelungener Test für Mayer

Bei schwierigen Bedingungen lief Julia Mayer beim Halbmarathon in Gent die zweitschnellste Halbmarathonzeit der österreichischen Laufgeschichte. Die Laufzeit in Kombination mit den örtlichen Herausforderungen lassen sie optimistisch Richtung finale Trainingsphase vor dem Vienna City Marathon blicken. Mit einem Booster für das Selbstvertrauen.
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„Das Selbstvertrauen war schon vor dem Wettkampf da, aber jetzt ist es absolut bei 100%“, stellte Julia Mayer (DSG Wien) einige Stunden, nachdem sie in einer Zeit von 1:11:31 Stunden (netto 1:11:29) das Ziel des Gent Halbmarathon erreicht hatte, fest. Der wichtige Wettkampf sechs Wochen vor dem großen Frühjahrsziel, dem Vienna City Marathon am 23. April hat seinen Zweck mehr als erfüllt. Das Foto, das die 30-Jährige kurz vor dem Ziel zeigt, demonstriert, wie herausfordernd die Begleiterscheinungen des Wettkampfs waren und wie der Gegenwind das Rennen aller Teilnehmenden beeinträchtigte. Sie habe noch nie so große Divergenzen in den Kilometersplits in einem Wettkampf erlebt, bei dem sie ihre Leistung von Kilometer eins bis zum letzten bringen konnte. Teilweise variierten sie zwischen 3:12 und 3:22 Minuten, je nachdem aus welcher Richtung der böige Wind in der belgischen Küstennähe zugriff. „Ich hasse Tempowechsel, ich möchte immer so konstant wie möglich laufen. So große Unterschiede passen nicht zu meinem Typus“, hielt sie fest und meinte das positiv. Denn, weil die Zielzeit auf hohem Niveau blieb, ist der Belastungsreiz interessant und die Erkenntnisse daraus sehr positiv. Dass der Untergrund vom Regen der Nacht nass war, was die Kopfsteinpflaster im Stadtteil Gentbrügge etwas rutschig machte, und die ein oder andere Streckenpassage leicht gatschig war, kam noch dazu.

Bereit für finale Trainingsphase

So war die sprichwörtliche Träne, die Mayer dem verpassten ÖLV-Rekord, den sie selbst in einer Zeit von 1:11:13 Stunden hält und den sie als Wunsch für den gestrigen Wettkampf ausgegeben hatte, maximal eine ganz kleine. Der Wettkampf zeige ihr, dass sie wesentlich mehr drauf habe, was die nackten Zahlen auf der Ergebnisliste anbelangt. Die Gelegenheit, ihre Bestmarke aus dem Jahr 2022 zu steigern, komme bestimmt unter anderen Voraussetzungen – auch die Tatsache berücksichtigend, dass Mayer aus der Marathon-Vorbereitung kaum spezifische Tempoeinheiten gemacht hat. Die Zeit von 1:11:31 Stunden ist übrigens die zweitschnellste jemals von einer Österreicherin registrierte, drei Sekunden unter dem alten ÖLV-Rekord von Andrea Mayr (Linz 2015).

Und so war das Körpergefühl bereits einige Stunden nach der Belastung wieder so gut, dass Mayer nach zwei bis drei Erholungstagen wieder ins Training einsteigen will. Ob sie bei den Staatsmeisterschaften in zwei Wochen in Graz noch einen Halbmarathon-Wettkampf läuft oder früher als geplant ins Höhentrainingslager nach Südafrika fliegt, wo sie bereits im Winter die Grundlage für ihre aktuell hervorragende Verfassung gelegt hat, ist seit gestern offener denn je. „Eigentlich“, teilte sie ihren Eindruck, „habe ich alle Erkenntnisse, die ich brauche, um sofort wieder zurück in die Höhe zu gehen und die Vorbereitung auf den VCM abzuschließen.“

Das Geheimnis liegt in der langfristigen Planung

Als wichtigen Grund dafür, dass es in Vorbereitung des Wien Marathon aktuell so gut läuft, sieht Mayer darin, dass sie erstmals mit ihrem ersten gut vorbereiteten Marathon als Anlass langfristig konzeptionell auf einen Wettkampf hinarbeitet und den Trainingsplan konsequent durchzieht. Ohne „Ablenkung“ durch andere Ziele. „Natürlich wäre es geil gewesen, heute im Crosslauf einen Staatsmeistertitel einzufahren. Oder vor einer Woche in Istanbul bei der Hallen-EM zu laufen“, gibt sie zu. Aber die Bestätigung des Marathon-Wegs durch die gestrige Halbmarathon-Zeit verleiht ebenfalls ein gutes Gefühl.

Nur drei Ostafrikanerinnen vor Mayer

Im Wettkampf belegte Mayer als beste Europäerin den vierten Platz hinter drei jungen Ostafrikanerinnen, die bis dato wenige Spuren in der europäischen Wettkampfszene hinterlassen haben. Shamila Kipsiror gewann in einer Zeit von 1:07:53 Stunden, es war ihr erster Halbmarathon überhaupt. Ihre kenianische Landsfrau Veronica Loleo (1:08:03) und die Äthiopierin Kasanesh Baze (1:08:40), ebenfalls eine Debütantin, folgten auf das Siegerpodest.

Belgische Meisterin wurde Hanne Verbruggen, die bis etwa bei Kilometer 15 leicht vor Mayer lag und dann noch eine knappe Minute auf die Österreicherin verlor.

Abdi stürmt zu belgischem Rekord

Aus internationaler Sicht für die Topleistung des Tages sorgte Bashir Abdi, Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen und bei den Weltmeisterschaften im Marathon. Der Marathon-Europarekordhalter verbesserte den 25 Jahre alten belgischen Landesrekord von Mohammed Mourhit, eine absolute Größe im europäischen Laufsport Ende der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts, trotz der diffizilen Bedingungen auf eine Zeit von 59:51 Minuten. Mit einer Verbesserung seiner eigenen, vor zwei Jahren auf dem selben Kurs aufgestellten Bestleistung um 39 Sekunden ist er der erste Belgier und der neunte Europäer, der auf einem, regulären Kurs eine Halbmarathonzeit von unter einer Stunde erzielte. Und das war nicht einfach, wie belgische Medienberichte skizzieren: Bereits nach einem Viertel der Distanz waren ihm seine Tempomacher zu langsam und er nahm das Heft selbst in die Hand, eine Zeitlang noch in Begleitung einiger Mitstreiter. „Ich musste ziemlich gegen den Wind kämpfen und es war nicht einfach. Aber ich bin sehr zufrieden, dass es ich geschafft habe“, zitierte die Plattform „Sporza.be“ den belgischen Marathon-Star.

Die Steigerung des 34-Jährigen ist freilich keine Sensation. Denn der von Gary Lough, Ehemann der britischen Lauflegende Paula Radcliffe, trainierte Belgier mit somalischen Wurzeln, hat sich in den letzten Jahren im Marathon stetig verbessert bis hin zum Europarekord von 2:03:36 Stunden beim Rotterdam Marathon 2021. Nun hat er in seinem ersten Halbmarathon seit eineinhalb Jahren (und dem ersten seit fast zwei Jahren auf einem regulären Kurs) nachgezogen, wenn man so will. Was diese Leistung für das nächste Marathon-Ziel Abdis bedeutet, wird am 16. April sichtbar werden. Dann ist der Belgier Star des Rotterdam Marathon, wo er 2021 den Europarekord aufgestellt hat. „Das war ein guter Test. Ich glaube, ich kann das Tempo über eine längere Distanz hochhalten“, meinte er.

Abraham Akopesha und Djamal Abdi aus Kenia bzw. Dschibuti begleiteten ihn mit deutlichem Abstand zur Siegerehrung. Zwei weitere Europäer zeigten Spitzenleistungen. Simon Debognies debütierte in 1:01:52 Stunden und holte hinter Abdi die Silbermedaille bei den belgischen Meisterschaften. Der Norweger Sondre Moen finishte in 1:02:07 Stunden – wie im Falle von Julia Mayer ein gutes Zeichen in Richtung Vienna City Marathon (siehe RunAustria-Bericht).

Ergebnisse Runners’ Lab Halve Marathon Gent 2023

Frauen

  1. Shamila Kipsiror (KEN) 1:07:53 Stunden *
  2. Veronica Loleo (KEN) 1:08:03 Stunden **
  3. Kasanesh Baze (ETH) 1:08:40 Stunden *
  4. Julia Mayer (AUT) 1:11:31 Stunden
  5. Hanne Verbruggen (BEL) 1:12:28 Stunden ***
  6. Lydia Njeri (KEN) 1:12:56 Stunden
  7. Juliette Thomas (BEL) 1:13:54 Stunden **
  8. Victoria Warpy (BEL) 1:14:04 Stunden **
  9. Hannah Vandenbussche (BEL) 1:14:42 Stunden
  10. Elke Godden (BEL) 1:15:48 Stunden *

Männer

  1. Bashir Abdi (BEL) 59:51 Minuten *** / ****
  2. Abraham Akopesha (KEN) 1:00:40 Stunden
  3. Djamal Abdi (DJI) 1:00:56 Stunden **
  4. Collins Kipkurui (KEN) 1:01:04 Stunden *
  5. Peter Mwaniki (KEN) 1:01:37 Stunden
  6. Simon Debognies (BEL) 1:01:52 Stunden *
  7. Sondre Moen (NOR) 1:02:07 Stunden
  8. Kibor William (KEN) 1:02:19 Stunden
  9. Dorian Boulvin (BEL) 1:03:07 Stunden **
  10. Joris Keppens (BEL) 1:04:06 Stunden **

* Halbmarathon-Debüt
** neue persönliche Bestleistung
*** belgischer Meistertitel
**** neuer belgischer Halbmarathonrekord

Runners’ Lab Halve Marathon

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