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Hassan verbessert Europarekord in historischem 5.000m-Lauf

Erst zweimal haben bisher drei Läuferinnen im selben 5.000m-Lauf die Zeit von 14:20 Minuten unterboten, zuletzt vor sechs Wochen in Paris. Am Sonntagnachmittag in London blieben die Top-Fünf unter dieser Marke. Sifan Hassan verbesserte ihren Europarekord deutlich, Alicia Monson steigerte den US-Rekord. Neue Meetingrekorde produzierten Jackline Chepkoech im 3.000m-Hindernislauf und Jemma Reekie als Siegerin über 800m.
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Zwei Tage nach dem gewaltigen Weltrekord über die Meile von Faith Kipyegon in Monaco am Freitagabend (siehe RunAustria-Bericht) ging beim letzten Diamond-League-Meeting vor den Weltmeisterschaften in Budapest in London ein historisch schnelles 5.000m-Rennen der Frauen über die Bühne – eine Distanz, auf der Faith Kipyegon seit Juni den Weltrekord hält. London gab einen Vorgeschmack, welch spannenden Kampf die Weltmeisterschaften in Budapest mit dem Aufeinandertreffen zwischen dem kenianischen Superstar, möglicherweise Sifan Hassan und den besten Äthiopierinnen sowie Kenias Nummer eins Beatrice Chebet bringen könnte.

Hassan erst auf der Zielgerade geschlagen

Sifan Hassan feierte drei Monate nach ihrem spektakulären Marathon-Debüt beim London Marathon, das sie schlussendlich gewann, ihr Comeback in der Diamond League. Im 5.000m-Lauf von London übernahm die 30-Jährige nach 3.000 Metern, als die Tempomacherinnen ausstiegen, bald die Führung von Beatrice Chebet und hielt das Tempo konstant hoch, so dass eine schnellere Siegerzeit als eine von den Tempomacherinnen vorbereitete von knapp unter 14:20 Minuten realisierbar wurde. Die Holländerin führte eine Fünfergruppe in die letzte Runde, Weltmeisterin Gudaf Tsegay, ihre Stellvertreterin Beatrice Chebet, Junioren-Weltmeisterin Medina Eisa und Alicia Monson folgten ihr. Vor der letzten Kurve riss eine leichte Lücke zwischen Tsegay und Chebet, doch die Kenianerin konnte durch die Kurve Kontakt halten. Aus der Kurve heraus attackierte Tsegay Hassan erfolgreich und auch Chebet schlüpfte noch an der Holländerin vorbei. In einer Zeit von 14:12,29 Minuten, einer Verbesserung ihres „Hausrekords“ um eine Sekunde, siegte Tsegay schließlich zum ersten Mal über diese Distanz in der Diamond League – drei Siege über 1.500m stehen für sie bereits zu Buche. Den Meetingrekord von Hellen Obiri brach die 26-Jährige um acht Sekunden.

Vize-Weltmeisterin Chebet steigerte sich um unglaubliche 22 Sekunden auf eine Zeit von 14:12,92 Minuten und wurde Zweite – zu ihrer Verteidigung muss erwähnt werden, dass die 23-Jährige in letzter Zeit nie in einem richtig schnellen Rennen war, aber spätestens seit 2022 zur absoluten Weltklasse gehört. Es war ihre erste Niederlage seit den Weltmeisterschaften vor einem Jahr über 5.000m. Hassan steigerte ihren Europarekord aus dem Jahr 2019, ebenfalls in London gelaufen, um knapp neun Sekunden auf eine Zeit von 14:13,42 Minuten. Die viertplatzierte Medina Eisa steigerte ihren individuellen Bestwert um fast 24 Sekunden und verbesserte in einer Zeit von 14:16,54 Minuten den bisherigen U20-Weltrekord einer gewissen Tirunesh Dibaba um über 14 Sekunden! Monson verbesserte in 14:19,45 Minuten den nord- und mittelamerikanischen Kontinentalrekord der aktuell wegen Dopings gesperrten Shelby Houlihan um viereinhalb Sekunden. Nie zuvor musste eine Läuferin für einen fünften Platz so schnell laufen wie die 25-Jährige in London.

Italienischer Rekord für Battocletti

Hinter Monson riss eine Lücke von fast 20 Sekunden auf, doch auch die darauf ins Ziel laufenden, jungen Äthiopierinnen Birke Haylom und Melknat Wudu überzeugten mit tollen Leistungen. Die achtplatzierte Nadia Battocletti verbesserte in einer Zeit von 14:41,30 Minuten den 27 Jahre alten italienischen Landesrekord von Roberta Brunet um über drei Sekunden – und ihre aus dem Olympischen Finale von Tokio stammende persönliche Bestleistung um fünf Sekunden. „Mein Ziel war es, das Olympia-Limit (von 14:52,00, Anm. d. Red.) unter Dach und Fach zu bringen. Einen Monat vor den Weltmeisterschaften in Budapest verleiht mir dieser Rekord nun Rückenwind“, wird die 23-Jährige auf der Website des Italienischen Leichtathletik-Verbandes (FIDAL) zitiert. Auch das WM-Limit für Budapest hatte die Italienerin noch nicht in der Tasche, wenngleich sie über die Weltrangliste sicher ins Feld gerutscht wäre.

Persönliche Bestleistungen gab es u.a. für die nun für die Olympischen Spiele qualifizierte Holländerin Maureen Koster, nun Nummer zwei der ewigen holländischen Bestenliste hinter gleich 13 Ergebnissen von Hassan, und U23-Europameisterin Megan Keith, die in 14:56,98 Minuten deutlich unter 15 Minuten blieb. „Weit besser als meine Erwartungen“, fand die 21-Järhgie.

RunAustria-Lesetipp: Das Diamond-League-Meeting in Monaco

Das perfekte Triple: Faith Kipyegon pulverisiert Meilen-Weltrekord

19-jährige Chepkoech mit erster Zeit unter neun Minuten der Saison

Eine deutliche Leistungsverbesserung brachte der 3.000m-Hindernislauf für seine erst 19 Jahre alte Siegerin Jackline Chepkoech. Die Junioren-Weltmeisterin aus dem Jahr 2021 steigerte bei ihrem zweiten Sieg in der Diamond League ihre persönliche Bestleistung um fünf Sekunden und klassierte sich als zehnte Athletin der Geschichte mit einer Zeit unter neun Minuten mit 8:57,35 Minuten auf Platz sieben der ewigen Weltbestenliste. „Unglaublich, wie gut es sich anfühlt, unter neun Minuten zu laufen“, strahlte die Siegerin. Da Chepkoech noch im Laufe dieses Kalenderjahres 20 wird, zählt die Zeit nicht als Junioren-Weltrekord. Jackline Chepkoech, die die Weltjahresbestleistung von Florenz-Siegerin Sembo Ayalew und den neun Jahre alten Meetingrekord von Hiwot Ayalew verbesserte, ließ in London im innerkenianischen Duell ihre Namensvetterin und Lausanne-Siegerin Beatrice Chepkoech (9:04,34, Saisonbestleistung) klar hinter sich. Dritte wurde mit einem Abstand von fast 19 Sekunden zur Siegerin die Britin Aimee Pratt, die damit die WM-Qualifikation vervollständigte. „Ich bin so froh darüber, denn der Druck es hier, bei meiner letzten Gelegenheit zu schaffen, war enorm“, so die 25-Jährige, deren Landsfrau und EM-Medaillengewinnerin von München, Elizabeth Bird, nicht mithalten konnte und nur Elfte wurde.

Reekie mit aufsteigender Form zum Sieg

Im 800m-Lauf der Frauen fehlte Lokalmatadorin Keely Hodgkinson krankheitsbedingt an der Startlinie. In die Bresche sprang Jemma Reekie, die mit ihrem schnellsten 800m-Lauf seit den Olympischen Spielen, als sie als Vierte knapp Edelmetall verpasste, und einer Siegerzeit von 1:57,30 Minuten überraschend Natoya Goule-Toppin und Halimah Nakaayi (1:57,61 und 1:57,62) hinter sich ließ. Die 25-jährige Schottin brach den zehn Jahre alten Meetingrekord von Brenda Martinez aus den USA um fast eine Sekunde und blieb über eineinhalb Sekunden unter ihrer bisherigen Saisonbestleistung. „Ich bin nun in einer guten Position, bei der WM gibt es nichts zu verlieren“, so die britische Meisterin, die seit der Trennung mit Andy Young von Jon Bigg trainiert wird. Reekie kam als Dritte aus der letzten Kurve und setzte unter dem lauten Jubel des rund 50.000 Menschen zählenden Publikums im Olympiastadion von London zum erfolgreichen Überholmanöver gegen die Afrikanerin und Jamaikanerin an. Nakaayi steigerte ihren eigenen Landesrekord für Uganda. Die viertplatzierte Catriona Bisset blieb unter ihrem eigenen ozeanischen Kontinentalrekord und unterbot in 1:57,78 Minuten als erste australische Läuferin der Geschichte die Marke von 1:58 Minuten.

Erster US-Sieg in der Diamond League im 1.500m-Lauf nach zwölf Jahren

In der einzigen Diamond-League-Laufdisziplin der Männer fehlte Topstar Jakob Ingebrigtsen, der sich in St. Moritz auf die Weltmeisterschaften vorbereitet. Dennoch hätte es fast einen norwegischen Sieg gegeben. Narve Gilje Nordas erzielte in einer Zeit von 3:30,58 Minuten als Zweiter sein bisheriges Topresultat. Einen Hauch schneller war lediglich der US-Amerikaner Yared Nuguse, den eine Zeit von 3:30,44 Minuten zu seinem ersten Diamond-League-Sieg führte. Auch für die Gastgeber gab es etwas zu jubeln: Neil Gourley (3:30,60), nur Neunter beim Glockenton, Elliot Giles (3:30,92) und Matthew Stonier (3:31,30), der bei den U23-Europameisterschaften Gold verfehlte, markierten allesamt eine persönliche Bestleistung. In einem engen Zieleinlauf mit den Top-Acht binnen einer Sekunde und den Top-Zwölf binnen 1,37 Sekunden blieb Timothy Cheruiyot als Achter in 3:31,44 Minuten überraschend weit zurück.

Bemerkenswert ist auch das Ergebnis des 800m-Laufs, welches für die Top-Briten (mit Ausnahme von Daniel Rowden, der in Monaco eine Bestzeit lief) und die Ambition der Erlangung des WM-Limits von 1:44,70 Minuten ausgelegt war. Max Burgin brauchte es noch und blieb als Sieger in 1:43,85 Minuten deutlich darunter. Genauso der zweitplatzierte Ben Pattison in 1:44,02 Minuten. Vier der Top-Sechs erzielten persönliche Bestleistungen, alle unter 1:45 Minuten.

Ergebnisse Diamond-League-Meeting in London 2023 (Laufentscheidungen)

5.000m-Lauf der Frauen

  1. Gudaf Tsegay (ETH) 14:12,29 Minuten * / **
  2. Beatrice Chebet (KEN) 14:12,92 Minuten **
  3. Sifan Hassan (NED) 14:13,62 Minuten ***
  4. Medina Eisa (ETH) 14:16,54 Minuten ****
  5. Alicia Monson (USA) 14:19,45 Minuten *****
  6. Birke Haylom (ETH) 14:37,94 Minuten ******
  7. Melknat Wudu (ETH) 14:39,36 Minuten **
  8. Nadia Battocletti (ITA) 14:41,30 Minuten *******

3.000m-Hindernislauf der Frauen

  1. Jackline Chepkoech (KEN) 8:57,35 Minuten * / **
  2. Beatrice Chepkoech (EKN) 9:04,34 Minuten
  3. Aimee Pratt (GBR) 9:16,10 Minuten
  4. Courtney Wayment (USA) 9:17,21 Minuten
  5. Flavie Renouard (FRA) 9:19,07 Minuten **
  6. Kristlin Gear (USA) 9:25,49 Minuten
  7. Alicja Konieczek (POL) 9:30,19 Minuten
  8. Juliane Hvid (DEN) 9:33,40 Minuten **

    11. Elizabeth Bird (GBR) 9:59,12 Minuten

1.500m-Lauf der Männer

  1. Yared Nuguse (USA) 3:30,44 Minuten
  2. Narve Gilje Nordas (NOR) 3:30,58 Minuten
  3. Neil Gourley (GBR) 3:30,60 Minuten **
  4. Elliot Giles (GBR) 3:30,92 Minuten **
  5. Matthew Stonier (GBR) 3:31,30 Minuten **
  6. Stewart McSweyn (AUS) 3:31,43 Minuten
  7. Adel Mechaal (ESP) 3:31,43 Minuten
  8. Timothy Cheruiyot (KEN) 3:31,44 Minuten

800m-Lauf der Frauen

  1. Jemma Reekie (GBR) 1:57,30 Minuten *
  2. Natoya Goule-Toppin (JAM) 1:57,61 Minuten
  3. Halimah Nakaayi (UGA) 1:57,62 Minuten ********
  4. Catriona Bisset (AUS) 1:57,78 Minuten *********
  5. Katie Snowden (GBR) 1:58,00 Minuten **
  6. Renelle Lamote (FRA) 1:58,64 Minuten
  7. Raevyn Rogers (USA) 1:58,98 Minuten
  8. Sage Hurta-Klecker (USA) 2:03,98 Minuten

    DNF Anita Horvat (SLO)
    DNF Diribe Welteji (ETH)
    DNS Keely Hodgkinson (GBR)

800m-Lauf der Männer

  1. Max Burgin (GBR) 1:43,85 Minuten
  2. Ben Pattison (GBR) 1:44,02 Minuten **
  3. Alex Botterill (GBR) 1:44,75 Minuten **
  4. Guy Learmonth (GBR) 1:44,80 Minuten
  5. Thomas Randolph (GBR) 1:44,88 Minuten **
  6. Ethan Hussey (GBR) 1:44,96 Minuten **

* neuer Meetingrekord
** neue persönliche Bestleistung
*** neuer Europarekord
**** neuer Junioren-Weltrekord
***** neuer Nordamerikarekord
****** 5.000m-Debüt
******* neuer italienischer Landesrekord
******** neuer Landesrekord für Uganda
********* neuer Ozeanienrekord

Wanda Diamond League in London

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