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Hattrick für Shure Demise beim Toronto Marathon

Nach neun Jahren ist die Äthiopierin Shure Demise auf das oberste Treppchen des Toronto Waterfront Marathon zurückgekehrt. Dabei gelang eine Spitzenzeit.
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Alle guten Dinge sind bekanntlich drei. Shure Demise musste auf die Erfüllung dieser Redewendung lange warten. In den Jahren 2015 und 2016 triumphierte sie bei Kanadas wichtigstem Marathon, dem Toronto Waterfront Marathon. Damals als blutjunge Marathonläuferin im Alter von 19 und 20 Jahren. Neun Jahre später stand sie wieder ganz oben. Als erste Dreifachsiegerin des Events, bei den Männern haben das die Kenianer Kenneth Mungara (viermal) und Philemon Rono geschafft.

Mit dem zweitschnellsten Marathon ihrer langen Karriere von 2:21:04 Stunden, gerade einmal um fünf Sekunden an der aus der vom Dubai Marathon 2015 stammenden persönlichen Bestzeit vorbei, hat sich Shure Demise auf höchster Ebene zurückgemeldet. Bereits im Frühjahr strahlte sie beim Mailand Marathon vom obersten Podest, davor war sie drei Jahre lang ohne Marathon-Finish und sechs Jahre ohne Marathon-Spitzenpositionierung geblieben. „Für mich ist das ein besonderer Erfolg. Mein erster hier in Toronto als Mutter“, sagte sie bei der Pressekonferenz mit Hilfe eines Übersetzers.

Verfolgergruppe bog falsch ab

Desise feierte in Begleitung ihres persönlichen Tempomachers einen komfortablen Start-Ziel-Sieg und lief einen Vorsprung von fast drei Minuten auf die Kenianerin Betty Chepkorir heraus, mit drei weiteren Minuten Rückstand wurde Almaz Kebede aus Äthiopien Dritte. Ein Umstand verkomplizierte das Rennen für die Spitzengruppe: die Bedingungen mit dem recht starken Wind bei hohen Temperaturen von 17°C bereits beim Start, nicht untypisch für die kanadische Hafenmetropole. Ein zweiter begünstigte die Siegerin: Denn während sie den Kurs korrekt lief, bog ihre Verfolgergruppe zu Rennmitte falsch ab und war irrtümlich auf dem Weg ins Halbmarathon-Ziel.

Bei den Männern gelang Leonard Langat in einer Zeit von 2:08:04 Stunden der nächste beachtliche Marathonsieg. Der 29-jährige Kenianer hat bereits 2021 den Vienna City Marathon und 2025 den Mailand Marathon gewonnen. Hinter ihm komplettierten Noah Kipkemoi und Sila Kiptoo den kenianischen Dreifachsieg, sechs Läufer blieben unter 2:10 Stunden. Vorjahressieger Mulugeta Uma aus Äthiopien stieg vorzeitig aus.

Flanagan bei Debüt kanadischer Meister

Gleich bei seinem Marathon-Debüt lief der ehemalige 5.000m- bis 10km-Spezialist Ben Flanagan zum kanadischen Meistertitel. Der 30-Jährige beendete seine Premiere auf der Traditionsdistanz nach 2:15:41 Stunden auf Position zehn der Gesamtwertung. „Bis Kilometer 35 lief alles gut, dann zerbröckelte mein Körper“, wird Flanagan im Canadian Running Magazine zitiert. Die Energie von außen habe ihn zum Weitermachen animiert. Ebenfalls den ersten kanadischen Meistertitel im Marathonlauf gewann Rachel Hannah (Sechste in der Gesamtwertung), der in einer Zeit von 2:33:48 Stunden ihr schnellster Marathon seit fast einem Jahrzehnt gelang. Hannah ist mittlerweile 39 Jahre alt und sprach von einem erfüllten Lebenstraum.

© SIP / Johannes Langer

Österreichischer Sieg in Ljubljana

Im Rahmen der 29. Ausgabe des NLB Ljubljana Marathon hat es einen österreichischen Sieg gegeben. Barbara Bischof (team2012.at) lief in einer Zeit von 1:20:04 Stunden als Siegerin über die Ziellinie. Dabei lief die 42-Jährige knapp zwei Minuten schneller als bei ihrem letzten Halbmarathon im Rahmen von Kärnten Läuft Ende August und laut ÖLV-Statistik erstmals überhaupt unter 1:20 Stunden, denn ihre registrierte Nettozeit lag bei 1:19:55 Stunden.

Sieger im Marathon waren die Äthiopier Abadi Gebresilase und Gezahagn Mengistu in Leistungen von 2:06:52 und 2:22:46 Stunden. Damit blieben die Siegerzeiten zum dritten Mal in Folge unter 2:07 bzw. 2:23 Stunden. Streckenrekorde gab es durch die Slowenen Jan Kokaly (Halbmarathon, 1:02:59) sowie Vid Botolin (29:44) und Klara Lukan (30:54) im 10km-Lauf. Mit 29.555 Anmeldungen für alle Bewerbe, davon 3.310 für den Marathon, feierte der Ljubljana Marathon in seiner 29. Ausgabe einen neuen Teilnahmerekord. Die Teilnehmer:innen genossen perfekte Laufbedingungen auf dem schönen Kurs durch die slowenische Hauptstadt.

Weitere Straßenlauf-Ergebnisse des Wochenendes

🇯🇵 Der äthiopische Langstreckenstar Selemon Barega hat am Sonntag den Tokyo Legacy Halbmarathon, ausgetragen von der Tokyo Marathon Foundation, im Duell mit dem Kenianer Richard Etir gewonnen. Beide wurden mit einer Zeit von 1:01:22 Stunden registriert. Bei den Frauen gewann die kenianische Debütantin Rebecca Mwangi in 1:08:46 Stunden. Die Strecke des Tokio Halbmarathon imitiert den Olympiakurs von Tokio 2021, der aber für die Olympischen Spiele nie gebraucht wurde, da die Marathonläufe damals kurzfristig aus klimatischen Gründen nach Sapporo verlegt wurden. Start und Ziel des Rennens befanden sich im Nationalstadion von Tokio, wo Barega vor vier Jahren seinen größten Erfolg gefeiert hat: Olympiasieger im 10.000m-Lauf.

🇰🇷 Nicht alle internationalen Marathons werden von afrikanischen Athleten gewonnen. Einen Beweis dafür lieferte Fearghal Curtin mit seinem Erfolg beim Gyeongju International Marathon in Südkorea. Es ist noch besser: In seinem erst zweiten Marathon brach der 27-Jährige den irischen Marathonrekord und schraubte ihn auf eine Zeit von 2:07:54 Stunden, womit er im Wettkampf über zwei Minuten Vorsprung auf den Äthiopier Antenayehu Dagnachew herauslief. Bisher hatte Peter Lynch den irischen Rekord gelaugen, aufgestellt im Frühjahr in Düsseldorf in einer Zeit von 2:09:36 Stunden. Damals war auch der neue Rekordhalter als Debütant im Rennen. Curtin hatte erst vor einem Monat in Kopenhagen den irischen Halbmarathonrekord auf eine Zeit von 1:00:22 Stunden gestellt.

🇮🇹 Italiens zweifache WM-Medaillengewinnerin Nadia Battocletti hat die Corsa dei Castelli in Triest gewonnen. Die 25-Jährige, amtierende Europameisterin in dieser Disziplin, dem 10km-Lauf, überquerte die Ziellinie in einer Zeit von 32:52 Minuten, es war ihr erster Wettkampf nach der Pause im Anschluss an die Weltmeisterschaften und damit Auftakt in die Vorbereitung der Wintersaison, in der sie die Titelverteidigung bei den Crosslauf-Europameisterschaften anstrebt. Bei den Männern glänzte der Südafrikaner Maxime Chaumeton mit einer Siegerzeit von 27:50 Minuten, womit er Hosea Chemutai aus Uganda um über eine Minute auf den zweiten Platz verwies. In diesen Event inkludiert war ein U23-Länderkampf. Fabienne Müller (2.) und Nino Freitag (3.) liefen bei zwei italienischen Siegen Spitzenplätze für die Schweiz ein. Das Schweizer Team gewann jeweils Bronze in der Nationenwertung hinter Italien und Großbritannien.

🇳🇴 Die großen Schlagzeilen hat der 28-jährige José Carlos Pinto außerhalb der portugiesischen Lauf-Community vor dem Wettkampfjahr 2025 nicht gemacht. Doch heuer gelangen ihm gleich fünf 1.500m-Läufe unter 3:35 Minuten, darunter Siege bei den renommierten Meetings in Luzern und Ostrava sowie einer persönlichen Bestzeit mit Rennsieg in Heusden-Zolder im Juli (3:31,94). Nun gelang dem WM-Halbfinalisten und Landsmann des Überraschungs-Weltmeisters im 1.500m-Lauf, Isaac Nader, bei einem 10 Kilometer lauf im norwegischen Hole (Hytteplanmila) ein Achtungserfolg. Im 10km-Lauf lief er nicht nur als Sieger ins Ziel, sondern verbesserte den eben erst vor zwei Wochen von Samuel Barata aufgestellten portugiesischen Rekord auf eine Zeit von 27:53 Minuten. Mit dieser Leistung verwies er Lokalmatador und Favorit Narve Gilje Nordas um 32 Sekunden auf den zweiten Platz. Sein 18-jähriger Landsmann Magnus Öyen wurde Fünfter. Bei den Frauen siegte die Norwegerin Kristine Eikrem Engste in 32:03 Minuten knapp vor der Schwedin Carolina Johnson.

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