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Hellen Obiri meldet sich mit Sieg in New York zurück

Knapp zwei Monate nach Platz zwei beim Boston Marathon gewann Hellen Obiri den Frauenlauf New York Mini 10K und ließ dieses Mal auch Boston-Siegerin Sharon Lokedi hinter sich.
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Hellen Obiri ist auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Beim New York Mini 10K, dem berühmten Frauenlauf im Central Park in New York, absolvierte sie die zehn Kilometer lange Strecke in einer Zeit von 30:44 Minuten am schnellsten und setzte sich gegen die neue US-Rekordhalterin Weini Kelati und Ex-Marathon-Weltmeisterin Gotytom Gebreslase durch. Boston-Siegerin Sharon Lokedi kam auch dem fünften Platz ins Ziel. Beste Europäerin war die zehntplatzierte Juliette Thomas aus Belgien, vor zwei Wochen Vierte beim Österreichischen Frauenlauf.

Seitdem Hellen Obiri ihren Lebensmittelpunkt in die Höhe von Colorado verlegt hat und sich dem dort ansässigen On Athletics Club angeschlossen hat, performt die Kenianerin hauptsächlich bei Wettkämpfen in den USA. In ihrer reichhaltigen Liste von prestigeträchtigen Erfolgen hat einer bisher gefehlt: der Sieg beim wichtigsten Frauenlauf der USA, dem New York Mini 10K. Daher passt dieser Erfolg perfekt auf ihre Visitenkarte. Mit einer Zeit von 30:44 Minuten gelang auch bei schwierigen Bedingungen mit enormer Luftfeuchtigkeit ein standesgemäßer, die viertschnellste der langen Veranstaltungsgeschichte, innerhalb der die dreifache Siegerin Senbere Teferi mit ihrer Wahnsinnsleistung aus dem Jahr 2023 den Streckenrekord in 30:12 Minuten hält.

New York Mini 10K 2025

Es ist Obiris erster Saisonsieg nach Platz zwei beim Boston Marathon im April und Platz vier beim Manchester 10K vier Wochen später. Daher zeigte sich die Kenianerin auch erleichtert und verriet gegenüber anwesenden Medien, sie habe gezielt Geschwindigkeitseinheiten in ihr Training integriert, um bereit für den Wettkampf zu sein.

Fast 10.000 Läuferinnen

1972 hat New-York-City-Marathon Gründer Fred Lebow eine bahnbrechende Idee: ein Lauf, der nur für Frauen ausgeschrieben wurde. Es war die Premiere des heutigen New York Mini 10K, der seit 1975 über diese Distanz ausgetragen wird und heuer seine bereits 53. Auflage erlebte, mit dem 19. kenianischen Sieg. Mit 9.973 Finisherinnen feierten die New York Road Runners, die diesen Event organisieren, einen neuen Teilnahmerekord.

Kelati neue US-Rekordhalterin

Obiri musste auch ihre Leistungsgrenze ausloten, um das Rennen zu gewinnen. Denn mit Weini Kelati hatte sie eine bärenstarke Gegnerin. Die 28-Jährige, die im Jänner einen neuen US-Rekord im Halbmarathon aufgestellt hat, lief in einer Zeit von 30:49 Minuten als Zweite ins Ziel und blieb drei Sekunden unter dem neun Jahre alten nordamerikanischen Kontinentalrekord der ehemaligen Siegerin des New York City Marathon, Shalane Flanagan. Und so freute sich Kelati, wie „Let’sRun.com“ betonte, auch über ein insgesamt höheres Preisgeld als die Siegerin.

Eine weitere US-Amerikanerin zeigte eine bemerkenswerte Leistung: Taylor Roe wurde hinter Gotytom Gebreslase Vierte und schob sich mit einer Zeit von 30:58 Minuten auf Rang drei der ewigen US-Bestenliste. Armanda Vestri, im Vorjahr beste Amerikanerin bei diesem Event, rundete als Sechste hinter der in den USA lebenden Sharon Lokedi das starke Resultat für den US-Laufsport ab.

Weitere Straßenlauf-Ergebnisse

🇷🇼 Die ehemalige Siegerin des Salzburg Marathon, Teresiah Omosa aus Kenia, hat am Sonntag den Kigali Peace Marathon in Ruanda gewonnen. In einer Zeit von 2:37:12 Minuten war sie um 17 Sekunden schneller als die Äthiopierin Kebene Chala. Der Sieg im Männerrennen ging an den Kenianer Laban Korir in einer Zeit von 2:18:26 Minuten. Der 39-jährige Korir hat schon zehn Marathonläufe in einer Zeit unter 2:08 Stunden absolviert und stand in Amsterdam, Rotterdam sowie Paris auf dem Marathon-Stockerl.

🇨🇿 Eine Woche zuvor ging unweit der österreichischen Landesgrenze die 13. Auflage des Mattoni Halbmarathon in Ceske Budejovice (Budweis) als Teil der Serie RunCzech über die Bühne. Der Holländer Khalid Choukoud in einer Zeit von 1:04:08 Stunden und die Ukrainerin Mariia Mazurenko in einer Zeit von 1:12:16 Stunden feierten die Siege bei diesem Event, der auf europäische Top-Läuferinnen setzte. Lahsene Bouchikhi aus Belgien und Nora Szabo aus Ungarn, in diesem Jahr Teilnehmerin am Vienna City Marathon, führen in der Spezialwertung „EuroHearoes“, eine Art RunCzech-Gesamtwertung. Über 7.000 Läuferinnen beteiligten sich an der Veranstaltung.

🇺🇸 Ebenfalls bereits am ersten Juni-Wochenende ging der Chicago Halbmarathon über die Bühne. In einem engen Männerrennen sicherte sich der Marokkaner Zouhair Talbi, Sieger des Houston Marathon 2024, den Sieg in einer Zeit von 1:01:08 Stunden, ein Streckenrekord. Bei den Frauen setzte sich Meseret Belete aus Äthiopien in einer Zeit von 1:09:36 Stunden knapp gegen die Kenianerin Mercy Lagat und die US-Amerikanerin Maggie Montoya durch. Rund 9.500 Läufer*innen genossen Idealbedingungen in „Windy City“.

Autor: Thomas Kofler
Bild: © Uwe Conrad / Pixabay

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