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Hodgkinson setzt starken Saisonstart fort – Tsegay angesäuert

In ihrem ersten 800m-Rennen der Saison zeigte sich Keely Hodgkinson beim World Athletics Indoor Tour Gold Meeting in Torun in guter Verfassung und blieb unter 1:58 Minuten. Die hochkarätige Konkurrenz hatte keine Chance. Gudaf Tsegay erzielte über die Meile die zweitschnellste Indoor-Zeit der Geschichte, war jedoch wohl über die Pacemaking-Arbeit unzufrieden.
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Die neue Weltbestzeit im 600m-Lauf zum Saisonauftakt in Manchester war ein Achtungszeichen für die hervorragende Form, mit der Keely Hodgkinson, amtierende Hallen- und Freiluft-Europameisterin, in die neue Hallensaison gestartet ist. Die 20-jährige Engländerin gewann einen hochkarätig besetzten Wettkampf im polnischen Torun, bei der dritten Station der diesjährigen World Athletics Indoor Tour Gold, in einer Zeit von 1:57,87 Minuten, drei Zehntelsekunden unter dem Meetingrekord von Habitam Alemu aus dem Jahr 2021. Es ist die zweitschnellste ihrer Karriere unter dem Hallendach und die 19.-schnellste einer Europäerin überhaupt. „Ich habe schöne Erinnerungen an diese Halle“, erinnerte Hodgkinson an ihren Durchbruch vor zwei Jahren, als sie in Torun Hallen-Europameisterin wurde. „Schön, dass dieses Mal Zuschauer da waren. Sie haben mich lautstark angefeuert.“ Von der Zeit war sie nicht angetan, sie hätte sich nicht getraut, das hohe Tempo von Anfang an mitzugehen, sagte sie weiters im Siegerinterview. Die Enttäuschung teilte ihre Trainerin Jennifer Meadows, die im World Athletics Livestream kommentierte. „Wenn alles perfekt läuft, kann ich in die Nähe des Weltrekords kommen“, so Hodgkinson.

Hodgkinson im Duell mit Yarigo

Das Rennen war eine Herausforderung für die hochbegabte 800m-Läuferin, denn angetrieben von ihrer bisherigen Weltjahresbestleistung pfiff Noélie Yarigo, eigentlich in diesem Feld eine Außenseiterin, auf Zurückhaltung und setzte sich alleine in den Windschatten der Tempomacherin, die nach 57,09 Sekunden die erste Hälfte beendete. Hodgkinson hatte als achtsam laufende Führende der Verfolgergruppe rund eine Sekunde Rückstand auf Yarigo. Diesen Abstand konnte sie in der dritten Runde schließen, auf der Gegengerade des letzten Umlaufs kam es zum Überholmanöver. Hodgkinson verbesserte die Weltjahresbestleistung um über eine Sekunde, Yarigo selbst konnte das Tempo aber auch hochhalten und feierte in einer Zeit von 1:58,48 Minuten einen neuen Landesrekord für den Benin – Platz 18 der ewigen Weltbestenliste im 800m-Hallenlauf. Außerdem deutlich schneller als ihre Freiluft-Bestleistung – und das alles im stolzen Alter von 37 Jahren!

Das mit Spannung erwartete Rennen, das wohl bisher hochklassigste aller Laufentscheidungen dieser Wintersaison, lebte also nicht vom prädestinierten Duell zwischen Hodgkinson und Mary Moraa, sondern von jenem mit Yarigo. Die Kenianerin kam nie in die Position um den Sieg mitzukämpfen und musste sich bei ihrem Hallen-Debüt mit Platz vier zufrieden geben, weil Karlsruhe-Siegerin Anita Horvat ihre Endschnelligkeit ausspielte. Die Zeit der Slowenin lautete 2:01,42 Minuten, sie führt nun zumindest bis zu den Millrose Games am Samstag in New York die Gesamtwertung im 800m-Lauf mit 15 Punkten vor Hodgkinson und Ajee Wilson, die in New York (600m) antritt, mit jeweils zehn Punkten an.

Hailu gewinnt bei 3.000m-Debüt

Der äthiopische Vierfachsieg im 3.000m-Lauf der Frauen war keine Sensation, überraschend war, dass Freweyni Hailu am Ende in 8:46,92 Minuten vorne lag. Die 21-Jährige war bisher einzig als Mittelstreckenläuferin bekannt, bei den Olympischen Spielen von Tokio und den Weltmeisterschaften von Oregon verpasste sie als Vierte jeweils knapp eine Medaille. Bei ihrem Debüt auf dieser Distanz kam ihr sicherlich das moderate Tempo der ersten Rennhälfte entgegen, in der das Feld trotz der großen Leistungsunterschiede zwischen den Athletinnen kompakt blieb und Lokalmatadorin Alicja Konieczek, Studentin an der Western Colorado University, einige Runden lang nach Ausstieg der Tempomacherin die Führungsarbeit machte.

In der vorletzten Runde, als Hallen-Weltmeisterin Lemlem Hailu die zu diesem Zeitpunkt führende Ejgayehu Taye attackierte, positionierte sich Freweyni Hailu auf Bahn zwei für eine energische Tempoverschärfung. Noch vor der Glocke übernahm sie die Führung und baute die auf beeindruckende Art und Weise bis zur Ziellinie aus, eine Schlussrunde von 28,6 Sekunden inklusive (laut „Let’sRun.com“). Taye folgte fast eine Sekunde spätere als Zweite, Lemlem Hailu, mit ihrem Sieg vor zwei Jahren Meetingrekordhalterin, mit einer weiteren Sekunde Verspätung als Dritte und Werkuha Getachew blieb gar ohne Chance, rettete gerade so den vierten Platz vor der Holländerin Maureen Koster. Lemlem Hailu führt nun in der Gesamtwertung mit 15 Punkten vor einem Trio mit zehn Zählern (Getachew, Muir, Hailu).

Tsegay verpasst Weltrekord

Die dritte Laufentscheidung der Frauen war ganz ausgelegt auf den Weltrekordversuch von Gudaf Tsegay. Im Windschatten der Tempomacherin Saron Berhe lief die 26-jährige Äthiopierin auf einem weit höheren Niveau als alle anderen im Feld, doch für den Wunsch, den Weltrekord von Genzebe Dibaba (4:13,31, Stockholm 2016) zu unterbieten, fehlte in der ersten Hälfte das gewisse Extra. Dennoch lieferte Tsegay unter den Trommelklängen der Hallenbespielung einen starken Wettkampf ab und schob sich mit einer Zeit von 4:16,16 Minuten auf Position zwei der ewigen Bestenliste über die Hallen-Meile. „Ich habe auf den Weltrekord gehofft, aber so ist es im Sport. Man kann sich im Training noch so gut fühlen, im Wettkampf läuft es nicht immer nach Wunsch“, sagte die Äthiopierin. Diese Aussage lässt sich als Seitenhieb auf die Tempomacherin interpretieren, die ihr Anfangstempo in Runde drei und vier nicht halten konnte. „Ich hoffe immer noch, dass dieser Weltrekord eines Tages mir gehört.“

Erhebliche Steigerung für Habz

Die einzige Laufdisziplin der Männer, in der es in der diesjährigen World Athletics Indoor Tour eine Gesamtwertung gibt, ist der 1.500m-Lauf. Obwohl in Torun die absolute Weltklasse zur Gänze abwesend war, entwickelte sich ein spannendes und hochklassiges Rennen. Denn das Tempo war von Beginn an flott. In der vorletzten Runde übernahm Azzedine Habz das Kommando. Der 29-Jährige, der am Fuße des marokkanischen Atlas-Gebirges aufgewachsen ist und seit gut zehn Jahren in der Nähe von Paris lebt, wo er ein Soziologie-Studium absolviert, hielt das Tempo so hoch, dass der Brite George Mills trotz eines zarten Angriffsversuchs auf der Zielgerade nicht mehr an ihm vorbeikam. Die Zeitnehmung stoppte bei einer Zeit von 3:35,59 Minuten, einen Wimpernschlag über der Weltjahresbestleistung von Mohamed Katir. „Ich bin keinesfalls überrascht, aber sehr glücklich. Meine gute Form hat sich angekündigt, ich bin so gut drauf, dass ich den französischen Rekord in Liévin und eine Medaille in Istanbul anstrebe“, strotzte der Franzose nach dem Rennen vor Selbstbewusstsein.

Habz ist eine der positivsten Erscheinungen in der bisherigen Hallensaison und nach drei Wettkämpfen noch ungeschlagen, wobei sein 800m-Sieg in Gent am Wochenende ähnlich überzeugend war wie der gestrige, bei dem er seine persönliche Hallen-Bestleistung um über drei Sekunden senken konnte und damit knapp vier Wochen vor der Hallen-EM ein deutliches Signal aussandte. Der zweitplatzierte George Mills, der in Karlsruhe mit einem deutlichen Sieg überrascht hatte, blieb zum zweiten Mal in dieser Saison unter 3:36 Minuten und wurde Zweiter, führt freilich in der Gesamtwertung nun deutlich. Ebenfalls einen Lichtblick schaffte der drittplatzierte Jesus Gomez aus Spanien, der nach einer aus Verletzungsgründen verpassten Wettkampfsaison 2022 auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke ist. Und so blieb Lokalmatador Michal Rozmys trotz der immerhin sechstschnellsten Zeit der Hallensaison bisher nur Platz vier im Wettkampf.

Kramer mit drittem Saisonsieg

Ein ordentlicher Zug war auch im 800m-Lauf drin, in dem früh eine Lücke zwischen Collins Kipruto und Andreas Kramer sowie dem Rest des Feldes entstand. Zwar schaffte die von Adrian Ben angeführte Verfolgergruppe Ende der dritten Runde den Anschluss, doch genau in diesem Moment löste sich der Schwede aus dem Windschatten des Kenianers mit einer bemerkbaren Tempoverschärfung. Der EM-Zweite von Berlin 2018 zog durch und siegte in einer Zeit von 1:46,37 Minuten mit einer halben Sekunde vor Kipruto und Ben. Lokalmatador Mateusz Borkowski, 2021 Hallen-EM-Silbermedaillengewinner auf dieser Bahn, musste sich mit Platz vier zufrieden geben. Weiterhin unter ferner Liefen agierte Olympia-Medaillengewinner und Hallen-Europameister Patryk Dobek, wie in Ostrava abgeschlagener Letzter.

Nicht einmal vier Wochen vor den Hallen-Europameisterschaften von Istanbul kann Andreas Kramer, im Vorjahr Fünfter bei den Hallen-Weltmeisterschaften, auf drei Siege in ebenso vielen Wettkämpfen zurückblicken – alle herausgelaufen in für Hallenrennen guten Zeiten. „Es kann so weitergehen“, meinte der 25-Jährige, der neben seiner sportlichen Laufbahn an der Technischen Hochschule in Göteborg studiert und einem Teilzeitjob in einer Bank nachgeht.

Ergebnisse Orlen Copernicus Cup 2023

800m-Lauf der Frauen

  1. Keely Hodgkinson (GBR) 1:57,87 Minuten * / **
  2. Noélie Yarigo (BEN) 1:58,48 Minuten ***
  3. Anita Horvat (SLO) 2:01,42 Minuten
  4. Mary Moraa (KEN) 2:01,51 Minuten
  5. Halimah Nakaayi (UGA) 2:01,64 Minuten
  6. Margarita Koczanowa (POL) 2:02,36 Minuten ****
  7. Angelika Sarna (POL) 2:02,74 Minuten ****
  8. Aleksandra Wisniewska (POL) 2:09,84 Minuten

800m-Lauf der Männer

  1. Andreas Kramer (SWE) 1:46,37 Minuten
  2. Collins Kipruto (KEN) 1:46,82 Minuten
  3. Adrian Ben (ESP) 1:46,96 Minuten
  4. Mateusz Borkowski (POL) 1:47,27 Minuten
  5. Simone Barontini (ITA) 1:47,42 Minuten ****
  6. Guy Learmonth (GBR) 1:47,73 Minuten
  7. Kaczper Lewalski (POL) 1:48,25 Minuten
  8. Patryk Sieradzki (POL) 1:49,83 Minuten
  9. Patryk Dobek (POL) 1:52,34 Minuten

1.500m-Lauf der Männer

  1. Azzedine Habz (FRA) 3:35,59 Minuten ****
  2. George Mills (GBR) 3:35,92 Minuten
  3. Jesus Gomez (ESP) 3:36,33 Minuten
  4. Michal Rozmys (POL) 3:36,54 Minuten
  5. Samuel Zeleke (ETH) 3:38,57 Minuten
  6. Filip Sasinek (CZE) 3:38,74 Minuten
  7. Tom Elmer (SUI) 3:39,17 Minuten
  8. Filip Ostrowksi (POL) 3:40,52 Minuten

Meilenrennen der Frauen

  1. Gudaf Tsegay (ETH) 4:16,16 Minuten ****
  2. Weronika Lizakowska (POL) 4:29,06 Minuten
  3. Adelle Tracey (JAM) 4:30,17 Minuten
  4. Marissa Damink (NED) 4:31,85 Minuten
  5. Aleksandra Plocinska (POL) 4:32,23 Minuten ****
  6. Kristiina Mäki (CZE) 4:32,30 Minuten

3.000m-Lauf der Frauen

  1. Freweyni Hailu (ETH) 8:46,92 Minuten *****
  2. Ejgayehu Taye (ETH) 8:47,81 Minuten
  3. Lemlem Hailu (ETH) 8:49,10 Minuten
  4. Werkuha Getachew (ETH) 8:51,55 Minuten
  5. Maureen Koster (NED) 8:51,62 Minuten
  6. Maryna Galant (POL) 8:53,43 Minuten
  7. Winnie Nanyondo (UGA) 8:55,23 Minuten
  8. Agueda Marques (ESP) 8:58,02 Minuten

* neue Weltjahresbestleistung
** neuer Meetingrekord
*** neuer Hallenrekord für den Benin
**** neue persönliche Bestleistung
***** 3.000m-Debüt

Orlen Copernicus Cup

World Athletics Indoor Tour

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