Liebe Laufgemeinschaft,

Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass RunAustria.at ein neues Zuhause gefunden hat! Ab sofort findet ihr alle neuen Beiträge, spannende Laufberichte und inspirierende Erfolgsgeschichten auf unserer neuen Plattform: RunUp.eu.

Unser Ziel ist es, euch ein noch besseres Leseerlebnis zu bieten und die Leidenschaft für das Laufen weiter zu teilen. Die Entscheidung zum Umzug spiegelt unser Engagement wider, euch aktuelle Inhalte in einem frischen und benutzerfreundlichen Format zu präsentieren.

Bitte beachtet: Der beliebte Club von RunAustria bleibt von dieser Änderung unberührt und wird weiterhin unter RunAustria.at zu finden sein. Wir möchten sicherstellen, dass die Community und die Clubmitglieder weiterhin den gewohnten Raum für Austausch und Engagement vorfinden, ohne Unterbrechung.

Was ändert sich für euch?

  • Neue Beiträge und Aktualisierungen werden ausschließlich auf RunUp.eu veröffentlicht.
  • Für Mitglieder und Fans des RunAustria Clubs bleibt alles beim Alten. Der Clubbereich und alle zugehörigen Funktionen bleiben auf RunAustria.at aktiv.

Wir laden euch herzlich ein, RunUp.eu zu besuchen und Teil unserer wachsenden Laufcommunity zu werden. Entdeckt die neuesten Beiträge und bleibt mit uns auf der Laufstrecke!

Für Fragen, Anregungen oder Feedback stehen wir euch wie immer zur Verfügung. Wir freuen uns auf diese neue Ära und darauf, euch auf RunUp.eu willkommen zu heißen!

Euer RunAustria-Team

Enter your email address below and subscribe to our newsletter

IAAF definiert Kriterien für internationale Starts russischer Athleten unter neutraler Flagge

Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) hat mit Jahresbeginn 2017 auf die schweren Vorwürfe des McLaren-Reports der Welt Anti Doping Agentur (WADA) gegen den russischen Sport reagiert und tritt mit einem Konzept progressiv an den seit über einem Jahr suspendierten russischen Leichtathletik-Verband (RusAF)…

Weiterlesen

Share your love

Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) hat mit Jahresbeginn 2017 auf die schweren Vorwürfe des McLaren-Reports der Welt Anti Doping Agentur (WADA) gegen den russischen Sport reagiert und tritt mit einem Konzept progressiv an den seit über einem Jahr suspendierten russischen Leichtathletik-Verband (RusAF) heran. Demnach will die IAAF den Start russischer Leichtathleten als neutrale Sportler bei internationalen Wettkämpfen ermöglichen und forcieren. Bei den Olympischen Spielen 2016 konnte, nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) einen Start von Whistleblowerin Yuliya Stepanova verhinderte, einzig die seit Jahren in den USA lebende Weitspringerin Darya Klishina als neutrale Athletin bei den Leichtathletik-Bewerben starten. Gleichzeitig könnte der jetzige Schritt darauf hinweisen, dass die von russischer Seite angestrebte Wiederaufnahme in den Leichtathletik-Weltverband verzögert wird. Die Suspendierung läuft aktuell bis mindestens Februar 2017, dann wird ein aktualisierter Lagebericht der IAAF-Taskforce unter der Leitung von Rune Andersen erwartet.

Kriterienkatalog erfordert Belege
© Getty Images for IAAF / Chris McGrath
Durch die von Sebastian Coe unterstützte Suspendierung des russischen Verbandes fanden die Olympischen Wettkämpfe von Rio ohne Teilnahme der russischen Nationalmannschaft statt. © Getty Images for IAAF / Chris McGrath
Um die Erlaubnis zu erhalten, als neutrale Athleten bei internationalen Wettkämpfen zu starten, müssen russische Leichtathleten aktive Bemühungen zeigen und einige klare, neu definierte Kriterien erfüllen. Das wichtigste: Sie müssen eigenhändig nachweisen, dass sie in die jahrelangen Verfehlungen des russischen Verbandes (womit wohl indirekt systematisches und flächendeckendes Doping gemeint ist, Anm. d. Red.) nicht indirekt verwickelt waren. Auch die Trainer, medizinischen Betreuer und sonstigen unterstützenden Personen im Umfeld eines Athleten müssen nachweislich frei von Verdächtigungen sein, gegen den Anti-Doping-Code der WADA verstoßen zu haben. Das gilt sowohl für Athleten auch für das Umfeld auch für die Ergebnisse in naher Zukunft durchgeführter Nach-Analysen alter Dopingproben. Außerdem müssen Athleten, die unter neutraler Flagge starten möchten, der IAAF detaillierte Informationen aus ihrem biologischen Pass und seit Ende 2015 durchgeführte Analysen von Dopingproben offenlegen. Die IAAF hat in den vergangenen beiden Jahren die Anzahl russischer Sportler auf 60 verdoppelt, die in den hauseigenen internationalen Pool der regelmäßig zu testenden Leichtathleten aufgenommen wurden.
„Die russischen Leichtathleten wurden von einem System im Stich gelassen, das sie eigentlich schützen hätte sollen. Unser Ziel ist es, einen Weg zu einem parallel laufenden und glaubwürdigen System unabhängiger Dopingkontrollen russischer Leichtathleten zu finden, um die russische Leichtathletik wieder näher an die IAAF zu bringen“, schildert IAAF-Präsident Sebastian Coe in einem von der IAAF veröffentlichten Statement.

IAAF bekam Liste mit 200 Namen

Zwei wichtige Grundvoraussetzungen für eine Bewerbung für den Status eines international berechtigten Starters unter neutraler Flagge sind einerseits die Präsenz im Testing Pool der IAAF für mindestens sechs Monate (diese Kontrollen müssen nicht zwangsweise außerhalb Russlands erfolgt sein, entscheidend ist die durchführende Behörde, Anm.) und andererseits selbstverständlich die Abwesenheit auf jener 200 Namen umfassenden Liste, die die IAAF von der WADA auf Basis der Erkenntnisse des McLaren-Reports übermittelt bekam. Bezüglich dieser Liste gibt es Unmutsäußerungen aus Russland. Der neu gegründete Verband unter der Leitung seines neuen Präsidenten Dmitry Shlyakhtin kritisiert die IAAF, die Informationen aus dieser brisante Liste nicht mit der RusAF geteilt zu haben. „So lange wir keine Informationen über Namen haben, können wir keine Aussage tätigen“, erklärte Shlyakhtin.

Coe unter Beschuss britischer Medien

Unterdessen ist Sebastian Coe, der bisher recht hart gegen die russische Leichtathletik vorgegangen ist, in britischen Medien in Kritik geraten. Wie die Daily Mail berichtet, sei Coe bereits 2014 in einer E-Mail von Dave Bedford, Renndirektor des London Marathon, auf die korrupten Vorgänge innerhalb der alten IAAF-Spitze unter Coes Vorgänger Lamine Diack hingewiesen worden. Ein Sprecher Sebastian Coes ließ ausrichten, dass der neue IAAF-Präsident diese Mail nie geöffnet und damit deren Inhalt auch nie gelesen hätte. Allerdings soll die Mail direkt an das Ehtik-Gremium der IAAF weitergeleitet worden sein. Dessen Vorsitzender Jesse Norman bezeichnete diese Version aufgrund der hochrangigen Stellung Coes innerhalb der IAAF und des damit gezeigten Desinteresses an dem thematischen Inhalt der Mail in einer von der Daily Mail zitierten Aussage als „sehr, sehr verstörend“.

Share your love