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Hallen-Weltrekordhalter Jakob Ingebrigtsen hat in Belgrad ohne Probleme den Vorlauf im 1.500m-Lauf der Männer überstanden. Der Norweger ließ sich in der Anfangsphase des ersten Vorlaufs auf keine Positionskämpfe oder Gerangel ein, indem er sich an die letzte Position setzte. Erst…


Hallen-Weltrekordhalter Jakob Ingebrigtsen hat in Belgrad ohne Probleme den Vorlauf im 1.500m-Lauf der Männer überstanden. Der Norweger ließ sich in der Anfangsphase des ersten Vorlaufs auf keine Positionskämpfe oder Gerangel ein, indem er sich an die letzte Position setzte. Erst als das Feld nach einer Tempoverschärfung durch den Belgier Ismael Debjani etwas in die Länge gezogen wurde, überholte er die Konkurrenz und verwaltete das Rennen von der Spitze aus. Auf den letzten Metern ließ er den Äthiopier Tedesse Lemi zum Sieg in 3:38,25 Minuten gewähren, Ingebrigtsen übernahm den zweiten Platz für die direkte Finalqualifikation. Debjani wurde für seine Tempogestaltung nicht belohnt, dafür profitierten Joshua Thompson und Michal Rozmys davon und ergatterten zwei der vier Plätze über die Zeitregel.
Die Aufsehen erregendste Leistung am heutigen Mittag brachte Abel Kipsang im vierten und letzten Vorlauf. Der Kenianer stürmte vorne weg und absolvierte die ersten 400 Meter in rasanten 55 Sekunden. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits einen Vorsprung auf den von Ollie Hoare angeführten Rest. Im Mittelteil ließ Kipsang sich wieder einholen, ehe er in der Schlussrunde neuerlich beschleunigte und in 3:37,67 Minuten den Vorlauf für sich entschied. Der Australier übernahm mit Respektabstand nach hinten den zweiten Platz.
Die schnellste Vorlaufzeit erzielte Samuel Tefera im dritten Vorlauf mit 3:37,05 Minuten. Der Titelverteidiger kontrollierte die entscheidende Phase entschlossen von vorne. Dahinter gab es eine große Überraschung durch den Italiener Pietro Arese, der sich an die Fersen Teferas heftete und diesen Platz bis zur Ziellinie im Zweikampf mit dem Portugiesen Isaac Nader verteidigen konnte. Hinter der Ziellinie schrie der Italiener angesichts einer Saisonbestleistung seine Freude sekundenlang hinaus. Hannah England, Co-Kommentatorin im World-Athletics-Livestream, untermauerte den Sensationsauftritt Areses damit, dass sie eingangs der letzten Runde sagte: „Eigentlich hat er kein Recht, in dieser Phase des Rennens auf dieser Position zu laufen.“ Nader und der US-Amerikaner Sam Prakel schafften die Finalqualifikation über die Zeitregel.
Im zweiten Vorlauf gab es eine Erfolgsmeldung für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). In beachtlicher Souveränität erreichte Robert Farken als Zweiter hinter dem Briten Neil Gourley das Finale, während der Spanier Ignacio Fontes und Charles Grethen aus Luxemburg das Nachsehen hatten. „Das Ziel war die Finalteilnahme, egal auf welchem Weg. Es hat geklappt, auch wenn das Rennen wehgetan hat“, wird der 24-Jährige auf der Website des DLV zitiert. Die Laufzeit spielte keine Rolle, der zweite Vorlauf war mit Abstand der langsamste. Für das Finale morgen fühle er sich in einer Außenseiterrolle: „Da kann ich angreifen!“
Vorlauf 1
Vorlauf 2
Vorlauf 3
Vorlauf 4
Q direkte Finalqualifikation
q Finalqualifikation über die Zeitregel
* neue Saisonbestleistung
** neuer Hallenrekord für den Südsudan
*** neue persönliche Bestleistung