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Zum bereits 53. Mal geht ein echter Klassiker der österreichischen Laufszene über die Bühne, der Internationale Wolfgangseelauf. Nach einigen kämpferischen Jahren für den Veranstalter freut sich dieser am kommenden Wochenende über einen Anmelderekord. Weit über 6.000 Sportbegeisterte aus 57 Nationen haben sich für die auf das ganze Wochenende aufgeteilten Bewerbe angemeldet. Und das Salzkammergut lockt mit bestem Herbst-Lauf-Wetter.
Die alleine 800 Anmeldungen in den letzten sieben Tagen führt das Veranstalterteam mitunter auf die günstige Wetterprognose zurück, die – mit wenigen und dann auch seichten Ausnahmen – zum guten Ton einfach dazugehört, wenn das Wochenende des Wolfgangseelauf im oberösterreichischen und Salzburger Salzkammergut ansteht. Nie zuvor standen so viele Läufer:innen am Start des 27km-Klassikers wie es am Sonntag sein wird. Der Junior-Marathon, auch bereits in seine 16. Auflage, erfährt am Samstag in Strobl voraussichtlich das prozentuell beeindruckendste Plus an beteiligten Kindern und Jugendlichen. Auch der Salzkammergut Marathon ist so groß wie nie.
Erstmals steht Manuel Innerhofer (LC Oberpinzgau) am Start des Wolfgangseelaufs. Der sechsfache Staatsmeister im Berglauf hat am Saisonende noch vergleichsweise frische Beine, weil das Wettkampfjahr für ihn verletzungsbedingt erst spät gewonnen hat. Nach starken Auftritten bei der Berglauf- und Trailrunning-WM in Spanien sowie dem Finale der Golden Trail Series in Italien in den letzten Wochen kommt der 30-Jährige gestärkt zum 27km-Lauf, der zwar in Oberösterreich startet und endet, aber großteils durch sein Heimatbundesland Salzburg führt.
Sein Zwillingsbruder Hans-Peter ist zum zweiten Mal dabei, bremst aber die Erwartungen. Zur ohnehin langen und Kräfte zehrenden Saison kam eine Lebensmittelvergiftung unmittelbar nach dem Doppelstart bei der Berglauf- und Trailrunning-WM Ende September dazu. Da ein Antritt aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich ist, wollte Innerhofer den Wolfgangseelauf nicht verpassen. Markus Lemp (LC Sicking), der 2021 den Wolfgangseelauf gewinnen konnte und bereits zwei weitere Male am Stockerl stand, ist einer der Herausforderer der Pinzgauer Zwillingsbrüder. Dazu kommen zwei ugandische Läufer.
24 lange Jahre hielt der Teilnehmer:innenrekord für die 27 Kilometer lange, klassische Seeumrundung – der Hauptbewerb im Programm des Internationalen Wolfgangseelauf. Damals war der Klassiker der einzige Bewerb im Programm. 2025 wird die Anmeldezahl von damals (2.347) übertroffen – das ist bereits vor der Last-Minute-Anmeldung am Wochenende sicher.
Die Attraktivität des Natur- und Aktiverlebnisses beim Wolfgangseelauf spiegelt sich auch in der wirtschaftlichen Wertschöpfung des Events wider. „Alleine am Laufwochenende werden rund 7.000 Übernachtungen generiert, was sich sehr positiv auf die lokale Hotellerie und Gastronomie auswirkt“, betont Patrick De-Bettin, Geschäftsführer der Wolfgangsee Tourismus GmbH.
Bei den Frauen ist die in Salzburg lebende Oberösterreicherin Amelie Muss (LCAV Jodl Packaging) am Start. An St. Wolfgang hat die 22-Jährige beste Erinnerungen, gewann sie doch im Mai den Schafberglauf. Auch sie hat ostafrikanische Konkurrenz im Rennen.
Im 10km-Uferlauf, dem zweitgrößten Bewerb im Programm, fordert die in Salzburg lebende Annika Leineweber, vor kurzem Siegerin beim Jedermannlauf in der Mozartstadt, die oberösterreichische Vorjahressiegerin und Streckenrekordhalterin Kerstin Springer (Union Rohrbach-Berg). Als dritter und vierter Sonntagsbewerb gehen der Salzkammergut Marathon und der 5,2km-Panoramalauf über die Bühne.
Autor: Thomas Kofler
Bild: © Wolfgang Huemer