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Lieber spät als nie. Zwei Monate, nachdem die Olympischen Spiele von Rio 2016 der Geschichte angehören, hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) einen Schritt auf 800m-Läuferin Yuliya Stepanova und ihren Ehemann Vitaly Stepanov zugemacht. Bei einem Treffen versprach IOC-Präsident Thomas…
Lieber spät als nie. Zwei Monate, nachdem die Olympischen Spiele von Rio 2016 der Geschichte angehören, hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) einen Schritt auf 800m-Läuferin Yuliya Stepanova und ihren Ehemann Vitaly Stepanov zugemacht. Bei einem Treffen versprach IOC-Präsident Thomas Bach, der vor Monaten noch die rigorose Haltung, Stepanova nicht zu den Spielen in Rio zuzulassen, vertreten hatte, Unterstützung und einigte sich mit den Stepanovs auf zukünftige Zusammenarbeit.

Nach dem Treffen sind die Wogen nun geglättet. „Das IOC will im Anti-Doping-Kampf von unseren Erfahrungen profitieren und Yuliya auf ihrem Weg als saubere Athletin begleiten“, wird Stepanov auf der Website insidethegames.biz zitiert. Im Konkreten heißt das, dass das IOC Stepanova ein Stipendium an einem College in der USA finanzieren möchte, um einen vernünftigen Trainingsbetrieb der Russin zu garantieren. Als Folge ihrer weitreichenden Entscheidung ist die Familie Stepanov auch in finanzielle Schwierigkeiten gerutscht, die durch ein internationales Crowdfunding gelindert werden konnten. „Wir sind sehr dankbar, dass das IOC uns diese Möglichkeit gibt“, so Stepanov.
Bezüglich des Olympia-Ausschlusses habe das IOC gegenüber Stepanov aber weiter darauf beharrt, aufgrund Stepanovas ehemaliger Zugehörigkeit zum russischen Doping-System die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Wir waren damit nicht zufrieden. Aber wir blicken nach vorne und sind sehr glücklich, dass wir jetzt in einer Position sind, den Anti-Doping-Kampf fortzuführen und unsere Erfahrungen in Russland und als Whistleblower weiterzugeben“, so der ehemalige Mitarbeiter der Russischen Anti Doping Agentur (RUSADA). „Wir wollen anderen Athleten zeigen, dass es notwendig ist, Doping zu bekämpfen und dass die großen Sportverbände und -organisationen Sportler dabei unterstützen, den Sport fairer und sauberer zu machen.“