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In seinem ersten Marathonlauf, bei dem er die Ziellinie überquerte, hat Jake Robertson den 28 Jahre alten neuseeländischen Landesrekord im Marathonlauf gebrochen. Der 28-Jährige absolvierte die 42,195 Kilometer lange Strecke des traditionsreichen Lake Biwa Mainichi Marathon – ein reines Herren-Event – in…

Bei sonnigem Wetter mit für Marathon recht hohen Temperaturen von 15°C am Start, welcher zur Mittagszeit erfolgte, entwickelte sich auf dem Weg zur Ziellinie in Otsu ein spannendes Rennen. Eine 13-köpfige Spitzengruppe passierte die Halbmarathon-Zwischenzeit knapp unter 1:04 Stunden. Der sieben Jahre alte Streckenrekord von Wilson Kipsang (2:06:13 Stunden) war bald außer Reichweite, dennoch sollte das Feld dank einer flotten zweiten Hälfte die schnellste Siegerzeit seit 2012 erreichen.
Die Entscheidung in einem recht klassischen Ausscheidungsrennen erfolgte bei Kilometer 38,5. Marathon-Debütant Macharia Ndirangu aus Kenia attackierte und Robertson verlor den Anschluss. Einer weiteren Attacke nur einen Kilometer später konnte der letzte verbliebene Rivale Albert Korir nicht standhalten. Mit einem fulminanten Finish in 6:32 Minuten für die letzten 2,195 Kilometer vollendete der Kenianer den Überraschungssieg und feierte den Premierensieg in einer Zeit von 2:07:53 Stunden in zwei praktisch gleich schnelle Hälften. Hinter Ndirangu folgten Korir und Robertson auf den weiteren Podestplätzen. Dem Neuseeländer gelang damit nach dem Überraschungssieg beim Houston Halbmarathon im Jänner das zweite sportliche Ausrufezeichen in diesem Jahr!
Nicht so zufrieden zogen die Favoriten von dannen. Der Äthiopier Abera Kuma, ehemals beim Berlin Marathon auf dem Podest und Sieger des Rotterdam Marathon, musste sich in einer Zeit von 2:09:31 Stunden zufrieden geben. Titelverteidiger Ezekiel Chebii kam gar nur als Achter ins Ziel.
Hervorzuheben gilt es die Leistung des sechstplatzierten Daniele Meucci. Der Italiener, der bereits zweimal bei Weltmeisterschaften in die Top-Ten gelaufen ist und in Zürich 2014 Europameister wurde, freute sich als Sechster über eine persönliche Bestleistung von 2:10:45 Stunden. Für den zweiten Europameister im Feld, nämlich im Halbmarathon, setzte es dagegen eine Enttäuschung. Der Schweizer Tadesse Abraham, der sich berechtigte Hoffnungen auf den Sieg gemacht hatte, warf nach etwa 24 Kilometern das Handtuch. Auf der Website des Schweizer Leichtathletik-Verbandes (Swiss Athletics) berichtete der 35-Jährige von Atemproblemen.
Bester Japaner war überraschend Shogo Nakamura auf Platz sieben vor Masato Imai und Takuya Noguchi, 2017 Sieger des Gold Coast Marathon, auf Rang zehn. Nur Nakamura schaffte beim harten japanischen Auswahlverfahren die Qualifikation für die japanischen Olympia-Trials 2020. Keita Shitara, Zwillingsbruder des neuen japanischen Rekordhalters Yuta, lief eine persönliche Bestleistung von 2:18:39 Stunden, was bei einem in der Breite sehr gut besetzten Marathon nur für Rang 26 reichte.
Herren
1. Macharia Ndirangu (KEN) 2:07:53 Stunden
2. Alberti Korir (KEN) 2:08:17 Stunden
3. Jake Robertson (NZL) 2:08:26 Stunden
4. Michael Githae (KEN) 2:09:21 Stunden
5. Abera Kuma (ETH) 2:09:31 Stunden
6. Daniele Meucci (ITA) 2:10:45 Stunden
7. Shogo Nakamura (JPN) 2:10:51 Stunden
8. Ezekiel Chebii (KEN) 2:11:00 Stunden
9. Masato Imai (JPN) 2:11:38 Stunden
10. Takuya Noguchi (JPN) 2:11:48 Stunden
Lake Biwa Mainichi Marathon