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Am Sonntag, dem 12. April, fällt in Linz der Startschuss in die heimische Marathonsaison. Und geht es nach Julia Mayer, gleich mit einem Paukenschlag: Die Niederösterreicherin möchte im ersten Rennen ihres Olympia-Projekts „Mission Los Angeles 2028“ den von ihr selbst gehaltenen österreichischen Rekord (2:26:08 Stunden) verbessern.
Die Olympischen Spiele in Paris 2024 und die Weltmeisterschaften in Tokio 2025 sind Geschichte, Marathon-Ass Julia Mayer hat ihren Blick längst wieder nach vorne gerichtet und vor vier Wochen bei einem Medientermin ihre „Mission Los Angeles 2028“ vorgestellt. Ein ambitioniertes Projekt. Lag das Limit für Paris noch bei 2:26:50 Stunden, wird es für Los Angeles sicher deutlich darunter liegen, erwartet wird eine Qualifikationsnorm von etwa 2:24:30 Stunden. Wovon sich die 22-fache Staatsmeisterin aber nicht beeindrucken lässt.
„Linz ist für mich der perfekte Ort, um ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich möchte mutig laufen und zeigen, dass der Weg Richtung Los Angeles bereits jetzt beginnt“, gibt sich die 33-Jährige im Vorfeld selbstbewusst. Konkret bedeutet das, dass Mayer eine Verbesserung ihrer persönlichen Bestleistung, die zugleich ÖLV-Marathonrekord ist, anstrebt.
Dazu müsste sie am Sonntag unter den sehr starken 2:26:08 Stunden bleiben, die sie im Dezember 2025 in Valencia gelaufen ist. Eine Leistung, die ihr laut ihrem Lebenspartner Richard Schmied auf jeden Fall zuzutrauen ist: „Julia hat sich nach der WM in Tokio sehr schnell erholt und hat seither enorm intensiv und vor allem verletzungsfrei trainiert. Für den EM-Marathon in Birmingham am 16. August ist Julia bereits qualifiziert, also kann sie beim Oberbank Linz Marathon volles Risiko gehen und auf Rekord anlaufen.“
Diese ehrgeizigen Ambitionen werden auch vom Veranstalter voll unterstützt. „Julia hat uns einen detaillierten Plan gegeben, wie sie ihr Rennen anlegen möchte. Zwei von uns bereitgestellte Tempomacher sollen dafür sorgen, dass ihr das auch gelingt“, erklärt der Linz-Renndirektor Günther Weidlinger. Auf die Frage, was denn als Endzeit auf Julias Marschtabelle gestanden sei, antwortet Weidlinger kurz und bündig: „2:26:00“. Wobei der ehemalige Weltklasseathlet Julia Mayer zutraut, dass sie auch um den Sieg im Damenrennen mitmischen kann.
Da im Rahmen des Oberbank Linz Marathon auch die Staatsmeister ermittelt werden, sollte Titel Nummer 23 für Julia Mayer zwar nur Formsache aber dennoch von großem Wert sein. „Linz fällt bereits in den Qualifikationszeitraum für die WM in Peking 2027. Mit einer sehr schnellen Zeit und den Ranglistenpunkten für den Staatsmeistertitel hat Julia reelle Chancen, sich über die Weltrangliste für den WM-Marathon zu qualifizieren“, ist ÖLV-Mann Hannes Gruber überzeugt.
Der Reise nach Los Angeles ist für Julia Mayer jedenfalls noch eine weite – mit „Umwegen“ über Birmingham und eventuell sogar Peking. Aber Marathonläuferinnen haben ja einen langen Atem …
Autor: Claus Funovits
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