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Julia Mayer und Emil Bezecny holen 10km-Titel

Julia Mayer zeigte sich vom WM-Marathon in Tokio bestens erholt und war bei den 10km-Meisterschaften in Amstetten unantastbar. Emil Bezecny freute sich über eine Premiere.
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Erst zwei Wochen ist der auch und besonders aufgrund der klimatischen Bedingungen mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit herausfordernde WM-Marathon in Tokio erst her. Julia Mayer finishte ihn auf Rang 33 (siehe RunUp.eu-Bericht). Weggesteckt hat sie die Belastung gut, wie ihr Doppel-Auftritt beim Vienna Night Run und beim Kinderhilfelauf Amstetten, in dessen Rahmen die Österreichischen Meisterschaften im 10km-Straßenlauf ausgetragen wurden, belegt.

Am Ende wurde es gestern auch in Amstetten warm, als sich die Sonne ihren Platz zwischen den Wolken gönnte. Kein Vergleich zu Tokio, keine Frage. Aber mit der Wirkung, dass die Laufzeiten an der Spitze im Finale etwas langsamer wurden. Aber nur etwas. „Das war heute die vierte Belastung seit der WM und ich habe versucht, das Rennen grundsätzlich schnell zu machen. Das ist mir nicht zu 100% gelungen“, kommentierte Julia Mayer (DSG Wien), Siegerin und damit zum sechsten Mal Staatsmeisterin alleine auf dieser Distanz, zum fünften Mal in Serie.

Kurze Pause nach Tokio

Es ist eine Selbstkritik auf hohem Niveau. Nur zwei Wochen nach dem WM-Marathon, Rückreise und Zeitverschiebung inklusive, lief die 32-Jährige die zweitschnellste österreichische 10km-Zeit des Jahres in 33:07 Minuten. Insgesamt ist es die fünftbeste 10km-Zeit in der Geschichte des österreichischen Laufsports. „Nach Tokio hab ich mir eine Woche Pause gegönnt. Danach haben wir beschlossen, gleich wieder ins normale Training für den nächsten Marathon einzusteigen“, erklärte Mayer.

Dass ihre Form gut sein würde, war nach dem Sieg beim Vienna Night Run vier Tage zuvor keine Überraschung. Eine Zeit von 15:45 Minuten lief sie dort – und wenngleich die nicht laut AIMS-Kriterien vermessene Strecke nicht ganz genau fünf Kilometer ergeben haben mag, ist das eine beachtliche Leistung. Genauso wie die gestrige auf einem AIMS-vermessenen Kurs, die im übrigen einen neuen Meisterschaftsrekord darstellt: 2022 gewann Mayer auf dem winkligen Kurs in Attnang-Puchheim in 33:09 Minuten.

Österreichische Meisterschaften im 10km-Straßenlauf

Bestleistungen für Matz und Lassacher

Auch hinter der Siegerin waren die Leistungen beachtlich. Larissa Matz (ULC Riverside Mödling), bereits beim Vienna Night Run, der über 17.500 Finisher*innen registrierte, Zweite, hielt eine Streckenhälfte lang gut mit Mayer mit. Erst auf der dritten von vier Runden öffnete sich eine Lücke. Am Ende hatte die 23-jährige Staatsmeisterin im Halbmarathon nur 16 Sekunden Rückstand, mit einer Zeit von 33:23 Minuten gelang ihr eine persönliche Bestleistung. Gemeinsam mit Jennifer Wenth liegt Matz nun auf Platz vier der ewigen ÖLV-Bestenliste im 10km-Straßenlauf.

Auch Bronzemedaillengewinnerin Cordula Lassacher (Atus Knittelfeld) freute sich über eine neue persönliche Bestleistung von 34:01 Minuten, Platz zwölf in der ewigen österreichischen Bestenliste und Sieg in der U23-Wertung. Es ist ein neuer heimischer U23-Rekord, die Steirerin verbesserte ihren eigenen vom VCM Winterlauf im Jänner stammenden um gleich 28 Sekunden. Das, obwohl die 21-Jährige nach ihrem Saison-Höhepunkt, der U23-EM im Juli in Bergen, erst einmal eine Pause eingelegt hatte.

Angesichts dieser Qualität blieb der zweifachen Meisterin auf dieser Distanz, Sandrina Illes (Union St. Pölten), dieses Mal in einer Zeit von 35:41 Minuten „nur“ Platz fünf. Tabea Schmid (ULC Riverside Mödling) gewann als Zwölfte in einer Zeit von 38:58 Minuten die U20-Wertung.

Die schnellsten 10km-Zeiten der Frauen in Österreich

  • 32:19 Minuten – Carina Reicht (Prievidza 2025)
  • 32:28 Minuten – Julia Mayer (Paris 2024)
  • 32:49 Minuten – Julia Mayer (Karlovac 2022)
  • 32:54 Minuten – Julia Mayer (Wien 2021)
  • 33:07 Minuten – Julia Mayer (Amstetten 2025)
  • 33:09 Minuten – Julia Mayer (Attnang-Puchheim 2022)
  • 33:12 Minuten – Andrea Mayr (Wien 2011)
  • 33:19 Minuten – Julia Mayer (Salzburg 2023)
  • 33:20 Minuten – Andrea Mayr (Kremsmünster 2014)
  • 33:23 Minuten – Jennifer Wenth (Berlin 2015)
  • 33:23 Minuten – Larissa Matz (Amstetten 2025)

Premiere für Bezecny

Während Julia Mayer ihrer Favoritinnenrolle bei den Frauen also gerecht wurde, gelang dies Andreas Vojta (team2012.at) bei den Männern nicht. Der 36-Jährige erwischte einen Tag zum Vergessen und musste bereits auf dem zweiten Kilometer sein Tempo deutlich reduzieren. Der 13. Platz, den der Niederösterreicher am Ende nach Hause lief, widerspiegelt nicht einmal annähernd sein Leistungsniveau.

Diese Chance wusste Emil Bezecny (Leichtathletik Akademie Eisenstadt) zu nutzen. Der 20-jährige Burgenländer feierte in einer Zeit von 30:01 Minuten seinen Premierentitel bei Österreichischen Meisterschaften in der Allgemeinen Klasse. „Mit dem Resultat und dem großen Vorsprung bin ich sehr glücklich“, sagte er. Er wäre gerne eine schnellere Zeit gelaufen, um sich für eine Nominierung für die Crosslauf-Europameisterschaften im Dezember zu empfehlen. „Mit den vielen Kurven war es sicher nicht die schnellste Strecke. Ich habe versucht, das Tempo möglichst hochzuhalten. Aber ich war recht schnell alleine in Führung“, erklärte er.

Erster Zehner für Tobler

Die Goldmedaille holte sich Bezecny mit einem Vorsprung von 58 Sekunden auf Marcel Tobler (ULC Riverside Mödling), der seinen ersten 10km-Lauf absolviert hat, und Lokalmatador Niklas Keller (RATS Amstetten), ein Triathlet. Alle drei Medaillengewinner sind im aktuellen Jahrhundert geboren. Bezecny gewann naturgemäß auch die U23-Wertung, schnellster U20-Läufer war der neuntplatzierte Damjan Eror (LAC Waidhofen/Ybbs) in 32:04 Minuten.

Favoritensiege gab es in den 5km-Läufen der Altersklasse U18 durch Josua Gschwentner (TRI-X-Kufstein) in einer Zeit von 15:09 Minuten und Emma Scherb (TGW Zehnkampf-Union) in einer Zeit von 18:20 Minuten.

Autor: Thomas Kofler
Quelle: Österreichischer Leichtathletik-Verband
Bild: Julia Mayer beim WM-Marathon 2025 in Tokio. © ÖLV / Sonia Maleterova

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