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Acht Tage nach dem grandiosen Auftakt in die neue Diamond-League-Saison in Doha steht in Shanghai das zweite hochkarätige Treffen der internationalen Leichtathletik-Stars auf dem Programm. Meeting Nummer zwei meint im Rahmen der IAAF Diamond League immer die Auftakt-Veranstaltung für die…
Acht Tage nach dem grandiosen Auftakt in die neue Diamond-League-Saison in Doha steht in Shanghai das zweite hochkarätige Treffen der internationalen Leichtathletik-Stars auf dem Programm. Meeting Nummer zwei meint im Rahmen der IAAF Diamond League immer die Auftakt-Veranstaltung für die zweite Hälfte aller Disziplinen, die in sieben Wettkämpfen den Gewinner des Diamond Races austragen. Bis auf den 3.000m-Hindernislauf der Herren, der erst in Rom debütiert, starten alle restlichen Laufdistanzen in die Diamond-League-Saison 2017.
Rudisha kehrt nach China zurück
Vor knapp zwei Jahren hat 800m-Star David Rudisha auf chinesischem Boden einen großen Erfolg gefeiert, der für ihn persönlich aufgrund von massiver Kritik im Vorfeld von unschätzbarem Wert war. Bei den Weltmeisterschaften in Peking verblüffte er alle Kritiker, die ihn bereits abgeschrieben hatten oder dies wollten. Nun bestreitet der 28-Jährige sein erstes Rennen auf chinesischem Boden seither und reist mit der Rolle des Favoriten an. Gewinnt er, würde er jene Scharte auswetzen, als er vor zwei Jahren lediglich als Vierter über die Ziellinie gelaufen ist.
Das Starterfeld ist augenscheinlich optimal für einen schwungvollen Saisonauftakt. Es ist nicht überbesetzt, dennoch sind zahlreiche leistungsstarke Athleten im Rennen, die Rudisha ordentlich fordern könnten. Dazu gehören seine Landsleute Ferguson Rotich, der im Vorjahr gewann, Kipyegon Bett und Alfred Kipketer, der 2016 in Paris seinen ersten Diamond-League-Sieg feiern konnte, sowie natürlich auch Adam Kszczot. Der Pole feierte damals im August 2015 rund 1.000 Kilometer nördlich von Shanghai im Windschatten Rudishas seinen größten Erfolg und gewann WM-Silber. Der 27-Jährige hat bereits fünf Diamond-League-Rennen gewonnen und kommt aus einer starken Hallen-Saison. Dass das nicht immer einen nahtlosen Übergang in einen erfolgreichen Freiluft-Saisonstart bedeutet, hat unlängst Landsfrau Joanna Jozwick in Doha eindrucksvoll demonstriert. Neben Kszczot sind mit seinem Landsmann Marcin Lewandowski und dem Holländer Thijmen Kupers zwei weitere Europäer im Rennen.
Äthiopierinnen fordern Kipyegon heraus
Als große Favoritin geht die Kenianerin Faith Kipyegon, Olympiasiegerin von Rio, in den 1.500m-Lauf der Damen. Die größte Konkurrenz im Rennen, das von Jennifer Meadows gepact werden wird, bieten wohl die Äthiopierinnen Dawit Seyaum und Besu Sado. Ansonsten hat nur die Holländerin Maureen Koster eine Bestleistung von unter vier Minuten. Eine gute Chance auf eine Spitzenplatzierung könnte daher auch die polnische Europameisterin Angelika Cichocka haben. In einem bunten Starterfeld stehen mit der Italienerin Margherita Magnani und Claudia Mihaela Bobocea aus Rumänien zwei weitere Europäerinnen.
Hindernisläuferinnen „gehen fremd“
Gleich zwei Hindernisläuferinnen, die sich beim Diamond-League-Auftakt in Doha gut in Szene setzten konnten, nützen in Shanghai die Chance zur Abwechslung und stehen an der Startlinie des 5.000m-Laufs: Gesa Felicitas Krause und Sofia Assefa. Richtige Ambitionen auf eine Spitzenplatzierung haben sie nicht, sie erwarten wichtige Erkenntnisse und wertvolle Impulse für den weiteren Verlauf der Saison. Die Äthiopierin Etenesh Diro ist im Spagat 3.000m-Hindernislauf und 5.000m deutlich geübter und hat im Starterfeld in Shanghai durchaus gute Chancen auf eine Spitzenplatzierung.
Der Kampf um den Sieg könnte zum Duell zwischen Hellen Obiri aus Kenia und Senbere Teferi aus Äthiopien werden. Beide haben in den letzten Jahren auf höchster Ebene eine Silbermedaille gewonnen. Teferi bei der WM in Peking, Obiri bei Olympia in Rio. Mit 1.500m-Spezialistin Sifan Hassan ist eine weitere Läuferin am Start, die die Gelegenheit für einen Start auf einer „Überdistanz“ nutzt.
Revanche abseits der Diamanten
Die vielleicht spannendste Laufentscheidung des Samstagabends (in Europa früher Samstagnachmittag) erwartet die Leichtathletikfans im Shanghai Stadium in der einzigen Laufdisziplin, die nicht zum Diamond Race zählt, aber dennoch ihren Reiz hat. Denn acht Tage nach ihrer Niederlage in Doha sinnt Ruth Jebet im 3.000m-Lauf nach Revanche gegen Hyvin Kiyeng, die in Peking 2015 Weltmeisterin wurde. Auch die junge Kenianerin Celliphine Chespol, der in Doha bei ihrem Einstieg in den Seniorenbereich ein überragender Leistungssprung gelang, ist mit dabei. Dagegen fehlen Beatrice Chepkoech und Emma Coburn. Mit Luiza Gega aus Albanien, Vize-Europameisterin von Amsterdam, Ophelie Claude-Boxberger aus Frankreich und Anastasiya Puzakova haben es drei Europäerinnen ins Starterfeld geschafft. Diamond League in Shanghai
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