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300 Meter vor der Ziellinie im Ojiyama Stadium von Otsu am Lake Biwa fiel die Entscheidung im kenianischen Duell um den Sieg. Ezekiel Chebii spurtete weg von seinem Konkurrenten Vincent Kipruto und trug sich als neunter Kenianer in der 72-jährigen…

„Ich wusste, dass Kipruto eine bessere Bestleistung aufweisen konnte als ich. Aber als wir ins Stadion gelaufen sind, habe ich gemerkt, dass er ein Problem hat. Also bereitete ich meinen Angriff vor, auch wenn ich selbst ebenfalls bereits müde war“, schilderte der Sieger die letzten Momente des Rennens. Vorangegangen war ein Duell der beiden über mehr als zehn Kilometer, denn kein anderer Läufer konnte das Tempo der Pacemaker mitgehen, bis diese bei Kilometer 30 ihre Arbeit einstellten. Zu diesem Zeitpunkt hatte der im Vorfeld als Favorit erkorene Äthiopier Endeshaw Negesse, ehemaliger Sieger des Tokio Marathon, längst den Anschluss verloren. Zwischen Kilometer 25 und Kilometer 30 wuchs der Rückstand von 13 Sekunden auf zweieinhalb Minuten an, nach einem weiteren Zeitverlust von über zehn Minuten auf den folgenden fünf Kilometern warf er frustriert das Handtuch.
Bis Kilometer 30 war die Spitzengruppe in einem ordentlichen Tempo unterwegs und brauchte für die ersten 20 Kilometer auf die Sekunde genau eine Stunde. Der Halbmarathon wurde in einer Zeit von 1:03:19 Stunden passiert, zu diesem Zeitpunkt begann die Spitzengruppe mit den schnellsten Japanern abzubröckeln. In der Folge verschleppte auch das Duo an der Sitze das Tempo etwas und fokussierte sich auf den Kampf um Platz eins.
Im letzten Qualifikationsrennen der Japaner für die WM-Tickets bei den Weltmeisterschaften von London platzierte sich Satoru Sasaki am besten. Der 31-Jährige fiel kurz nach dem Halbmarathon rund 20 Sekunden hinter einem japanischen Trio mit Kohei Matsumura, Suehiro Ishikawa und Hayato Sonoda zurück, schaffte aber bis Kilometer 30 wieder den Anschluss an die Gruppe. Auf dem nächsten Fünf-Kilometer-Abschnitt attackierte Sasaki und setzte sich aus der Gruppe ab. In einer Zeit von 2:10:10 Stunden wurde er am Ende Vierter vor Matsumura. Für eine gute Ausgangsposition im Kampf um die WM-Tickets wäre wohl eine Zeit unter 2:10 Stunden notwendig gewesen, da einige seiner Landsleute bei den Marathons in Fukuoka, Oita und Tokio ordentlich vorgelegt hatten.
Akinobu Murasawa hatte bei seinem Debüt alles riskiert und lief lange Zeit an der Spitze mit. In der Schlussphase gingen ihm die Kräfte aus, als er vom Duo Sasaki-Matsumura eingeholt wurde, war der Sensationszauber vorbei und er wurde bis auf Rang 28 zurückgereicht.
1. Ezekiel Chebii (KEN) 2:09:06 Stunden
2. Vincent Kipruto (KEN) 2:09:15 Stunden
3. Munyo Mutai (UGA) 2:09:59 Stunden
4. Satoru Sasaki (JPN) 2:10:10 Stunden
5. Kohei Matsumura (JPN) 2:11:04 Stunden
6. Suehiro Ishikawa (JPN) 2:11:05 Stunden
7. Hayato Sonoda (JPN) 2:11:32 Stunden
8. Shoya Osaki (JPN) 2:12:07 Stunden
9. Yihunilign Adane (ETH) 2:12:33 Stunden
10. Daisuke Uekado (JPN) 2:12:58 Stunden
Lake Biwa Manichi Marathon