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Kevin Kamenschak verbessert ÖLV-5km-Rekord

Mit einer Zeit von 13:47 Minuten hat Kevin Kamenschak gestern in Monaco den österreichischen Rekord im 5km-Straßenlauf von Andreas Vojta um eine Sekunde verbessert.
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Bereits einmal war Kevin Kamenschak haarscharf dran am bisherigen ÖLV-Rekord von Andreas Vojta. Bei den Straßenlauf-Weltmeisterschaften 2023 in Riga fehlte am Ende eine Sekunde. Nun hat der 21-Jährige seine persönliche Bestleistung um zwei Sekunden auf eine Zeit von 13:47 Minuten verbessert und blieb dieses Mal nicht eine Sekunde über, sondern eine Sekunde unter dem aus dem Jahr 2021 stammenden österreichischen Rekord.

„Zweimal hab ich Andis Rekord schon knapp verpasst. Daher bin ich um so glücklicher, ihn im dritten Anlauf endlich geschafft zu haben“, freute sich Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA), der als Zwölfter des Monaco Run ins Ziel kam. „Die ersten zwei Drittel des Rennens waren recht locker, die letzten 1,5 Kilometer dafür hart und es ist noch einmal knapp geworden“, schilderte der Oberösterreicher, der in den nächsten Wochen auf bei Hallenrennen auftreten wird. Mit den Balkanmeisterschaften und den Staatsmeisterschaften stehen spannende Ziele vor der Tür.

Alle österreichischen sub-14-Minuten Zeiten

  • 13:47 Minuten – Kevin Kamenschak (Monaco 2026)
  • 13:48 Minuten – Andreas Vojta (Monaco 2021)
  • 13:49 Minuten – Kevin Kamenschak (Riga 2023)
  • 13:50 Minuten – Kevin Kamenschak (Lille 2025)
  • 13:54 Minuten – Peter Herzog (Berlin 2020)
  • 13:54 Minuten – Tobias Rattinger (Monaco 2026)
  • 13:55 Minuten – Raphael Pallitsch (Wien 2025)

Rattinger erstmals unter 14 Minuten

Nur zwei Positionen hinter Kamenschak lief der zweite Österreicher im Eliterennen über die Ziellinie. Tobias Rattinger (LAC BMD Amateure Steyr) markierte eine neue persönliche Bestleistung von 13:54 Minuten und egalisierte damit die Bestzeit von Peter Herzog auf dem dritten Platz der ÖLV-Bestenliste. „Ich bin sehr zufrieden. Ich bin in einer guten Gruppe mit einem gleichmäßigen Rhythmus gelaufen“, so der Hindernislauf-EM-Teilnehmer von 2024.

Kamenschak lief bis Kilometer drei mitten in der Spitzengruppe, verlor auf der restlichen Distanz 21 Sekunden auf Sieger Tim Verbaandert aus den Niederlanden, der in 13:24 Minuten vier Sekunden schneller war als sein Landsmann Juan Zijderlaan. Dieser wiederum war im Kampf um Platz zwei gegen Valentin Gondouin, EM-Medaillengewinner im Halbmarathon, knapp der Stärkere. Der Schweizer Aarno Liebl wurde hinter dem holländischen U23-Europameister im 1.500m-Lauf, Stefan Nillessen, Fünfter und freute sich über einen neuen Schweizer Rekord von 13:39 Minuten. Der bestplatzierte Österreicher lobte den Rahmen: „Wir haben perfekte Bedingungen und eine tolle Stimmung an der Strecke erlebt.“

Monaco Run 2026

Van Es knapp am Europarekord vorbei

Bei den Frauen gab es wie bei den Männern einen holländischen Erfolg. Diane van Es triumphierte nach Platz zwei im Vorjahr erstmals und schrammte in einer Zeit von 14:33 Minuten um eine Sekunde am seit neun Monaten bestehenden Europarekord der Italienerin Nadia Battocletti vorbei. Aber die 26-Jährige verbesserte ihren eigenen holländischen Landesrekord um sechs Sekunden.

Jana van Lent, bei Kilometer vier noch gleichauf mit der Führenden, belegte mit 15 Sekunden Rückstand Platz zwei vor Klara Lukan (15:04) und Laura Muir (15:12). Die 24-jährige Belgierin markierte damit einen neuen belgischen Rekord und ist nun die Nummer acht der europäischen Bestenliste. Die Deutsche Gesa Krause kam in einer Zeit von 15:21 Minuten auf Rang sechs ins Ziel.

10km-Premiere für Kipyegon

Star des Monaco Run war die lebende kenianische Lauflegende Faith Kipyegon, die jedoch nicht im 5km-Lauf, sondern über die doppelte Distanz an den Start ging. Die 32-Jährige startete erstmals in ihrem Leben bei einem 10km-Lauf und lief auf Anhieb eine Topzeit von 29:46 Minuten, die für Position 14 der ewigen Weltbestenliste reichen würde, wäre der Kurs bestenlistentauglich. Damit überquerte sie als allererste in diesem Wettkampf die Ziellinie, ihr Tempomacher Benard Soi ließ ihr standesgemäß den Vortritt. „Ich habe es sehr genossen. Monaco ist eine besondere Stadt. Heute war es eine Herausforderung, eine neue Mission. Ich muss erst lernen, wie das Laufen auf der Straße funktioniert“, sagte Kipyegon nach dem Rennen.

Kipyegons Spezialität ist der 1.500m-Lauf, in dem sie drei Olympische und vier Goldmedaillen gewonnen hat. Außerdem hält sie den Weltrekord sowohl über die 1.500m als auch über die Meile. Seit 2023 startet der hochdekorierte Star zusätzlich im 5.000m-Lauf, wo sie 2023 Weltmeisterin wurde. Im Wettkampftempo ist die kenianische Mittelstreckenlegende bisher aber noch nie weiter gelaufen als 5.000m.

Top-Event im Fürstentum

Der Monaco Run geht auf einer schnellen Strecke im Hafen von Monte Carlo über die Bühne und kombiniert winterlich-mildes mediterranes Klima mit dem urbanen Glamour-Feeling des Fürstentums. Organisiert wird der Lauf vom monegassischen Leichtathletik-Verband. Der Monaco Run ist traditionell ein beliebter Anlaufpunkt für europäische Mittel- und Langstreckenläufer, die mitten in der Hallensaison einen Straßenlauf bevorzugen. In den letzten Jahren waren österreichische Topläufer regelmäßig vertreten.

Autor: Thomas Kofler
Bild: © privat

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