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Die kenianischen Superstars Eliud Kipchoge und Brigid Kosgei führen das Aufgebot des Kenianischen Leichtathletik-Verbandes (Athletics Kenya) für die Olympischen Marathon-Entscheidungen am 8. und 9. August in Sapporo wie erwartet an. Das gab AK am Freitagmittag in Nairobi bekannt. Für Eliud…
Die kenianischen Superstars Eliud Kipchoge und Brigid Kosgei führen das Aufgebot des Kenianischen Leichtathletik-Verbandes (Athletics Kenya) für die Olympischen Marathon-Entscheidungen am 8. und 9. August in Sapporo wie erwartet an. Das gab AK am Freitagmittag in Nairobi bekannt. Für Eliud Kipchoge bietet sich damit im Norden Japans die Chance, seinen zweiten Olympiasieg im Marathon zu feiern – ein Kunststück das zuletzt Waldemar Cierpinski zu DDR-Zeiten gelungen ist. Das kenianische Team ist allerdings dermaßen stark, dass multiple Medaillengewinne wahrscheinlich erscheinen.

Für den Marathon der Frauen hat Athletics Kenya Brigid Kosgei, Ruth Chepngetich und Vivian Cheruiyot nominiert. Brigid Kosgei hat beim Chicago Marathon 2019 den 16 Jahre alten Marathon-Weltrekord von Paula Radcliffe verbessert und hält seither bei einer persönlichen Bestleistung von 2:14:04 Stunden. Die 25-Jährige ist die Läuferin schlechthin, die es in der globalen Marathonszene zu schlagen gibt. Trainingskollegin Ruth Chepngetich, die wie Kosgei für die Agentur Rosa Associati läuft, ist amtierende Weltmeisterin und mit einer persönlichen Bestleistung von 2:17:08 Stunden die drittschnellste kenianische Marathonläuferin aller Zeiten. Und Vivian Cheruiyot hat den Höhepunkt ihrer Karriere unter Olympischen Ringen gefeiert. 2016 triumphierte sie in Rio über 5.000m, danach stieg sie auf den Marathon um und gewann u.a. den London Marathon 2018. Für die 36-Jährige sind es die vierten Olympischen Spiele, bisher gewann sie insgesamt vier Medaillen. Falls eine aus diesem hochkarätigen Trio nicht an den Start gehen sollte, steht mit Valary Aiyabei, Siegerin des Frankfurt Marathon 2019, und Sally Chepyego, Dritte des Berlin Maraton 2019, hochwertiger Ersatz bereit.
Im Olympischen Marathon der Männer ist Eliud Kipchoge der große Star. Der 35-Jährige, der 2016 in Rio den Marathonlauf förmlich dominierte und im Oktober 2019 in Wien als erster Läufer überhaupt die Marathon-Distanz in einer Zeit unter zwei Stunden absolviert hat, führt ein starkes kenianisches Trio an. Neben ihm wurde konsequenterweise auch Lawrence Cherono nominiert, der im vergangenen Jahr die World Marathon Majors in Boston und Chicago gewinnen konnte. Nummer drei im Team ist Amos Kipruto, der die Verantwortlichen im Verband mit der Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften von Doha überzeugen konnte. Er wird als einziger aus dem Sextett vor Olympia einen Marathon in Japan laufen, nämlich jenen in Tokio am 1. März. Reserveläufer sind Titus Ekiru, Sieger des Mailand Marathon und des Honolulu Marathon, sowie der in Japan lebende Bedan Karoki.
Der kenianische Verband entschied sich im Gegensatz zu früheren Jahren, heuer die Nominierungen für die Olympischen Marathonläufe frühzeitig auszusprechen und die Resultate aus dem Wettkampfjahr 2019 zu Rate zu ziehen. Damit gibt man den Athleten die Möglichkeit einer gewissenhaften Vorbereitung und klammert den erbitterten Qualifikationskampf bei Frühjahrsmarathons aus. Laut Angaben des Verbandes beginnt am 1. Mai, also nur wenige Tage nach dem London Marathon, in Kaptagat das Vorbereitungscamp für die kenianischen Marathonläufer. Eliud Kipchoge ist der einzige aus dem nominierten Sextett, der bereits einen Olympischen Marathon gelaufen ist. Insgesamt nimmt der Routinier zum vierten Mal an Olympischen Spielen teil.