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Triumphe für Kiplimo und Feysa beim Chicago Marathon

Kein neuer Weltrekord, aber zwei Spitzenzeiten in den Siegerlisten, eine Weltjahresbestleistung und ein neuer US-Rekord – der Chicago Marathon 2025 lieferte.
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Am Ende bliebt übrig, dass der Bank of America Chicago Marathon auch ein Stück menschliche Marathongeschichte schreibt. Jacob Kiplimo lief 35 Kilometer lang auf Weltrekordkurs und büßte mit fortgeschrittener Ermüdung auf den letzten Kilometer wichtige Zeit ein. In seinem erst zweiten Marathon überhaupt gelang trotzdem eine Weltklassezeit von 2:02:23 Stunden, ein neuer ugandischer Landesrekord. Bei den Frauen brillierte Hawi Feysa mit einer deutlichen persönlichen Bestzeit von 2:14:57 Stunden. Die US-Laufszene freute sich erstmals seit 23 Jahren wieder über einen US-Rekord bei den Männern.

Der Chicago Marathon 2025 hat nicht zu viel versprochen. Nicht nur die beiden großen Namen im Feld, Vorjahressieger John Korir, der den Weltrekordversuch angekündigt hatte, und Jacob Kiplimo liefen auf die Bestmarke von Kelvin Kiptum, 2:00:35 Stunden, an, sondern gleich ein Quintett. Es lag Spannung in der Luft über der Metropole im US-Bundesstaat Illinois, denn die Marathon-Bedingungen am gestrigen Morgen US-amerikanischer Zeit waren nahezu ideal.

Bank of America Chicago Marathon 2025

Korir pokerte zu hoch

1:00:16 Stunden dauerte die erste Rennhälfte, als Erster bekundete Timothy Kiplagat Schwierigkeiten, dieses irre Tempo halten zu können. Die Tempomacher auch und so ging es Schlag auf Schlag: erst Kiplagat, dann Philemon Kiplimo, dann Amos Kipruto – sie fielen zurück.

John Korir, der die Chance hatte, als erster Läufer seit dem legendären Samuel Wanjiru in den Jahren 2010 und 2011 den Chicago Marathon zweimal in Folge zu gewinnen, verschärfte Anfangs der zweiten Rennhäfte das Tempo, doch Jacob Kiplimo lief locker mit. Etwas später konnte der Vorjahressieger nicht mehr mithalten und verlor noch vor der Zwischenzeit bei Kilometer 30 den Kontakt zum ugandischen Weltrekordhalter im Halbmarathon. Das Tempo blieb enorm, auch nach dem Ausstieg der Tempomacher.

Rot-weiß-rote Marathon-Begeisterung

66 österreichische Marathonläufer:innen finishten den gestrigen Chicago Marathon. Ulrike Köstinger verpasste mit einer starken Leistung von 2:49:31 Stunden nur knapp einen Platz in den Top-100 der Frauen-Wertung. Nur drei österreichische Marathonläufer waren vor ihr im Ziel. Bester war Julian Staudinger in einer Zeit von 2:45:35 Stunden. Trotz dieser deutlichen Zeit unter drei Stunden verpasste er die Top-1.000 der Männer-Wertung deutlich – so enorm ist die Qualität in der Dichte beim Chicago Marathon.

Erster Sieg für Uganda in Chicago

Kiptum absolvierte vor zwei Jahren die komplette zweite Marathon-Hälfte als Solist, Kiplimo ging mit einer Ausgangsposition einer Zwischenzeit von 1:25:31 Stunden nach 30 Kilometer ins letzte, knappe Renndrittel. Als Solist. Und nun wurde es hart. Noch bei Kilometer 35, als die Zeit bei 1:39:53 Stunden kurz stoppte, lag der Weltrekord im Bereich des Realisierbaren.

Jacob Kiplimo
Halbmarathon-Splits: 1:00:16 / 1:02:07 Stunden
5km-Teilzeiten: 13:58 / 14:27 / 14:16 / 14:25 / 14:06 / 14:19 / 14:22 / 15:17 / 7:13 (2,195 km) Minuten

Doch nun musste auch der 24-Jährige sein Tempo reduzieren. Obwohl der Weltrekord recht bald deutlich außer Reichweite geriet, lief Kiplimo das Rennen anständig zu Ende und feierte in einer Zeit von 2:02:23 Stunden seinen ersten großen Sieg im Marathon – sieben Sekunden an der Weltjahresbestleistung von Berlin-Sieger Sabastian Sawe vorbei.

Es ist Position sieben in der ewigen Weltbestenliste, nur Kelvin Kiptum war in ebenso jungen Jahren so gut wie es Jacob Kiplimo ist. Der Kenianer war besser mit 24, deshalb hält er weiterhin den Weltrekord. Und der 2024 verunglückte Kiptum bleibt der einzige, der den Chicago Marathon schneller absolviert hat als der diesjährige Champion, der das Ziel des Chicago Marathon völlig entkräftet und mit Schmerz verzerrtem Gesicht erreicht hat. „Ich habe mein Bestes gegeben, ich bin glücklich“, sagte Kiplimo, nachdem er wieder Luft hatte.

© Bank of America Chicago Marathon / Kevin Morris

Gelungene Renneinteilung in der Verfolgergruppe

Kiplimo war einer von vier Läufern aus der ehemaligen fünfköpfigen Spitzengruppe, der ins Ziel kam. Vorjahressieger John Korir verzichtete darauf. Am besten bekam Amos Kipruto den Marathon noch fertig, er rettete in einer Zeit von 2:03:54 Stunden Platz zwei. Philemon Kiplimo, der nicht unbedingt für das Weltrekordtempo in Frage kam, wurde am Ende Achter (2:06:14), Timothy Kiplagat Zwölfter (2:07:42).

Eine bessere Renneinteilung wies Alex Masai, ein seit Jahren in den USA lebender Kenianer, nach. Der 28-Jährige war der Beste aus jener großen Gruppe, die die Halbmarathon-Zwischenzeit in 1:02:19 Stunden passierte. Mit zwei beinahe identischen Marathon-Hälften belegte er Platz drei in 2:04:37 Stunden und feierte eine fette neuen Bestleistung – in seinen bisherigen beiden Marathons war er nicht unter 2:08 Stunden geblieben.

Die ewige Marathon-Bestenliste der Männer

  • 2:00:35 Stunden – Kelvin Kiptum (Kenia), Chicago Marathon 2023
  • 2:01:09 Stunden – Eliud Kipchoge (Kenia), Berlin Marathon 2022
  • 2:01:41 Stunden – Kenenisa Bekele (Äthiopien), Berlin Marathon 2019
  • 2:01:48 Stunden – Sisay Lemma (Äthiopien), Valencia Marathon 2023
  • 2:02:05 Stunden – Sabastian Sawe (Kenia), Valencia Marathon 2024
  • 2:02:16 Stunden – Benson Kipruto (Kenia), Tokio Marathon 2024
  • 2:02:23 Stunden – Jacob Kiplimo (Uganda), Chicago Marathon 2025
  • 2:02:38 Stunden – Deresa Geleta (Äthiopien), Valencia Marathon 2024
  • 2:02:44 Stunden – John Korir (Kenia), Chicago Marathon 2024
  • 2:02:48 Stunden – Birhanu Legese (Äthiopien), Berlin Marathon 2024

Mantz knackt die 2:05 Stunden

In dieser Verfolgergruppe liefen auch der beste Europäer, Bashir Abdi, und der beste Amerikaner, Conner Mantz. Während der Belgier, ein zweifacher Olympia-Medaillengewinner im Marathon, nicht seinen besten Marathontag erwischte und mit einer Zeit von 2:07:08 Stunden „nur“ Zehnter wurde, gingen für den 28-jährigen US-Boy alle Träume in Erfüllung.

Bei Kilometer 30 in einem extrem kompetitiven Wettkampfumfeld noch Zehnter, konnte er in der Schlussphase sechs Plätze gutmachen, weil er im Gegensatz zu vielen Kontrahenten das Tempo halten konnte. Auch auf den letzten Kilometern, wo er fast eine Minute auf Sieger Jacob Kiplimo gutmachen konnte. Unter dem Jubel des Publikums überquerte Mantz mit einer Leistung von 2:04:43 Stunden das Ziel wie beim Boston Marathon als Vierter, wiederum knapp vorbei an einem Stockerlplatz.

Conner Mantz
Halbmarathon-Splits: 1:02:19 / 1:02:24 Stunden
5km-Teilzeiten: 14:23 / 14:57 / 14:44 / 14:56 / 14:40 / 14:51 / 14:57 / 6:31 (2,195 km) Minuten

Was aber viel wichtiger war: Der US-Rekord von Khalid Khannouchi aus dem Jahr 2002 fiel endlich auch offiziell, nachdem Ryan Hall und Mantz selbst ihn auf der nicht rekordtauglichen Strecke des Boston Marathon bereits unterboten haben. Es gelang ein großer Sprung: Fast eine Minute nahm Mantz Khannouchi ab und er lief auch schneller als die besten US-Leistungen in der Geschichte des Boston Marathon. „Es ist ein großartiger Tag!“, jubelte der neue US- und Kontinentalrekordhalter. Damals, 2002 beim alten US-Rekord, war Khalid Khannouchi in einem legendären Dreikampf um den Sieg gegen die Legenden Paul Tergat und Haile Gebrselassie involviert – Khannouchi, gebürtiger Marokkaner und später US-Staatsbürger, brach den damaligen Weltrekord.

Die ewige Marathon-Bestenliste Nord- und Mittelamerikas

  • 2:04:43 Stunden – Conner Mantz (USA), Chicago Marathon 2025
  • 2:05:36 Stunden – Cameron Levins (Kanada), Tokio Marathon 2023
  • 2:05:38 Stunden – Khalid Khannouchi (USA), London Marathon 2002
  • 2:06:07 Stunden – Galen Rupp (USA), Prag Marathon 2018
  • 2:06:17 Stunden – Ryan Hall (USA), London Marathon 2008
  • 2:06:49 Stunden – Rory Linkletter (Kanada), Chicago Marathon 2025
  • 2:06:53 Stunden – Abbabiya Simbassa (USA), Valencia Marathon 2024
  • 2:07:40 Stunden – Alberto Gonzalez Mindez (Guatemala), Valencia Marathon 2023
  • 2:07:47 Stunden – Dathan Ritzenhein (USA), Chicago Marathon 2012
  • 2:07:56 Stunden – John Korir (USA), Amsterdam Marathon 2019

Der zweite Landesrekordversuch Nordamerikas gelang nicht: Rory Linkletter steigerte als Neunter zwar seine persönliche Bestleistung auf eine Zeit von 1:06:49 Stunden, blieb aber nach einer starken ersten Rennhälfte gut eine Minute über dem kanadischen Marathonrekord von Cameron Levins. Nie ein Faktor im Kampf um den Sieg war Geoffrey Kamworor, der in 2:05:31 Stunden den siebten Platz belegte. Der ehemalige Chicago-Sieger Galen Rupp sorgte im Alter von 39 Jahren bei seinem Comeback mit einer Leistung von 2:09:41 Stunden für ein sportliches Lebenszeichen.

Die schnellsten nicht in Afrika geborenen Marathonläufer der Geschichte

  • 2:03:47 Stunden – Morhad Amdouni (Frankreich), Sevilla Marathon 2024
  • 2:04:43 Stunden – Conner Mantz (USA), Chicago Marathon 2025
  • 2:04:51 Stunden – Daniel do Nascimento (Brasilien), Seoul Marathon 2022
  • 2:04:56 Stunden – Kengo Suzuki (Japan), Lake Biwa Mainichi Marathon 2021
  • 2:05:12 Stunden – Yohei Ikeda (Japan), Berlin Marathon 2024
  • 2:05:16 Stunden – Yuya Yoshida (Japan), Fukuoka Marathon 2024
  • 2:05:29 Stunden – Suguru Osako (Japan), Tokio Marathon 2020
  • 2:05:36 Stunden – Cameron Levins (Kanada), Tokio Marathon 2023
  • 2:05:39 Stunden – Ryota Kondo (Japan), Osaka Marathon 2025
  • 2:05:43 Stunden – Mehdi Frère (Frankreich), Valencia Marathon 2023
  • 2:05:46 Stunden – Richard Ringer (Deutschland), Valencia Marathon 2024
Ergebnis des Chicago Marathon 2025 der Männer
1. Jacob Kiplimo (Uganda) 2:02:23 Stunden (NR)
2. Amos Kipruto (Kenia) 2:03:54 Stunden
3. Alex Masai (Kenia) 2:04:37 Stunden
4. Conner Mantz (USA) 2:04:43 Stunden (NR)
5. Huseydin Esa (Äthiopien) 2:04:49 Stunden
6. Seifu Tura (Äthiopien) 2:05:17 Stunden
7. Geoffrey Kamworor (Kenia) 2:05:31 Stunden
8. Philemon Kiplimo (Kenia) 2:06:14 Stunden
9. Rory Linkletter (Kanada) 2:06:49 Stunden
10. Bashir Abdi (Belgien) 2:07:08 Stunden
11. Zouhair Talbi (Marokko) 2:07:27 Stunden
12. Timothy Kiplagat (Kenia) 2:07:42 Stunden
13. Daniel Ebenyo (Kenia) 2:07:52 Stunden
14. Wesley Kiptoo (USA) 2:09:02 Stunden
15. Ryan Ford (USA) 2:09:37 Stunden
16. Galen Rupp (USA) 2:09:41 Stunden
17. Andrew Colley (USA) 2:09:43 Stunden
18. Aidan Troutner (USA) 2:10:23 Stunden
19. CJ Albertson (USA) 2:10:38 Stunden
20. Colin Mickow (USA) 2:11:24 Stunden

Feysa stürmt in die Weltklasse

Star des Frauenrennens war Hawi Feysa. Die 26-jährige Äthiopierin, vor einem Jahr strahlende Siegerin mit Streckenrekord beim Frankfurt Marathon, setzte sich in einem schnellen Rennen deutlich gegen ihre Kontrahentinnen durch und katapultierte sich mit zwei fast gleich schnellen Marathon-Hälften in einer Zeit von 2:14:57 Stunden auf Position sechs der ewigen Weltbestenliste im Marathon – es ist die viertschnellste Siegerzeit in der Geschichte des Chicago Marathon. „Ich war voller Vertrauen in mich, die Bedingungen waren hervorragend und die Strecke ist schnell“, kommentierte die Siegerin. Sie wird laut „Let’sRun.com“ vom äthiopischen Starcoach Gemedu Dedefo trainiert und ist damit in einer Trainingsgruppe mit Tigst Assefa und Amane Beriso, die anderen beiden Äthiopierinnen, die bisher eine Marathonzeit unter 2:15 Stunden erreicht haben.

Hawi Feysa
Halbmarathon-Splits: 1:07:30 / 1:07:27 Stunden
5km-Teilzeiten: 16:06 / 16:02 / 15:52 / 15:59 / 16:00 / 15:55 / 16:04 / 16:01 / 6:58 (2,195 km) Minuten

Bei den Frauen diktierte eine vierköpfige Spitzengruppe das Rennen, das die Halbmarathon-Zwischenzeit in einer Zeit von 1:07:30 Stunden erreichte. Dieses Tempo war etwas zu schnell für Debütantin Ejgayehu Taye, die im Halbmarathon schon unter 1:05 Stunden gelaufen ist. Sie musste wenig später deutlich ihr Tempo reduzieren und ging mit einer Zeit von 2:51:35 Stunden im Feld unter. Megertu Alemu lief Kilometer lang einige Sekunden hinter dem Duo Magdalena Shauri und Hawi Feysa. Shauri konnte wenig später das hohe Tempo nicht mehr halten, Megertu hielt den Sichtkontakt zu ihrer Landsfrau aber bis wenige Kilometer vor Schluss.

Dann allerdings ging eine deutliche Lücke auf. Feysa zog durch und siegte in einer Zeit von 2:14:57 Stunden, wobei ihr von Kilometer 40 weg ein wahnsinnig schnelles Finale gelang – deutlich schneller als Männer-Sieger Jacob Kiplimo. Es war ihr zweiter Marathonsieg im fünften Marathon, die persönliche Bestleistung vom Tokio Marathon 2025, den sie als Dritte abschloss, verbesserte die Äthiopierin um zwei Minuten.

Ergebnis des Chicago Marathon 2025 der Frauen
1. Hawi Feysa (Äthiopien) 2:14:57 Stunden
2. Megertu Alemu (Äthiopien) 2:17:18 Stunden
3. Magdalena Shauri (Tansania) 2:18:03 Stunden (NR)
4. Loice Chemnung (Kenia) 2:18:24 Stunden
5. Mary Ngugi-Cooper (Kenia) 2:19:26 Stunden
6. Natosha Rogers (USA) 2:23:28 Stunden
7. Dakotah Popehn (USA) 2:24:20 Stunden
8. Florencia Borelli (Argentinien) 2:24:23 Stunden
9. Gabriella Rooker (USA) 2:26:32 Stunden
10. Melody Julien (Frankreich) 2:27:08 Stunden
11. Bedatu Hirpa (Äthiopien) 2:27:51 Stunden
12. Marta Galimany (Spanien) 2:28:24 Stunden
13. Aubrey Frentheway (USA) 2:28:56 Stunden
14. Makenna Myler (USA) 2:29:26 tunden
15. Maggie Montoya (USA) 2:29:51 Stunden
16. Rachel McCardell (USA) 2:34:31 Stunden
17. Maria Lindberg (USA) 2:34:59 Stunden
18. Anna Kenig-Ziesler (USA) 2:35:25 Stunden
19. Christa Cain (Großbritannien) 2:35:31 Stunden
20. Maddie Meyers (USA) 2:35:37 Stunden

Shauri mit Landesrekord

Landsfrau Megertu rettete sich zu einer Zeit von 2:17:18 Stunden auf Platz zwei, Shauri hielt in 2:18:03 Stunden noch Position drei und blieb 38 Sekunden unter ihrem vom Berlin Marathon 2023 her rührenden Landesrekord für Tansania. Auch die Kenianerinnen Loice Chemnung und Mary Ngugi-Cooper blieben noch unter 2:20 Stunden. Letzterer gelang das im Alter von 36 Jahren zum allerersten Mal, nachdem sie beim Boston Marathon bereits zweimal auf das Stockerl gelaufen ist und in jungen Jahren zweimal WM-Medaillen im Halbmarathon gewonnen hat.

Das US-Aufgebot beim Chicago Marathon 2025 war nicht so prominent, die Ergebnisse aber beachtlich. Natosha Rogers war die Beste in einer persönlichen Bestzeit von 2:23:28 Stunden auf Platz sechs, knapp eine Minute vor Dakotah Popehn. Die 32-jährige Argentinierin Florencia Borelli schrammte als Achte in einer Zeit von 2:24:23 Stunden um gerade einmal fünf Sekunden an ihrem eigenen Südamerikarekord vorbei. Beste Europäerin war Melody Julien aus Frankreich auf Position zehn vor der zwölftplatzierten Spanierin Marta Galimany.

Die ewige Marathon-Bestenliste der Frauen

  • 2:09:56 Stunden – Ruth Chepngetich (Kenia), Chicago Marathon 2024
  • 2:11:53 Stunden – Tigst Assefa (Äthiopien), Berlin Marathon 2023
  • 2:13:44 Stunden – Sifan Hassan (Niederlande), Chicago Marathon 2023
  • 2:14:04 Stunden – Brigid Kosgei (Kenia), Chicago Marathon 2019
  • 2:14:57 Stunden – Hawi Feysa (Äthiopien), Chicago Marathon 2025
  • 2:14:58 Stunden – Amane Beriso (Äthiopien), Valencia Marathon 2022
  • 2:15:25 Stunden – Paula Radcliffe (Großbritannien), London Marathon 2003
  • 2:15:51 Stunden – Worknesh Degefa (Äthiopien), Valencia Marathon 2023
  • 2:15:55 Stunden – Sutume Kebede (Äthiopien), Tokio Marathon 2024
  • 2:16:07 Stunden – Tigist Ketema (Äthiopien), Dubai Marathon 2024

Teilnahmerekord in Chicago

54.396 Marathonläufer:innen überquerten am gestrigen Tag die Ziellinie des Bank of America Chicago Marathon. Damit ist der Chicago Marathon 2025 einer der größten Marathonläufe der Geschichte. „Die Stadt Chicago hat den Riesensupport des Marathons bewiesen, wir haben außergewöhnliche Leistungen an der Spitze gesehen“, bilanzierte Renndirektor Carey Pinkowski. „Wir wurden heute Zeugen, wie der Marathon die Tiefe des menschlichen Geistes reflektiert. Marathon ist eine Geschichte von Mut und Tapferkeit.“

Autor: Thomas Kofler
Bild: © Bank of America Chicago Marathon / Kevin Morris

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