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Es ist ein Ereignis für die Ewigkeit: Klara Lukan hat als erste europäische Läuferin der Geschichte einen 10km-Straßenlauf in einer Zeit unter 30 Minuten absolviert. Die 25-jährige Slowenin erreichte diesen Meilenstein als Siegerin des 10km-Laufs in Laredo in einer Zeit von 29:50 Minuten.
„Ich fühle mich wie im siebten Himmel“, sagte Klara Lukan im Anschluss an ihre Superleistung in Spanien. „Ehrlich gesagt bin ich schon hierhergekommen, um entschlossen die 30 Minuten anzugreifen. Dass dann alles nach Plan gelaufen ist, ist überragend. Mein Tempomacher José Ignacio hat einen fantastischen Job erledigt und genau den richtigen Schritt vorgegeben.“ 17 Sekunden blieb die Slowenin unter dem bisherigen Europarekord der Britin Megan Keith, aufgestellt erst im Februar. Der Wind habe sie nicht so beeinträchtigt, weil sie als kleine Läuferin in einer Gruppe mit Männern stets gut abgeschirmt war.
Klara Lukan gilt seit Jahren als eines der größten Lauftalente in Europa. Die Slowenin wurde 2019 Junioren-Europameisterin im 5.000m-Lauf – eines der wenigen Rennen, in denen sie ihre Hauptrivalin Nadia Battocletti aus Italien besiegen konnte. Sie überzeugte auch als Bronzemedaillengewinnerin bei den Straßenlauf-Europameisterschaften 2025 (10km) und als Zehnte bei den Straßenlauf-Weltmeisterschaften 2023 (5 km).
2023 gewann Lukan den Vienna 5K in einer Zeit von 15:32 Minuten. Seither hat sie ihre Leistungsfähigkeit sukzessive gesteigert. Sie hält die slowenischen Rekorde auf insgesamt sieben Distanzen, unter anderem im Halbmarathon in einer Zeit von 1:06:43 Stunden, gelaufen Mitte März in Malaga. Der Europarekord im 10km-Lauf ist der vorläufige Höhepunkt für die in Italien lebende und trainierende 25-Jährige. Ihre bisherige 10km-Bestleistung hat sie dabei um 36 Sekunden verbessert.
Es ist bereits das vierte Mal, dass im Laufe dieses Kalenderjahrs der Europarekord in dieser Disziplin fällt. Lukan gewann den Wettkampf in der nordspanischen Stadt mit großem Vorsprung auf Konstanze Klosterhalfen, die das inner-deutsche Duell mit Esther Pfeiffer um Rang zwei für sich entscheiden konnte. Dabei verbesserte die 29-Jährige ihren eigenen deutschen Rekord aus dem Vorjahr um neun Sekunden auf eine Zeit von 30:37 Minuten.
Auch Pfeiffer blieb eine Sekunde unter der Vorjahresleistung Klosterhalfens. Als beste Spanierin kam Maria Forero auf Platz vier in einer Zeit von 31:17 Minuten dem nationalen Rekord von Carla Gallardo nahe, die dieses Mal als Fünfte ins Ziel gekommen ist. Im Vorjahr hat Gallardo als Zweite hier in Laredo ihren noch gültigen spanischen Rekord aufgestellt.
Die Schweizerin Oria Liaci erreichte eine Zeit von 32:18 Minuten und blieb damit nur 17 Sekunden hinter dem Schweizer Rekord von Fabienne Schlumpf.
Bei den Männern ging der junge Äthiopier Biniam Mehary auf den Weltrekord von 26:24 Minuten los, konnte diesem aber bei windigen Bedingungen und Optimaltemperaturen von 16°C nicht nahekommen und siegte in einer Zeit von 26:55 Minuten. Auch das ist eine deutliche persönliche Bestleistung für den 19-Jährigen, der als 5.000m-Spezialist seinen ersten ernsthaften 10km-Lauf in Europa absolviert hat. Bester Europäer war der Brite Rory Leonard als Dritter in einer Zeit von 27:57 Minuten.
🇦🇹 Im Rahmen des 40. Attnanger Sparkassen Stadtlauf wurden erstmals die Österreichischen Meisterschaften auf der Straßenmeile ausgerichtet. Lotte Seiler (KSV alutechnik) und Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA) sorgten für Favoritensiege, insgesamt hatten 246 Läuferinnen und Läufer für die Meisterschaften gemeldet. Seiler verbesserte mit einer Zeit von 4:53,09 Minuten den bisherigen österreichischen Rekord von Katharina Pesendorfer, die dieses Mal hinter Sandra Schauer und Tabea Schmid nicht auf das Stockerl kam. Bei den Männern lief Kamenschak nicht auf Zeit, sondern auf Platzierung und erreichte das Ziel in 4:31,49 Minuten vor Damjan Eror (LAC Waidhofen/Ybbs und Bernhard Neumann (DSG Wien).
🇹🇷 Zwei Zwillingsbrüder haben dem Istanbul Halbmarathon den Stempel aufgedrückt und damit für eine besondere Geschichte im Laufsport gesorgt. Alex Matata gewann den Wettkampf am Bospurus mit einer Zeit von 1:00:01 Stunden einen Hauch vor Charles Matata. Ali Kaya markierte eine persönliche Bestleistung von 1:00:12 Stunden und gewann als Dritter den türkischen Meistertitel im Halbmarathon. Der Sieg im Frauenrennen ging an Purity Gitonga aus Kenia, die sich in einer Zeit von 1:06:50 Stunden vor der Äthiopierin Ftaw Zeray und der Südafrikanerin Glenrose Xaba durchsetzte. Das Rekordteilnehmerfeld von 19.000 Läufer:innen startete beim Istanbul Halbmarathon inklusive des 10km-Bewerbs.