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Korir und Kiplimo auf Weltrekordjagd in Chicago

Der Halbmarathon-Weltrekordhalter Jacob Kiplimo und Vorjahressieger John Korir sind die zwei größten Stars eines enorm starken Elitefelds beim Chicago Marathon.
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Nichts geringeres als der Weltrekord steht zur Disposition: Wenn am Sonntagfrüh Ortszeit in Chicago der Startschuss zum traditionsreichen Marathon fällt, dann hat die Spitze des Elitefelds der Männer eine Marke fest im Blick: 2:00:35 Stunden. Diese Traumzeit hat Kelvin Kiptum 2023 in einer besonderen Ausgabe des Chicago Marathon mit einer fabelhaften zweiten Marathon-Hälfte realisiert. Ohne anderen Marathon-Veranstaltern nahe zu treten: Chicago könnte DER Marathon-Event des Jahres werden, bei den Männern.

Wenn Jacob Kiplimo über den Chicago Marathon spricht, fallen leise Töne. Auch vor dem London Marathon im April wählte der Ugander, für viele verwunderlicherweise, eine konservative Herangehensweise. Es war sein Marathon-Debüt. Es führte ihn auf Platz zwei in einer starken Zeit von 2:03:37 Stunden, geschlagen nur von Sabastian Sawe, Star des Berlin Marathon von vor zwei Wochen (siehe RunUp.eu-Bericht). Doch dieses Mal bringt der Ugander schon Marathon-Erfahrung mit. Feld, Wetterbedingungen und eigenes Können sind verlockend, um ganz groß zu träumen. Das kann selbst Kiplimo nicht verheimlichen, auch wenn er sich zurückhaltend gibt: „Ich habe gehört, dass ein Weltrekordtempo gelaufen werden soll. Ich plane eine etwas zurückhaltendere Taktik, möchte aber am Ende möglichst dicht an den Weltrekord heranlaufen“, sagte er im Zuge seines letzten Wettkampfs in Buenos Aires vor ein paar Wochen.

RunUp.eu-TV-Tipp:
TV-Tipp: Der Bank of America Chicago Marathon wird live auf Eurosport 2 übertragen. Der Startschuss fällt um 7:30 Uhr Ortszeit, 14:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Rohdiamant aus den Bergen Ugandas

Jacob Kiplimo ist in Kween in der Höhe des östlichen Landesteils von Uganda aufgewachsen. Bereits in jungen Jahren war er sehr erfolgreich, 2017 gelang ihm in der Hauptstadt seines Heimatlandes, Kampala, ein auf emotionaler Ebene genialer Erfolg: Er wurde Crosslauf-Weltmeister in der Altersklasse U20. Im Schatten seines großen Landsmanns Joshua Cheptegei gelangen keine globalen Goldmedaillen auf der Bahn, aber frühe Erfolge im Crosslauf (zweifacher Weltmeister) und im Halbmarathon (WM-Titel 2020 im Alter von 19, Weltrekord mit 24). Für eine optimierte Vorbereitung auf den Chicago Marathon hat er seinen WM-Start von Tokio im 10.000m-Lauf zurückgezogen.

Sein zweiter Marathon wird mit ähnlicher Spannung erwartet wie sein erster: Gelingt dieses Mal das außergewöhnliche, historische Feuerwerk der sub-2-Stunden-Zeit, für die er aufgrund seiner Leistungen auf den Unterdistanzen im Moment mit Sawe der potenzielle Anwärter ist? Nein, meint Kiplimo gegenüber der britischen Tageszeitung „The Independent“: „Ich glaube, dass ich in einer guten Form bin und eine gute Leistung bringen werde. Aber Ambitionen Richtung sub-2 gibt es keine!“

Für seinen Formtest ist Jacob Kiplimo einen interessanten Weg gegangen. Er flog nach Südamerika und absolvierte sieben Wochen vor dem Chicago Marathon den Halbmarathon in der argentinischen Hauptstadt. Es war sein erster Halbmarathon seit seinem Weltrekord-Wunder von Barcelona im Februar (56:42), er gewann in 58:29 Minuten und stellte einen Streckenrekord auf – trotz viel Wind.

© Bank of America Chicago Marathon / Kevin Morris

Kamworor zurück auf Major-Bühne

Mit seinem Halbmarathon-WM-Titel 2020 hat Jacob Kiplimo die Regentschaft von Geoffrey Kamworor in dieser Disziplin beendet. Auch im Crosslauf musste sich der Kenianer 2019 nach zwei WM-Titeln in Folge mit Bronze zufrieden geben, Kiplimo gewann damals Silber. In Chicago kommt es zu einem neuerlichen Aufeinandertreffen der beiden. Das letzte Duell war eigentlich keines. Bei seinem Weltrekordlauf in Barcelona legte Kiplimo über zwei Minuten zwischen sich und dem zweitplatzierten Kamworor. Das blüht dem Kenianer auch dieses Mal.

Kamworor hat in seiner Anfangszeit als Marathonläufer bereits zwei World Marathon Majors auf US-Boden gewonnen, allerdings in New York bei ganz anderer Renncharakteristik. In schnellen, flachen Marathons ist er den Beweis seiner Siegfähigkeit bis zum heurigen Rotterdam Marathon noch schuldig geblieben. Dieser Erfolg hat ihm freilich neues Selbstvertrauen eingeimpft: „Ich habe immer noch große Träume von Major-Siegen“, sagte er gegenüber der kenianischen Tageszeitung „The Star“. Bei seinem Vorbereitungsrennen auf den Chicago Marathon gelang ihm ein Sieg: Er gewann den Antrim Coast Halbmarathon im nordirischen Larne Ende August in einer Zeit von 59:51 Minuten. Bei seinem Halbmarathon vor dem Rotterdam Marathon war Kamworor freilich um über eine Minute schneller.

Korir will Major-Triple

Seit einigen Jahren steht beim Bank of America Chicago Marathon die Big Story mit dem prominenten Sieger oder der prominenten Siegerin weit oben auf der Prioritätsliste. Die Strategie hat sich rentiert, Chicago hat dem Berlin Marathon beide Weltrekorde abgeknöpft. Viele Jahre war Ruth Chegnetich das Aushängeschild des World Marathon Majors im Mittleren Westen. Dreimal triumphierte die Kenianerin, ihr dritter Erfolg war jener mit dem unwirklich anmutenden Weltrekord von 2:09:56 Stunden. Nun ist – der Laufszene ist es bekannt – die 31-Jährige aber wegen eines Dopingvergehens suspendiert und daher gegenwärtig nicht startberechtigt (siehe RunUp-eu-Bericht).

Auch bei den Männern lieferte Chicago in den letzten Jahren die großen Geschichten. Von Galen Rupps Heimsieg 2017 über den damaligen Europarekord von Mo Farah bis zum famosen Weltrekordlauf des wenige Monate später verunglückten Kelvin Kiptum. Auch im Vorjahr gelang im Schatten der Chepngetich-Fabelleistung eine fantastische Siegerzeit durch John Korir in 2:02:44 Stunden. Der 28-jährige Kenianer führt auch heuer das Elitefeld an. Nicht nur weil er Vorjahressieger ist, sondern auch, weil er die beste Vorleistung mitbringt.

Jagd auf den Weltrekord

Im Gegensatz zu Kiplimo, potenzieller Hauptrivale im potenziellen Marathon-Duell des Jahres, übt sich der 28-Jährige nicht in Zurückhaltung. Er spuckt hohe Töne. Mit dem Selbstvertrauen seiner überzeugenden Siege im Vorjahr in Chicago und im April beim Boston Marathon möchte er am Sonntag unter 2:01 Stunden laufen! „Mein Training ist hervorragend verlaufen und ich visiere mindestens eine persönliche Bestleistung an. Mein Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten ist groß“, wird er in einer Aussendung des Chicago Marathon zitiert.

Die US-Plattform „Let’sRun.com“ zitiert seinen amerikanischen Trainer Ron Mann, der von bis zu 250 Kilometern pro Woche erzählt – seit Jahren wurde das Volumen sukzessive aufgebaut. Noch deutlich offensiver sind seine Aussagen in einem Exklusivinterview mit der kenianischen Tageszeitung „The Star“: „Mein Coach und ich haben uns ein Ziel gesetzt: 2:00:30 Stunden, also Weltrekord.“ Er sei in der Form seines Lebens, sein Umfeld habe ihm übereinstimmend ermutigt, zu versuchen, den Weltrekord anzugreifen.

Dritter Chicago-Start für Europarekordhalter

Korir, der in seinen elften Marathon geht, ist einer von acht Läufern mit einer Bestleistung von 2:04:30 Stunden oder besser, der Wettbewerb an der Spitze eines schnellen Rennens wird daher ein aufregender, möglicherweise im Rennen auf zwei Gruppen aufgeteilt. Eine große Rolle könnte dabei auch ein Europäer spielen. Bashir Abdi, mit einer Zeit von 2:03:36 Stunden Inhaber des Europarekords, hat gute Erfahrungen mit Meisterschaftsrennen gemacht, er gewann Olympia-Silber in Paris 2024, Olympia-Bronze in Sapporo 2021 und WM-Bronze in Eugene 2022.

Aber er hat auch Top-Erfahrungen bei schnellen Marathons auf der Habenseite, das belegen seine beiden Erfolge beim Rotterdam Marathon 2021 und 2023 sowie Stockerlplätze bei drei World Marathon Majors. In Chicago lief der 36-jährige Belgier bereits als Dritter (2022) und Fünfter (2019) ins Ziel. Seine Generalprobe legte Abdi beim Great North Run ab, wo er in einer Halbmarathon-Leistung von 1:00:58 Stunden Zweiter hinter dem Kenianer Alexander Munyao, ein ehemaliger London-Marathon-Sieger, wurde.

Neben Korir und Kamworor sind weitere starke Kenianer im Rennen: Timothy Kiplagat, 2022 Zweiter in Tokio mit einer Zeit unter 2:03 Stunden, Amos Kipruto, der im Frühling mit einer starken Leistung den Hamburg Marathon gewann, und CyBrian Kotut, Dritter in Boston im Frühjahr.

Ein mächtiger Marathon

Eine unabhängige Studie errechnete, dass die Austragung des Chicago Marathon 2024 der Metropolregion Chicago einen wirtschaftlichen Wert von 683 Millionen US-Dollar (das sind umgerechnet 589 Millionen Euro) gebracht hat. „Der Chicago Marathon ist einer der wichtigsten Events für den Tourismus und für die weltweite Präsentation unserer Stadt“, stellt Kristen Reynolds, neuer CEO des Chicago Marathon, klar.

Der Chicago Marathon geht zum 47. Mal über die Bühne. Der Veranstalter erwartet rund 53.000 Marathon-Finisher. Rund 160.000 Laufbegeisterte aus aller Welt, und damit so viele wie nie zuvor in der Veranstaltungshistorie, haben sich für einen Startplatz beworben. Dabei waren die Qualifikationsstandards in diesem Jahr absurd hoch, in der allgemeinen Klasse werden Qualifikationszeiten von 2:55 bzw. 3:25 Stunden erwartet. Selbst für Über 80-Jährige liegt sie bei unglaublichen 4:50 bzw. 5:20 Stunden.

Mantz hat US-Rekord im Visier

Wie immer wird die US-Laufszene ganz besonders auf den Chicago Marathon schauen. Die schnelle Strecke in „Windy City“ erlaubt im Gegensatz zu den selektiven Strecken in Boston und New York, wo die Platzierung im Vordergrund steht, die Träume von den großen Zeiten. Dabei war Boston in diesem Jahr eine Ausnahme: Bei Idealbedingungen stürmte Conner Mantz zu einer Fabelzeit von 2:05:08 Stunden, der zweitschnellsten je von einem US-Läufer erzielten Marathonzeit. Wie auch die Bestzeit von Ryan Hall auf dem Marathon-Kurs in Boston erzielt, ist diese aber nicht Bestenlisten tauglich. Und so steht der offizielle US-Marathonrekord immer noch bei einer Zeit von 2:05:38 Stunden, gelaufen von Khalid Khannouchi 2002 beim London Marathon.

Dieser Rekord wackelt beträchtlich. Die Milchmädchenrechnung gibt folgenden Aufschluss: Wer auf dem Kurs in Boston, ohne Tempomacher fürs Feld, eine Zeit von 2:05:08 Stunden laufen kann, kann auf der schnellen Strecke in Chicago bei den prognostizierten Wetterbedingungen in der Theorie auch so schnell laufen. Genauso sieht es der 28-Jährige, in der Blüte seiner bisherigen Karriere, selbst auch: „In Boston bin ich mit Leuten mitgekommen, die eine 2:02 oder eine 2:03 stehen haben. Daher scheint mir die Ambition realistisch, ein Tempo Richtung US-Rekord anzugehen.“ An Chicago hat der Lokalmatador gute Erinnerungen: Hier qualifizierte er sich 2023 für die Olympischen Spiele, die er mit Platz acht sehr gut absolvierte.

Rückkehr auf der Bühne des größten Siegs

In Boston belegte Mantz Rang vier, nur 23 Sekunden hinter Sieger John Korir und vier Sekunden hinter CyBrian Kotut, auch dieses Mal im Feld seiner Kontrahenten. Nach sehr guten Vorbereitungswettkämpfen mit Siegen und starken Leistungen beim Straßenlauf Beach to Beacon sowie bei den US-Meisterschaften im 20km-Lauf kommt Mantz auch dieses Mal für einen Platz in der Nähe des Stockerls in Frage.

Der letzte US-Sieg in Chicago gelang Galen Rupp im Jahr 2017. Der Routinier feiert am Sonntag sein Comeback. „Der Chicago Marathon ist auf Ewigkeit ein besonderes Rennen für mich. Die Atmosphäre ist unvergleichlich“, betont der mittlerweile 39-Jährige. „Ich bin froh, mich auf einer schnellen Strecke gegen die Weltklasse zu testen.“ „Let’sRun.com“ spekuliert, ob es der letzte Marathon für Galen Rupp als Spitzensportler sein könnte.

Die US-Spitze ergänzen Matt Richtman, der heuer beim Los Angeles Marathon verblüffte, sowie WM-Teilnehmer CJ Albertson. Rory Linkletter attackiert den kanadischen Marathonrekord von Cameron Levins, der bei einer Zeit von 2:05:36 Stunden steht. Der 29-Jährige muss gleich zweieinhalb Minuten von seiner offiziellen Bestleistung abknabbern, eineinhalb zu seiner diesjährigen Boston-Zeit, sein mit Abstand bester Marathon bisher.

Das Elitefeld der Männer (Auswahl)

  • John Korir (Kenia), 2:02:44 Stunden
  • Timothy Kiplagat (Kenia) 2:02:55 Stunden
  • Amos Kipruto (Kenia) 2:03:13 Stunden
  • CyBrian Kotut (Kenia) 2:03:22 Stunden
  • Bashir Abdi (Belgien) 2:03:36 Stunden
  • Jacob Kiplimo (Uganda) 2:03:37 Stunden
  • Philemon Kiplimo (Kenia) 2:04:01 Stunden
  • Geoffrey Kamworor (Kenia) 2:04:23 Stunden
  • Huseydin Esa (Äthiopien) 2:04:39 Stunden
  • Conner Mantz (USA) 2:05:08 Stunden
  • Daniel Ebenyo (Kenia) 2:06:04 Stunden
  • Galen Rupp (USA) 2:06:07 Stunden
  • Hiroto Inoue (Japan) 2:06:14 Stunden
  • Zouhair Talbi (Marokko) 2:06:39 Stunden

Megertu strebt nach Major-Premiere

Auf dem Papier mit vier Läuferinnen mit Bestleistungen unter 2:19 Stunden durchaus beachtlich, steht das Elitefeld der Frauen deutlich im Schatten des Männerfeldes. Es fehlt der große Star an der Startlinie, der eine „Big Story“ mitbringt. Das Elitefeld ist aber stärker als es den Anschein hat.

Zwei Top-Athletinnen haben Chicago-Erfahrung: Megertu Alemu als Dritte 2023, Irine Cheptai als Dritte 2024. „Mit meinem guten Training das ganze Jahr und meiner Fitness bin ich überzeugt, besser abzuschneiden als letztes Mal“, sagte die 27-jährige Äthiopierin. Die Olympia-Teilnehmerin von Paris (Aufgabe) hat 2025 noch keinen Wettkampf bestritten, vor zehn Monaten gewann sie in Valencia.

Ihre größten Kontrahentinnen sind neben der ehemaligen Crosslauf-Weltmeisterin aus Kenia, die 2024 den Hamburg Marathon gewonnen hat, ihre Landsfrauen Hawi Feysa, die vor einem Jahr einen fantastischen Streckenrekord beim Frankfurt Marathon lief und im Frühling als Dritte in Tokio mit einer Bestleistung von 2:17:00 Stunden überzeugte, sowie Bedatu Hirpa, die vier ihrer letzten fünf Marathons gewonnen hat – darunter in Dubai und Paris im laufenden Kalenderjahr.

Marathon-Premiere für Taye

Eine besondere Geschichte des Rennens liefert das Debüt von Ejgayehu Taye. Die 25-Jährige gehört zu den schnellsten 5.000m-Läuferinnen der Geschichte und lief bei Olympischen Spielen bereits zweimal in die Top-Sechs, bei Weltmeisterschaften reichte es sogar zu einer Bronzemedaille über 10.000m 2023 in Budapest. Die Wettkampfsaison 2025 war nach einem ordentlichen Beginn mit dem Sieg beim RAK Halbmarathon in einer Zeit von 1:05:52 Stunden, wo sie sich mehr erhofft hatte, eine für ihre Verhältnisse sehr schwache, einziges Highlight war Platz fünf bei den Weltmeisterschaften von Tokio im 10.000m-Lauf.

Schnellste Europäerin im Feld ist die in der Höhe von Flagstaff im US-Bundesstaat Arizona lebende Britin Calli Hauger-Thackery, die bisher in all ihren Marathons überzeugen konnte, darunter als Sechste beim diesjährigen Boston Marathon, und bei einer Bestleistung von 2:21:24 Stunden hält. Die US-Spitze bilden Lindsay Flanagan, Dakotah Popehn und Natosha Rogers. Südamerikarekordhalterin Florencia Borelli aus Argentinien strebt ebenfalls nach einer Spitzenplatzierung.

Die ICE und der Chicago Marathon

Wie durch diverse Medienberichte bekannt, agieren die Nationalgarde der USA und die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) derzeit gezielt in der Millionenstadt Chicago. Diese Situation trifft auf eine der größten Sportveranstaltungen der Welt mit Teilnehmerinnen aus fast der ganzen Welt sowie geschätzten zwei Millionen Menschen, die sich wegen des Marathons in den Straßen von Chicago bewegen werden.

Chicagos Bürgermeister Brandon Johnson ist optimistisch, dass das Sicherheitskonzept der Stadt die Veranstaltung gut über die Bühne bringt, verheimlicht aber den Zwist auf politischer Ebene nicht. Der TV-Sender WTTW zitiert ihn wie folgt: „Alleine rund 3.000 Läufer:innen aus Mexiko haben sich für den Marathon angemeldet. Ich will, dass alle nach Chicago kommen. Ich denke, die beste Möglichkeit unseren Widerstand zu zeigen, ist, dass wir von dieser Tyrannei nicht in die Knie gehen. Wir ermutigen alle, am Sonntag den Marathon zu feiern.“

Autor: Thomas Kofler
Bild: © Bank of America Chicago Marathon / Kevin Morris

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