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Morgenläufer verspüren stärkere Glücksgefühle beim Laufen

Laut einer neuen Studie verspüren Läufer, die vor dem Frühstück auf ihre Laufrunde gehen, verstärkt jene Glücksgefühle, die die sportliche Aktivität jedem Menschen verleiht und die im allgemeinen Verständnis häufig als „Runner’s High“ bezeichnet werden. In einer aktuellen Studie, welche…

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© SIP / Johannes Langer
© SIP / Johannes Langer
Laut einer neuen Studie verspüren Läufer, die vor dem Frühstück auf ihre Laufrunde gehen, verstärkt jene Glücksgefühle, die die sportliche Aktivität jedem Menschen verleiht und die im allgemeinen Verständnis häufig als „Runner’s High“ bezeichnet werden.
In einer aktuellen Studie, welche im Journal „Cell Metabolism“ veröffentlicht wurde, untersuchten die Forscher den Einfluss des Hormons Leptin auf das Gehirn von Mäusen. Leptin ist ein Hormon, welches unmittelbar nach einer Mahlzeit oder bei genereller Sättigung zum Einsatz kommt, um das Hungergefühl zu unterdrücken. Bei Mäusen verhält sich das Hormon nachgewiesenermaßen ähnlich wie bei Menschen. Die Wissenschaftler störten die Signalwirkung von Leptin bei einer Gruppe von Mäusen und tricksten damit deren Gehirne aus. In einem Laufvergleich im Laufrad liefen diese Mäuse ungefähr die doppelte Distanz wie die Mäuse einer Kontrollgruppe. Außerdem hielten sich die Mäuse mit dem niedrigen Leptinspiegel bei einem Experiment verstärkt in jenem Raum auf, wo ein funktionierendes Laufrad stand und welchen sie damit mit Laufen assoziierten.
Stephanie Fulton, Neurobiologin der Universität von Montreal und Autorin dieser Studie, erklärt im Fazit, dass ein niedriger Leptinspiegel Mäuse dazu antreibt, weiter zu laufen und dieses Laufen mehr zu genießen und glaubt, dass diese Ergebnisse bei Menschen zu adaptieren sind. Demnach genießt ein Läufer die sportliche Aktivität mehr, wenn der Leptinspiegel niedrig ist, wie zum Beispiel am frühen Morgen zwischen Aufstehen und Frühstück. Ein Ausdauerläufer hat aufgrund seiner regelmäßigen und umfassenden sportlichen Betätigung generell bereits einen niedrigeren Leptinspiegel als Menschen, die wenig oder gar nicht laufen.
Die Erkenntnisse dieser Studie machen laut Experten auch aus evolutionärer Sicht Sinn. Wenn Menschen in der Frühzeit Hunger hatten, mussten sie oft Kilometer zurücklegen, um etwas zu essen zu finden. Die entstehenden Glücksgefühle bei der Jagd dürften sie zusätzlich motiviert haben. Diese wissenschaftlichen Resultate sind allerdings keine Einladung für Läufer, zu häufig bei leerem Magen zu trainieren. Denn – um einen plakativen Vergleich zu wählen – ein Auto fährt sich mit leerem Tank auch schlecht, insbesondere wenn der Reservetank auch bereits angezapft ist.

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