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Nancy Kiprop: Spitzenläuferin mit großem Herz

Im „Home of Champions“, so nennt sich die kenianische Läufer-Hochburg Iten, längst bedeutendes Trainingszentrum für die aus der halben Welt anreisende Langstreckenlauf-Elite, ist Nancy Kiprop eine von vielen. Aber in der Geschichte des Vienna City Marathon ist die 39-Jährige eine…

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Im „Home of Champions“, so nennt sich die kenianische Läufer-Hochburg Iten, längst bedeutendes Trainingszentrum für die aus der halben Welt anreisende Langstreckenlauf-Elite, ist Nancy Kiprop eine von vielen. Aber in der Geschichte des Vienna City Marathon ist die 39-Jährige eine Besonderheit. Statistisch als eine von vier Zweifachsiegerinnen in der langen Eventhistorie, die ankündigt, am Sonntag als erste Läuferin überhaupt den Hattrick zu vollenden. Menschlich als faszinierende Persönlichkeit, die mit Leidenschaft und Emotion in die gute Sache investiert. Ihre sportlichen Erfolge dienen für sie als Mittel zum Zweck, mit dem sie sich den Traum eines Schulprojekts erfüllen konnte und seit Jahren weiterentwickelt. Ein sehr eindrucksvoller Weg!
 
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© VCM / Victah Sailer / photorun.net
Träume, die sich verwirklichen

Chesitek ist eine kleine Ortschaft unweit von Iten. Dort ist Nancy Kiprop geboren und aufgewachsen. Während ihrer langen Lauf-Karriere, die viele Jahre lang nicht die Dimension einer international erfolgreichen Athletin erreichte, arbeitete sie immer wieder als Lehrerin um Kinder und Jugendliche in ihrem Heimatort auszubilden und auf die großen Herausforderungen im westkenianischen Hochland vorzubereiten. In dieser Zeit reifte in ihr der Traum einer eigenen Schule als Grundlage für verbesserte Chancen für die nächste Generation. Kiprops erster Sieg in Wien im Zweikampf mit Rebecca Chesir entlang der Zielgerade vor dem Burgtheater spülte genügend Geld auf ihr Konto, damit sie diesen Traum verwirklichen konnte. Eine Schule wurde gebaut. Damit schaffte sie Kindern Zugang zu Bildung, die sie vorher aufgrund großer Distanzen zur nächsten Schule oft nicht hatten.
 

Projekt mit Zukunftsvisionen

„Zu Beginn hatten wir fünf Lehrpersonen, die 65 Kinder unterrichteten. Mittlerweile sind es doppelt so viele Schülerinnen und Schüler im Alter von drei bis acht Jahren und sieben fix angestellte Lehrpersonen“, erzählt die 39-Jährige. Sie selbst ist Direktorin ihrer eigenen Schule, ihr Ehemann managt die Geschicke des Projekts. „Es ist mein großes Ziel, das Projekt weiter auszuweiten, das Personal weiter aufzustocken und neue Klassen für neue Schüler zu bilden“, bekräftigt sie. Antrittsgelder und Siegesprämien bilden neben Beiträgen von Sponsoren die Grundlage, Zukunftsvisionen auch in die Realität umzumünzen. Besonders stolz ist Kiprop auf die merklich positiven Auswirkungen ihres Projekts auf die Gesellschaft in ihrer Heimat. Dass Nancy Kiprop eine besondere Liebe zur kommenden Generation hegt, zeigt sie auch privat. Neben zwei eigenen hat sie fünf Kinder adoptiert. In weiser Voraussicht auf ihre späteren Erfolge beim Vienna City Marathon taufte sie ihre beiden Kindern Victor und Victoria.
 

39 und schneller denn je

Am Sonntag schüttet der Vienna City Marathon ein Preisgeld von 15.000 Euro für die Siegerin aus. Nancy Kiprop ist eine der aussichtsreichsten Kandidatinnen auf diesen Gewinn, der die von ihr ausgehende soziale Wärme in Chesitek weiter anheizen würde. So erfolgreich das Schulprojekt läuft, so erfolgreich verläuft auch der Spätherbst ihrer sportlichen Karriere. Den beiden Siegen in Wien folgte der siebte Platz beim Frankfurt Marathon 2018, bei dem sie ihre persönliche Bestleistung um eineinhalb Minuten auf eine Zeit von 2:22:46 Stunden verbesserte. Und das als 39-Jährige inmitten eines Marathon-Feldes voller junger Läuferinnen. Es ist eben nie zu spät, nach den Sternen zu greifen. Nancy Kiprop gelingt dies gleich auf zwei Ebenen hervorragend.
 

Alle guten Dinge sind drei?

Kiprops neue Bestleistung liegt gut eine Minute unterhalb des Streckenrekordes des VCM, den sie am Sonntag, getreu dem Sprichwort „Alle guten Dinge sind drei!“ attackieren möchte. „Es ist das dritte Mal, dass ich es versuche. Beim ersten Mal bremste uns der starke Wind, beim zweiten Mal verhinderte die drückende Hitze ein schnelleres Rennen“, blickt sie zurück. Gute Neuigkeiten: Die Wettervorhersage für Sonntag ist viel versprechend. Genauso wie die gelungene Generalprobe in 1:09:12 Stunden beim Halbmarathon in Paris vor vier Wochen als Indiz ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit. „Ich habe fantastische Erinnerungen an dieses Rennen und bin sehr dankbar auch heuer beim VCM dabei zu sein“, dominiert mit Blick auf Sonntag die Vorfreude.
 
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Vienna City Marathon

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