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Neue Streckenrekorde in Toronto

Die Kenianer Philemon Rono und Magdalyne Masai haben dem Toronto Waterfront Marathon, der sportlich bedeutendsten Lauf-Veranstaltung Kanadas, neue Streckenrekorde beschert und damit jeweils die schnellsten Marathon-Zeiten auf kanadischem Boden überhaupt verbessert. Philemon Rono, der bereits seinen dritten Sieg in Toronto…

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Die Kenianer Philemon Rono und Magdalyne Masai haben dem Toronto Waterfront Marathon, der sportlich bedeutendsten Lauf-Veranstaltung Kanadas, neue Streckenrekorde beschert und damit jeweils die schnellsten Marathon-Zeiten auf kanadischem Boden überhaupt verbessert. Philemon Rono, der bereits seinen dritten Sieg in Toronto feierte und damit nur noch einen Sieg hinter Rekordsieger Kenneth Mungara liegt, verbesserte seinen eigenen Streckenrekord bei sehr guten äußeren Bedingungen um fast zwei Minuten auf eine Zeit von 2:05:00 Stunden. In einem hochklassigen Rennen besiegte er damit den favorisierten Äthiopier Lemi Berhanu. Die ersten Vier waren im Ziel lediglich durch 13 Sekunden getrennt. Masai, die mit Jake Robertson verheiratet ist, steigerte ihre persönliche Bestleistung um fast vier Minuten und blieb 13 Sekunden unter dem Streckenrekord von Vorjahressiegerin Mimi Belete sowie eine Sekunde unter dem bis dato schnellsten in Kanada gelaufenen Marathon von Gelete Burka, Ottawa 2018.
 

© Scotiabank Toronto Waterfront Marathon / Facebook
Rono kontert Berhanu

Der Toronto Marathon der Männer lief von der Dramaturgie ähnlich ab wie der Amsterdam Marathon einige Stunden zuvor. Eine größere Spitzengruppe überquerte die Zwischenzeit beim Halbmarathon in einer Zeit von 1:03:06 Stunden und sollte die zweite Marathon-Hälfte schneller absolvieren als die erste. Die 5km-Teilzeiten der Elitegruppe fiel nach Kilometer 25 deutlich unter 15 Minuten, das Tempo blieb konstant. Fünf Kilometer vor dem Ziel attackierte der als Favorit angetretene, ehemalige Boston-Marathon-Champion Lemi Berhanu und legte eine Lücke von bis zu 15 Sekunden zwischen sich und Philemon Rono, der nach zwei Siegen davor im letzten Jahr lediglich auf Position neun ins Ziel gekommen war. Doch der Kenianer begann mit Felix Chemonges im Schlepptau, den Vorsprung abzuknabbern. Bei Kilometer 40 lag er noch sechs Sekunden hinter Berhanu, das Blatt wandte sich wenige Sekunden später. „Ich bin einfach meine eigene Pace weitergelaufen. Das war genau die richtige Entscheidung. Ich bin sehr, sehr glücklich, ich fühle mich in Toronto sehr heimisch“, jubelte der Sieger.
 
Philemon Ronos Halbmarathon-Splits: 1:03:06 / 1:02:03 Stunden
Philemon Ronos 5km-Teilzeiten: 14:52 – 14:49 – 15:07 – 14:55 – 15:04 – 14:36 – 14:34 – 14:34 – 6:29 (2,195 km) Minuten
 
Berhanu kam neun Sekunden hinter Rono ins Ziel und hielt gerade noch Felix Chemonges und Titelverteidiger Benson Kipruto hinter sich. Der junge Ugander, heuer Zweiter beim Linz Marathon 2019, verbesserte seine Bestleistung um über vier Minuten auf eine Zeit von 2:05:12 Stunden und landete auch bei seinem dritten Marathon auf dem Stockerl. Kipruto lag zwischenzeitlich schon recht deutlich zurück, holte aber auf den letzten Metern rasch auf und wäre beinahe noch an Chemonges und Berhanu herangekommen.
 

Hofbauer sensationell kanadischer Meister

Die große Sensation des Tages lieferte der bis dato nur kanadischen Insidern bekannte Trevor Hofbauer, der in der zweitschnellsten Marathon-Zeit der kanadischen Geschichte von 2:09:51 Stunden den kanadischen Meistertitel gewann. Der 27-Jährige, der über eine persönliche Bestleistung von 1:04:30 Stunden im Halbmarathon verfügt, wuchs in seinem dritten Marathon über sich hinaus und brach trotz einer riskanten Durchgangszeit von 1:04:59 Stunden für die erste Marathon-Hälfte nicht ein. Der Kanadier, der nachher erzählte, eine perfekte Vorbereitung absolviert zu haben, lief sein Tempo nicht nur konstant durch, sondern konnte im Finale etwas zulegen und erreichte das Ziel in einer Zeit von 2:09:51 Stunden. Seinen zweiten kanadischen Marathon-Meistertitel fixierte er mit Gesamtrang sieben beim Toronto Waterfront Marathon 2019.
 
Trevor Hofbauers Halbmarathon-Splits: 1:04:59 /1:04:52 Stunden
Trevor Hofbauers 5km-Teilzeiten: 15:26 – 5:19 – 15:29 – 15:21 – (fehlerhafte Zwischenzeit bei Kilometer 25) – 15:21 – 15:14 – 6:43 (2,195 km) Minuten
 
Cam Levins’ Halbmarathon-Splits: 1:04:59 / 1:10:02 Stunden
Cam Levins’ 5km-Teilzeiten: 15:27 – 15:20 – 15:26 – 15:33 – 15:31 – 15:27 – 16:08 – 17:25 – 8:54 (2,195 km) Minuten
 
Mit dieser Galavorstellung erwischte Hofbauer auch den kanadischen Rekordhalter und Top-Favorit auf den Titel, Cam Levins auf dem falschen Fuß. Bis Kilometer 30 liefen die beiden in der für den kanadischen Top-Läufer gepacten Gruppe, die auch das Ziel hatte, das Olympia-Limit von 2:11:30 Stunden zu knacken. Während Hofbauer genau das unerwartet schaffte, fiel Levins zurück und verlor insbesondere auf den letzten Kilometern enorm viel Zeit. In einer Zeit von 2:15:01 Stunden verpasste er nicht nur das Limit für Tokio 2020 deutlich, sondern musste auch noch seinem Landsmann Tristan Woodfine den Vortritt lassen.
 

© Scotiabank Toronto Waterfront Marathon / Facebook
Größter Erfolg für Masai

Ein ähnlich spannendes Rennen wie bei den Männern gab es bei den Frauen, wo Magdalyne Masai, jüngere Schwester von Linet, die zeitgleich Amsterdam Marathon scheiterte, ihren größten Erfolg feierte. Das Elitefeld der Frauen lief in einem sehr gleichmäßigen Tempo bis zum Halbmarathon, der in einer Zeit von 1:11:40 Stunden erreicht war. Nun wurde das Rennen sukzessive schneller, eine große Gruppe von acht Läuferinnen lag bei Kilometer 30 noch gleich auf. Erst rund acht Kilometer vor dem Ende begann die Spitzengruppe langsam zu bröckeln, Masai legte mit dem schnellsten 5km-Teilabschnitt bis Kilometer 40 den Grundstein zu ihrem Erfolg. Bei Kilometer 40 lag die Ehefrau des Neuseeländers Jake Robertson sieben Sekunden vor Betsy Saina und neun Sekunden vor Biruktayit Eshetu. Die Kenianerin hielt das Tempo durch und markierte in einer Zeit von 2:22:16 Stunden eine neue persönliche Bestleistung um fast vier Minuten. Auch die Verfolgerinnen freuten sich reihenweise über „Hausrekorde“. Eshete, eine in den USA lebende Äthiopierin, schnappte sich kurz vor dem Ziel noch Saina und wurde in 2:22:40 Stunden Zweite, die ehemalige Paris-Siegerin folgte drei Sekunden später. Debele steigerte sich um zwei Minuten, Mutgaa gar um fast drei Minuten, die ehemalige VCM-Siegerin Shuko Genemo auf Rang sieben um drei Sekunden. Bekelech Gudeta, die vor ihrer Marathon-Premiere große Töne gespuckt hatte, hielt bis Kilometer 35 sehr gut mit, als sie nur elf Sekunden hinter Masai lag. Doch dann war die Äthiopierin mit ihren Kräften am Ende und kam in einer Zeit von 2:27:40 Stunden ins Ziel.
 
Linet Masais Halbmarathon-Splits: 1:11:40 / 1:10:36 Stunden
Linet Masais 5km-Teilzeiten: 16:55 – 16:56 — 17:00 – 17:00 – 17:09 – 16:53 – 16:57 – 16:21 – 7:05 (2,195 km) Minuten
 

Pidhoresky knackt Olympia-Limit

Ähnlich hochklassig wie bei den Männern war auch das Rennen um den kanadischen Meistertitel, welches in einem Verfolgerduell zwischen Dayna Pidhoresky und Emily Setlack entschieden wurde. Beide durften sich angesichts ihrer Vorleistungen kaum Hoffnungen auf das Erreichen des Olympia-Limits machen, nichtsdestotrotz lief Pidhoresky in Regionen an, die sie bis dato kaum vom Halbmarathon kannte. Die Halbmarathon-Durchgangszeit von 1:12:54 Stunden lag nur hauchdünn über ihrer Halbmarathon-Bestleistung, dennoch musste sie auf der zweiten Hälfte nicht allzu viel Tribut zollen. In einer Zeit von 2:29:03 Stunden gewann sie nicht nur den kanadischen Meistertitel, sondern hat auch das Olympia-Ticket sicher.
 
Dayna Pidhoreskys Halbmarathon-Splits: 1:12:54 / 1:16:09 Stunden
Dayna Pidhoreskys 5km-Teilzeiten: 17:20 – 16:49 – 17:22 – 17:30 – 17:27 – 18:06 – 18:30 – 8:20 (2,195 km) Minuten
 
Emily Setlacks Halbmarathon-Splits: 1:14:00 / 1:15:48 Stunden
Emily Setlacks 5km-Teilzeiten: 17:27 – 17:18 – 17:42 – 17:49 – 17:54 – 18:03 – 17:59 – 7:58 (2,195 km) Minuten
 
Setlack ging etwas konservativer an, war aber bei der Halbmarathon-Zwischenzeit von 1:14:00 Stunden auch deutlich unter der Hälfte ihrer Marathon-Bestleistung. Die 39-Jährige, die vor zwei Jahren bei diesem Event den Halbmarathon in einer Zeit von 1:14:25 Stunden gewonnen hatte, verlor weiterhin konstant auf Pidhoresky und lag bei Kilometer 35 bereits 1:38 Minuten hinter ihrer Landsfrau. Doch auf der verbleibenden Strecke holte Setlack stark auf und finishte am Ende in einer Zeit von 2:29:48 Stunden – 18 Sekunden am Olympia-Limit für Tokio vorbei. Die leichte Favoritin auf den Meistertitel, Kinsey Middleton gewann in einer Zeit von 2:34:36 Stunden die Bronze.
 
 

Ergebnisse Scotiabank Toronto Waterfront Marathon 2019

Männer
1. Philemon Rono (KEN) 2:05:00 Stunden * / **
2. Lemi Berhanu (ETH) 2:05:09 Stunden
3. Felix Chemonges (UGA) 2:05:12 Stunden *
4. Benson Kipruto (KEN) 2:05:13 Stunden *
5. Silas Mwetich (KEN) 2:06:59 Stunden *
6. Abera Kuma (ETH) 2:09:14 Stunden
7. Trevor Hofbauer (CAN) 2:09:51 Stunden * / ***
8. Juan Luis Barrios (MEX) 2:11:52 Stunden
9. Enoch Nadler (USA) 2:13:04 Stunden *
10. Juan Alberto Mena (MEX) 2:13:08 Stunden *
11. Tristan Woodfine (CAN) 2:13:16 Stunden * / ****
12. Cam Levins (CAN) 2:15:01 Stunden * / *****
 
Frauen
1. Magdalyne Masai (KEN) 2:22:16 Stunden * / **
2. Biruktait Eshetu (ETH) 2:22:40 Stunden *
3. Betsy Saina (KEN) 2:22:43 Stunden
4. Birke Debele (ETH) 2:23:19 Stunden *
5. Racheal Mutgaa (KEN) 2:23:30 Stunden *
6. Ruth Chebitok (KEN) 2:24:13 Stunden
7. Shuko Genemo (ETH) 2:24:28 Stunden *
8. Etaferahu Temesgen (ETH) 2:27:21 Stunden *
9. Bekelech Gudeta (ETH) 2:27:40 Stunden ******
10. Dayna Pidhoresky (CAN) 2:29:03 Stunden * / ***
11. Emily Setlack (CAN) 2:29:48 Stunden * / ****

13. Kinsey Middleton (CAN) 2:34:36 Stunden *****
 
* persönliche Bestleistung
** Streckenrekord
*** kanadischer Meistertitel
**** Silbermedaille kanadische Meisterschaften
***** Bronzemedaille kanadische Meisterschaften
****** Marathon-Debüt
 
 
Scotiabank Toronto Waterfront Marathon

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