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Neuer U23-Rekord für Hinterndorfer

Der 19-jährige Wiener Timo Hinterndorfer hat beim Halbmarathon im Rahmen des Vienna City Marathon seine persönliche Bestleistung verbessert.
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Mit der schnellsten Halbmarathonzeit in Wien seit dem letzten von drei Auftritten des legendären Haile Gebrselassie lief Timo Hinterndorfer ins Ziel des Wiener Städtische Halbmarathon. Er verbesserte seinen eigenen ÖLV-Rekord in der Altersklasse U23 auf eine Zeit von 1:03:05 Stunden. Der Sieg im Frauenwertung ging an die Britin Melissa Hawtin.

Timo Hinterndorfer legte sein Rennen genauso an wie vor zwei Wochen im Rahmen des Linz Marathon. Der 19-jährige Wiener nutzte das hervorragende Umfeld der Marathonspitze als Sprungbrett zu einer neuen persönliche Bestleistung. Unter dem Jubel des Publikums entlang der langen Zielgerade hin zum Zielbogen vor dem Burgtheater beschleunigte das Talent der DSG Wien noch einmal und beendete seinen Auftritt nach 1:03:05 Stunden. „Es hat heute genauso geklappt, wie ich es mir gewünscht habe. Da ist natürlich ein bisschen Glück dabei, dass wie in Linz die Marathon-Pace ideal für mich war“, freute sich der Junioren-EM-Teilnehmer des letzten Jahres, der die Wetterbedingungen als positiver als in der Prognose befürchtet wahrnahm.

Ergebnisse Wiener Städtische Halbmarathon 2024 der Männer
1. Timo Hinterndorfer (AUT) 1:03:05 Stunden
2. Timon Theuer (AUT) 1:05:45 Stunden
3. Thomas Messner (AUT) 1:06:29 Stunden
4. Tobias Riker (GER) 1:06:43 Stunden
5. Dominik Hirczy (AUT) 1:06:45 Stunden
6. Markus Hartinger (AUT) 1:06:45 Stunden

Gute Performance bei Heimrennen

Mit seiner heutigen Leistung verbesserte Hinterndorfer nicht nur seinen eigenen ÖLV-U23-Rekord um 20 Sekunden, sondern schob sich in der seit 2007 von Günther Weidlinger angeführten ÖLV-Bestenliste auf Platz fünf. Europaweit ist der Österreicher, Stand jetzt, der schnellste U23-Läufer im Halbmarathon des Jahres 2024. „Ich bin sehr zufrieden, wie ich in den letzten Wochen in Form gekommen bin“, sagte er und hielt fest, dass er seinen Anteil für eine Verbesserung in der Europarangliste für eine nun wahrscheinlichere Qualifikation für den Halbmarathon bei den Europameisterschaften in Rom beigetragen hat. Die Leichtathletik-EM 2024 ist sein großes Ziel für das Wettkampfjahr 2024.

Für den Wiener hat dieser Sieg auch abseits der Leistung eine hohe Bedeutung: „Es war für mich wichtig, heute gut zu performen. Viele, die mich kennen, waren am Streckenrekord und das hat natürlich Druck ausgeübt. Aber es hat mich angespornt. Ein tolles Erlebnis!“

Ergebnisse Wiener Städtische Halbmarathon 2024 der Frauen
1. Melissa Hawtin (GBR) 1:17:21 Stunden
2. Charlotte Veitner (GER) 1:18:42 Stunden
3. Beata Popadiak (POL) 1:18:44 Stunden
4. Clara Carste (GER) 1:20:47 Stunden
5. Charleen Michaelis (AUT) 1:22:21 Stunden

Theuer nach Atemproblemen geknickt

Was Timo Hinterndorfer glückte, gelang Timon Theuer nicht. Bei seinem ersten Wettkampf seit eineinhalb Jahren ging der 30-Jährige mit hohen Ambitionen an den Start und wollte sich für einen EM-Start in Rom empfehlen. Nach einigen Kilometern in der Marathon-Spitzengruppe bekam der Athlet von der Union St. Pölten früh Atemprobleme und musste seine Laufgeschwindigkeit daran anpassen. In einer Zeit von 1:05:45 Stunden belegte er den zweiten Platz, verließ den Zielraum aber enttäuscht. „Ich habe heute eine draufbekommen. Es hat nichts geklappt, wie ich es mir vorgestellt hätte. Ich habe keine Luft mehr bekommen und bin ins Ziel gelaufen. Schade!“, war er nach guten Trainingsleistungen im Vorfeld geknickt.

Der Kärntner Thomas Messner erreichte in einer Zeit von 1:06:26 Stunden das Ziel auf dem dritten Platz. Vorjahressieger Markus Hartinger, der lange Zeit in der Marathon-Gruppe mit seinem Polizei-Teamkollegen Mario Bauernfeind und Peter Herzog mitlief, finishte in einer Zeit von 1:06:45 Stunden auf dem sechsten Platz.

© VCM / Jenia Symonds

Popadiak verpasst Titelverteidigung

Im Halbmarathon der Frauen sah lange Zeit alles nach einem Sieg der Vorjahressiegerin Beata Popadiak aus, doch die Polin fiel im Finale noch auf Position drei zurück. Der Sieg ging an Melissa Hawtin aus Großbritannien in einer Zeit von 1:17:21 Stunden. „Es war ein super Erlebnis, ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und begeistert von der großartigen Unterstützung durch das Publikum“, jubelte die Siegerin. Als Zweite überquerte die Deutsche Charlotte Veitner in einer Zeit von 1:18:42 Stunden zwei Sekunden vor Popadiak die Ziellinie. Beste Österreicherin war die fünftplatzierte Charleen Michaelis (1:22:21).

Ziel: EM-Halbmarathon in Rom

Am 9. Juni finden im Rahmen der Leichtathletik-EM in Rom die Halbmarathonläufe statt. Da keiner der österreichischen Topläufer das Olympia-Limit für den Marathon in Paris 2024 geknackt hat, ist der EM-Halbmarathon ein Saison-Höhepunkt für viele. Aktuell liegen Andreas Vojta, Mario Bauernfeind, Peter Herzog und dank seiner heutigen Leistung nun auch Timo Hinterndorfer aussichtsreich in der Europarangliste hinblicklich einer Qualifikation für den Bewerb. Julia Mayer, die das Olympia-Limit in der Tasche hat, tendiert auch dahin, in Rom ihre sportliche Generalprobe für Olympia zu absolvieren. Sie ist dank ihrer Marathonleistung bereits fix für die EM qualifiziert.

Autor: Thomas Kofler
Bilder: © VCM / Jenia Symonds

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