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ÖLV bestätigt Aufwärtstrend – erfolgreichste WM seit 16 Jahren

Der leichte Aufschwung der österreichischen Leichtathletik hält auch im Kalenderjahr 2017 an. Nachdem der ÖLV bereits eine Highlights bei Hallen-Europameisterschaften und diversen internationalen Nachwuchsmeisterschaften feiern durfte, zeigt der Trend auch beim wichtigsten Wettkampf der Saison nach oben. Das fünfköpfige ÖLV-Team…

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Der leichte Aufschwung der österreichischen Leichtathletik hält auch im Kalenderjahr 2017 an. Nachdem der ÖLV bereits eine Highlights bei Hallen-Europameisterschaften und diversen internationalen Nachwuchsmeisterschaften feiern durfte, zeigt der Trend auch beim wichtigsten Wettkampf der Saison nach oben. Das fünfköpfige ÖLV-Team in London sorgte für das erfolgreichste Abschneiden eines österreichischen WM-Teams seit 2001 bei den Titelkämpfen im kanadischen Edmonton. Das war damals, als Stephanie Graf unfallfrei duschte und zu WM-Silber im 800m-Lauf stürmte.
 

© SIP / Andreas Maier
Valentin Pfeil sorgte für das beste Marathon-Ergebnis eines Österreichers bei Weltmeisterschaften. © SIP / Andreas Maier
Bestes Abschneiden seit Edmonton 2001

Anhaltspunkt für das historisch beste Ergebnis seit 16 Jahren ist der Placing Table, der alle Top-Acht-Plätze berücksichtigt und von Experten gerne als verlässliche Einschätzung für Vergleiche mit anderen Nationen und als Einschätzung der Stärke einer Nation zu Rate gezogen wird. Daher ist einzig und allein der sechste Platz von Ivona Dadic dafür zuständig, dass Österreich Punkte sammelte. Mit drei Zählern belegte Österreich in London im Placing Table die mit den Karibik-Ländern Barbados und Dominikanische Republik geteilte, 56. Position unter 66 in die Wertung fallenden Nationen. Im ewigen Placing Table lag Österreich vor dieser WM auf Rang 66 (wobei die nicht mehr existierenden Staaten UdSSR, Tschechoslowakei und Jugoslawien in der Statistik getrennt von ihren Nachfolgestaaten aufgelistet sind, Anm.)
Seit Edmonton gelang nur in Berlin 2009 (achter Platz von Diskuswerfer Gerhard Mayer) eine Platzierung unter die besten Acht der Welt in einer Disziplin. Zu Jubelstürmen sollte das Resultat von London natürlich nicht führen, aber diese etwas oberflächliche Betrachtung ist ein weiteres Indiz von vielen in letzter Saison, dass es mit der heimischen Leichtathletik bergauf geht. Oberflächlich deswegen, weil natürlich nicht nur Dadic in London eine überzeugende Leistung gebracht hat „Das Ergebnis bei diesen Weltmeisterschaften unterstreicht den Aufwärtstrend in unserer Sportart“, betont auch ÖLV-Sportdirektor Gregor Högler. „Mit zwei Top-Ten-Platzierungen und einem hervorragenden Marathonlauf sind wir sehr zufrieden und viel erfolgreicher als in den letzten Jahren. Wir hatten, wie angekündigt, ein kleines und konkurrenzfähiges Team mit zukünftigem Medaillen-Potenzial am Start.“
Medienberichte, die nach dem ersten WM-Wochenende in London (wo vier der fünf österreichischen Athleten im Einsatz waren), überschwänglich von einem „sensationellen Abschneiden“ berichtet haben und für diese etwas überspannte Darstellung auch noch passende Zitate von Verantwortlichen fanden, waren deutlich überspitzt. Eine nüchterne Analyse der Leistungen der ÖLV-Athleten in London lässt Attribute in der Güteklasse von „sensationell“ nicht zu. Sie erzielt aber durchwegs positive Einschätzungen, wenn man die erwartbare Leistungsfähigkeit miteinkalkuliert. Bis zur Realisierung des von Högler angedeuteten Medaillen-Potenzials bedarf es noch einen großen Schritt. Da es sich hier um eine Läuferplattform, legt die Analyse einen speziellen Fokus auf den einzigen für die WM nominierten Läufer.
Valentin Pfeil (LAC Amateure Steyr), Platz 23 im Marathon (siehe RunAustria-Bericht)
Dank seiner offenen und ehrlichen Art und Weise, die stets auch fair mit der eigenen Leistung ins Gericht geht, liefert der 28-jährige Oberösterreicher in seinen Aussagen immer einen guten Anhaltspunkt. Valentin Pfeil sprach vom schwierigsten, aber auch besten Marathon seiner Karriere. Es war freilich nicht sein schnellster, aber der WM-Debütant nahm die Herausforderung eines Meisterschaftsrennen an und zeigte im Rahmen der Erwartungen eine gute Leistung. In einer Zeit von 2:16:28 Stunden blieb der Österreicher weniger als zwei Minuten über seiner Bestleistung, was nicht viele der vor ihm platzierten Läufer behaupten können. Während die Zeit sich im Rahmen des Erwartbaren bewegte, fiel die Platzierung daher besser aus als erwartet. Freilich ist ein 23. Platz bei Weltmeisterschaften trotz der sehr guten individuellen Darbietung kein Grund für eine Parade an Purzelbäumen, andererseits skizziert er eine Leistung, die sich sehen lassen kann. Dass Pfeil achtbester Europäer war, darf aber kein Maßstab für die Europameisterschaften in Berlin im kommenden Sommer sein. Denn nicht alle europäischen Nationen hatten ihre Top-Marathonläufer in London an den Start gebracht.
Ivona Dadic (Union St. Pölten), Platz sechs im Siebenkampf
Lukas Weißhaidinger (OTB OÖ LA), Platz neun im Diskuswurf
Dominik Distelberger (UVB Purgstall), Platz 17 im Zehnkampf
Verena Preiner (Union Ebensee), aufgegeben im Siebenkampf
Das herausragende Resultat Österreichs bei diesen Titelkämpfen ist der sechste Platz von Ivona Dadic im Siebenkampf der Damen. Trotz EM- und Hallen-EM-Medaillengewinn, ein weiterer Fortschritt in der Karriere der immer noch erst 23 Jahre alten Oberösterreicherin. Wer beim Saisonhöhepunkt eine persönliche Bestleistung abliefert und damit einen neuen österreichischen Landesrekord markiert, muss vieles richtig gemacht haben. Dass bei einem Mehrkampf nicht alle Disziplinen nach Wunschtraum verlaufen, dafür manche auch besser als erwartet, liegt in der Natur der Dinge.
Das erste österreichische Resultat in London erzielte Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger, ebenfalls ein erfreuliches Resultat. Der Oberösterreicher hat Recht mit der Einschätzung, dass ein Top-Ten-Resultat bei Weltmeisterschaften ein sehr gutes Ergebnis ist. Sensation war der neunte Platz sicherlich keine, schließlich war Weißhaidinger bei den Olympischen Spielen in Rio Sechster. Während etwa Dadic oder Pfeil deutlich besser abschnitten als es die Entry List (Reihung der Saisonbestleistungen vor der WM) vorhersagte, blieb das Kraftpaket aus Oberösterreich in London in diesem Bereich. Sprich: Er lieferte eine Leistung ab, die man von ihm auch einfordern durfte.
Zehnkämpfer Dominik Distelberger lieferte in London wahrlich nicht seinen besten Wettkampf ab. Von Beginn an ließ er in mehreren Teildisziplinen wichtige Punkte liegen. Dass das Resultat am Ende halbwegs anständig klingt, hat auch mit zahlreichen Aufgaben von Athleten zu tun, die deutlich vor dem Niederösterreicher lagen. So fair muss man in einer Nachbetrachtung sein. Für Verena Preiner, Silbermedaillengewinner bei den U23-Europameisterschaften, war es wie auch für den zweiten WM-Debütanten Valentin Pfeil eine wichtige Erfahrung, in London dabei gewesen zu sein. Die junge Oberösterreicherin hielt sich achtbar, bis eine Überreaktion auf einen Asthmaanfall ihr Aus vor der letzten Disziplin besiegelte.

Nächste spannende Aufgabe: Berlin 2018

Bei sechs der letzten sieben Weltmeisterschaften tauchte Österreich im Placing Table erst gar nicht auf. Die drei Punkte von London stellen das fünftbeste WM-Ergebnis nach Stuttgart 1993 (12), Edmonton 2001 (7) und Tokio 1991 sowie Sevilla 1999 (je 4) dar. Kombiniert mit den starken Leistungen bei diversen Nachwuchsmeisterschaften in diesem Jahr – egal ob U23-EM, Junioren-EM oder European Youth Olympic Festival – ist die österreichische Leichtathletik für die nahe Zukunft gut aufgestellt – mit den Spezialdisziplinen Siebenkampf der Damen und dank Weißhaidinger Diskuswurf der Herren. Der ÖLV betonte in den letzten Jahren stets die größere Bedeutung von Kontinentalmeisterschaften für die heimische Leichtathletik im Vergleich zu Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele, weil für das Weltniveau jeweils nur eine kleine Elite überhaupt in Frage kam. Im Sommer 2018 steht mit den Europameisterschaften in Berlin die nächste spannende Aufgabe für ein junges, breiter aufgestelltes, rot-weiß-rotes Nationalteam an.
IAAF Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 in London

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